RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Die rumänische Regierung stellt Vertrauensfrage im Parlament für die Reform der Sonderrenten

Die Regierung in Bukarest hat am Dienstag erneut im Parlament die Vertrauensfrage für das Projekt zur Reform der Sonderrenten für Richter und Staatsanwälte gestellt.

Guvernul Bolojan / Foto: fov.ro
Guvernul Bolojan / Foto: fov.ro

, 03.12.2025, 22:34

Die Frist im Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) ist verstrichen, doch von dieser Reform hängen 231 Millionen Euro ab. Die Regierung hofft, dass die Europäische Kommission trotz allem die dritte Zahlungs tranche aus dem PNRR freigibt, sofern der normative Akt in Kraft tritt. Unterdessen kann das Gesetz – wie bereits im Herbst – durch einen Misstrauensantrag oder vor dem Verfassungsgericht angefochten werden, nachdem die oberste Instanz damals die erste Initiative zur Änderung des Gesetzes beanstandet und eine Entscheidung der Verfassungswidrigkeit erwirkt hatte, weil die Vorlage nicht über das beratende Gutachten des Obersten Rates der Richter und Staatsanwälte verfügte. Diesmal hat das Dokument das Gutachten des Rates erhalten – ein negatives!

Nach den neuen Bestimmungen des Gesetzes soll das Rentenalter für Richter und Staatsanwälte auf 65 Jahre angehoben werden, und zwar um jeweils ein Jahr pro Generation. Außerdem darf die Rente nicht mehr als 70 % des letzten Nettogehalts betragen. Premierminister Ilie Bolojan erklärte dazu:

„Im Vergleich zum ersten Entwurf verlängert das Dokument die Übergangszeit von 10 auf 15 Jahre. Das bedeutet, dass künftig jedes Jahr jede neue Generation von Richter und Staatsanwälte ein Jahr länger arbeiten muss, sodass das Rentenalter in den kommenden 15 Jahren schrittweise von 50 auf 65 Jahre angehoben wird. Nirgendwo in diesen Systemen gibt es Rentner im Alter von 48–50 Jahren, und in keinem zivilisierten Land gibt es eine Rente in Höhe des letzten Gehalts oder – wie Sie wissen – jahrelang sogar höher als das letzte Gehalt.“

Das Bedürfnis nach sozialer Gerechtigkeit war das Hauptargument des Premierministers vor den Senatoren und Abgeordneten, neben der Nachhaltigkeit des Rentensystems, der Stabilisierung des Arbeitsmarktes sowie der Nutzung wichtiger europäischer Mittel aus dem Aufbau- und Resilienzplan. Ilie Bolojan:

„Dieser Vorschlag trägt einem Aspekt der sozialen Gerechtigkeit Rechnung und korrigiert ein in diesen Jahren gewachsenes Unrecht. Die zweite Wirkung dieses Projekts besteht darin, dass es die Wirtschaft auf eine gesunde Basis stellt, da wir in Europa auf dem vorletzten Platz stehen, was die Zahl der Bürger in der aktiven Bevölkerung betrifft, die in der Wirtschaft tätig sind, und wir die Garantie eines nachhaltigen Rentensystems für die kommenden Jahre benötigen. Nicht zuletzt entspricht es einer Voraussetzung für den Zugang zu europäischen Mitteln. Die Korrektur dieses Unrechts ist eine der Bedingungen, die Rumänien übernommen hat, und stellt einen Meilenstein im Aufbau- und Resilienzplan dar. Und mit der Einleitung des Verfahrens der Vertrauensfrage glauben wir, dass die Bedingungen erfüllt sind, sodass Rumänien die zurückgehaltenen EU-Mittel erhalten kann.“

Die Oppositionsabgeordneten haben 42 Änderungsanträge zu diesem Projekt eingereicht, doch die Exekutive hat keinen davon akzeptiert. Die Partei AUR kündigte an, keinen Misstrauensantrag gegen die Regierung einzubringen und das Dokument auch nicht vor dem Verfassungsgericht anzufechten, da sie ein gerechtes Rentensystem für alle sozialen Kategorien unterstütze.

Fotoquelle: Rumänisches Verteidigungsministerium (MAPN)
RRI Aktuell Montag, 06 April 2026

NATO-Mitgliedschaft bleibt Grundpfeiler der Sicherheit Rumäniens

In einer für die Allianz sensiblen Phase – in der der Präsident der Vereinigten Staaten, ihr wichtigster militärischer und finanzieller...

NATO-Mitgliedschaft bleibt Grundpfeiler der Sicherheit Rumäniens
Vizepremierministerin Oana Gheorghiu (Fotoquelle: gov.ro)
RRI Aktuell Donnerstag, 02 April 2026

Vizepremier Oana Gheorghiu: „Rumäniens Wirtschaftsmodell muss reformiert werden“

Rumänien hat in den vergangenen 20 Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Doch das bisherige Wachstumsmodell stößt an seine Grenzen. Es basiert...

Vizepremier Oana Gheorghiu: „Rumäniens Wirtschaftsmodell muss reformiert werden“
Moldauischer Premier Alexandru Munteanu (l. i. B.) mit Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan im Präsidentenpalast Cotroceni (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Mittwoch, 01 April 2026

Moldauischer Premierminister in Bukarest: Republik Moldau weiterhin auf EU-Kurs

Bei dem Treffen mit Präsident Nicușor Dan am Dienstag betonte Munteanu, dass die Republik Moldau dauerhaft auf Rumäniens Hilfe bauen könne –...

Moldauischer Premierminister in Bukarest: Republik Moldau weiterhin auf EU-Kurs
Roxana Mînzatu şi Nicuşor Dan (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Dienstag, 31 März 2026

Zwei EU-Kommissare in Bukarest

Das erklärte Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan in einem Facebook-Beitrag nach seinem Treffen am Montag in Bukarest mit der...

Zwei EU-Kommissare in Bukarest
RRI Aktuell Montag, 30 März 2026

Nach Haushaltsverabschiedung: immer noch Spannungen in der Regierungskoalition

Mit einer noch nie zuvor dagewesenen Verzögerung von nahezu drei Monaten hat die rumänische Regierung gegen Ende März den Haushalt für das...

Nach Haushaltsverabschiedung: immer noch Spannungen in der Regierungskoalition
RRI Aktuell Montag, 30 März 2026

Haushalt in Kraft getreten

Das Verfassungsgericht hat die Klagen einstimmig abgewiesen und mitgeteilt, es habe keine Unregelmäßigkeiten im Gesetzgebungsverfahren...

Haushalt in Kraft getreten
RRI Aktuell Donnerstag, 26 März 2026

Femizid-Gesetz verabschiedet

In den vergangenen Jahren ist in Rumänien die Zahl der bekannt gewordenen Femizidfälle besorgniserregend gestiegen. Statistiken zufolge wurde im...

Femizid-Gesetz verabschiedet
RRI Aktuell Mittwoch, 25 März 2026

Bergleute protestieren gegen Dekarbonisierungsprogramm der Regierung

Rund 1 000 Beschäftigte des Energiekomplexes Oltenia im Südwesten Rumäniens haben am Dienstag vor dem Regierungssitz in Bukarest demonstriert....

Bergleute protestieren gegen Dekarbonisierungsprogramm der Regierung

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company