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Rumäniens Zentralbank belässt Leitzins bei 6,50 Prozent

Der Verwaltungsrat der rumänischen Nationalbank hat beschlossen, den Leitzins bei 6,50 Prozent pro Jahr zu belassen.

Foto: romania-actualitati.ro
Foto: romania-actualitati.ro

, 18.02.2026, 20:37

Die jährliche Inflationsrate wird ihren langsamen Rückgang im ersten Quartal 2026 fortsetzen und im darauffolgenden Quartal wieder ansteigen, beeinflusst durch Basiseffekte sowie durch die Entwicklung der Preise einiger Rohstoffe und die Aufhebung der Obergrenze für den Handelsaufschlag bei Grundnahrungsmitteln. Anschließend wird die jährliche Inflationsrate im dritten Quartal 2026 eine deutliche Abwärtskorrektur verzeichnen, um danach allmählich weiter zu sinken und ab der Mitte des ersten Halbjahres des kommenden Jahres innerhalb des Zielkorridors zu liegen.

 

Diese Einschätzungen finden sich im Inflationsbericht, Ausgabe Februar 2026, der am Dienstag vom Verwaltungsrat der Nationalbank Rumäniens analysiert und gebilligt wurde. Die Zentralbank weist darauf hin, dass weiterhin Unsicherheiten im Zusammenhang mit Maßnahmen bestehen, die voraussichtlich zur Fortsetzung der Haushaltskonsolidierung über das laufende Jahr hinaus ergriffen werden, entsprechend dem mit der Europäischen Kommission vereinbarten mittelfristigen haushaltsstrukturellen Plan und dem Verfahren bei übermäßigem Defizit. Bedeutende Unsicherheiten und Risiken für die Perspektiven der wirtschaftlichen Aktivität – und damit für die mittelfristige Inflationsentwicklung – ergeben sich zudem aus dem externen Umfeld, einerseits aufgrund geopolitischer Konflikte und globaler Handelsspannungen, andererseits aufgrund der Pläne zur Erhöhung der Ausgaben für Verteidigungs- und Infrastrukturinvestitionen in den EU-Staaten.

 

Nach Angaben der Nationalbank sind in diesem Kontext die vollständige Ausschöpfung und optimale Nutzung der europäischen Mittel, insbesondere jener aus dem Aufbau- und Resilienzplan (PNRR), von entscheidender Bedeutung, um die kontraktiven Effekte der Haushaltskonsolidierung sowie der geopolitischen und handelspolitischen Konflikte teilweise auszugleichen und die notwendigen Strukturreformen, einschließlich der Energiewende, umzusetzen. Ebenso relevant seien die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank sowie der Federal Reserve (Fed) und die Haltung der Zentralbanken in der Region, betont die rumänische Nationalbank.

Vor diesem Hintergrund beschloss sie, den Leitzins bei 6,50 Prozent pro Jahr beizubehalten. Zugleich entschied sie, den Zinssatz für die Kreditfazilität bei 7,50 Prozent pro Jahr und den Zinssatz für die Einlagenfazilität bei 5,50 Prozent pro Jahr unverändert zu lassen.

 

Darüber hinaus beschloss der Verwaltungsrat der Notenbank, die derzeitigen Sätze der Mindestreserveanforderungen für Verbindlichkeiten der Kreditinstitute in Lei und in Fremdwährung beizubehalten. Der Finanzanalyst Dragoș Cabat ist der Ansicht, dass angesichts der derzeit sehr hohen Inflation eine Senkung des Leitzinses nicht möglich gewesen sei, zumal das Wirtschaftswachstum schwach ausfalle. Daher sei die Stabilität des Leitzinses aus seiner Sicht die klügste Entscheidung gewesen.

Dragoș Cabat hält eine Senkung des Leitzinses in diesem Jahr für wenig wahrscheinlich. Er betont, dass die Zentralbank nur dann ein oder zwei Zinssenkungen vornehmen könnte, wenn die Inflation im Oktober–November auf etwa 5 bis 6 Prozent zurückgehen sollte.

(Foto: Facebook / Alexandru Dolea
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