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Papst Franziskus ist tot – auch Rumänien trauert um ihn

Der Heilige Vater ist am Ostermontag nach zwölf Jahren Pontifikat gestorben. Die Nachricht von seinem Tod hat weit über die Grenzen der katholischen Welt und selbst der christlichen Welt hinaus Erschütterung ausgelöst. Auch in Rumänien, einem mehrheitlich orthodoxen Land, das Franziskus im Mai 2019 besucht hatte – zwei Jahrzehnte nach dem historischen Besuch eines seiner großen Vorgänger, Papst Johannes Paul II. –, löste sein Tod Trauer aus.

Foto: vaticannews
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, 22.04.2025, 12:43

„In diesen Momenten der Trauer und des Schmerzes spreche ich den katholischen Gläubigen in Rumänien und weltweit mein aufrichtiges Beileid aus, ebenso allen, für die Papst Franziskus ein geistliches Leitbild und eine Quelle der Hoffnung war. Er war ein Symbol der Demut, des Mitgefühls und des unermüdlichen Einsatzes für Frieden und Gerechtigkeit“, schrieb der amtierende Präsident Ilie Bolojan in sozialen Medien.

Er hob hervor, dass Papst Franziskus auch ein enger Freund des rumänischen Volkes gewesen sei, das er für seinen tiefen Glauben und seinen Geist geschätzt habe.

„Für Menschen weltweit, unabhängig von ihrer Konfession, bleibt Papst Franziskus ein unbeirrter Verteidiger des Friedens, der Leidenden und der geistlichen Gemeinschaft“, erklärte Premierminister Marcel Ciolacu.

„Mit tiefer Traurigkeit haben wir die Nachricht vom Heimgang Papst Franziskus’ erhalten, einer ehrwürdigen Persönlichkeit des zeitgenössischen Christentums, dessen Pontifikat einen bleibenden Eindruck in der jüngeren Geschichte der römisch-katholischen Kirche hinterlässt. Wir teilen den Schmerz über diesen Verlust und sprechen der gesamten römisch-katholischen Kirche unser Beileid aus“, heißt es in der Botschaft des Patriarchen der Rumänisch-Orthodoxen Kirche, Daniel, an das Kardinalskollegium im Vatikan.

Vor sechs Jahren hatte Papst Franziskus Rumänien einen Staats-, Pastoral- und Ökumenebesuch unter dem Motto „Lasst uns gemeinsam gehen!“ abgestattet. Damals traf er den Präsidenten und den Premierminister, führte ein privates Gespräch mit Patriarch Daniel, hielt eine Rede in der Nationalkathedrale und sprach dort das „Vaterunser“ auf Latein.

Ebenfalls in Bukarest zelebrierte Franziskus einen Gottesdienst in der katholischen St.-Josef-Kathedrale und grüßte die Zehntausenden, die gekommen waren, um ihn zu sehen.

Am zweiten Tag seines Rumänien-Besuchs hielt Papst Franziskus eine Pontifikalmesse im marianischen Wallfahrtsort Şumuleu Ciuc ab – in einer Region im Osten Siebenbürgens mit mehrheitlich ungarischer Bevölkerung, wo jährlich die größte katholische Wallfahrt Mittel- und Osteuropas stattfindet.

Danach reiste er nach Iaşi, eine Stadt im Nordosten mit einer bedeutenden Gemeinschaft rumänischer Katholiken. Dort segnete er Kinder, Alte und Kranke und betete für Jugendliche und Familien.

In Blaj, im Herzen Siebenbürgens und der rumänischen Spiritualität, leitete er die Seligsprechung von sieben griechisch-katholischen Märtyrerbischöfen, die vom kommunistischen Regime verfolgt und gefoltert worden waren.

Er traf auch Vertreter der Roma-Gemeinschaft, bei denen er sich im Namen der Kirche für historische Diskriminierung und Ausgrenzung entschuldigte.

Zum  Abschied schrieb Franziskus: „Die Jungfrau Maria breite ihren mütterlichen Schutz über alle Bürger Rumäniens aus, die im Laufe der Geschichte stets ihr Vertrauen in ihre Fürsprache gesetzt haben. Ich vertraue euch alle der Jungfrau Maria an und bete, dass sie euch auf dem Weg des Glaubens leiten möge.“

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