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Wasserstoff für die Klimaneutralität 2050

Rumänien setzt auf die Energiewende: Mit der Verabschiedung der „Nationalen Wasserstoffstrategie 2025-2030“ hat das Land einen offiziellen Meilenstein für die Dekarbonisierung der Wirtschaft gesetzt.

foto: pixabay.com
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und , 12.01.2026, 17:42

Wasserstoff ist heute weit mehr als nur ein Rohstoff für die Industrie – er wird zum zentralen Energieträger der Zukunft. Doch Wasserstoff ist nicht gleich Wasserstoff. Entscheidend für die Umweltbilanz ist nämlich, wie er hergestellt wird.

Monica David vom Verband „Energia Inteligentă“ erklärt uns die Farbenlehre der Branche:

„Die Farben, die dem Wasserstoff zugeordnet werden, beziehen sich gewissermaßen auf die Art und Weise, wie dieser Wasserstoff hergestellt wird. Wir haben zum Beispiel grauen Wasserstoff, der unter Ausstoß von Treibhausgasen und Kohlendioxid produziert wird. Es gibt den rosa Wasserstoff, der mit Hilfe von Kernenergie gewonnen wird. Und es gibt den grünen Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energien stammt – deshalb nennen wir ihn grün. Es existieren noch weitere Nuancen, je nachdem, welcher CO2-Fußabdruck bei der Produktion hinterlassen wird.“

Es geht aktuell also weniger darum, die Gesamtmenge an Wasserstoff zu erhöhen, sondern die Produktion radikal umzustellen. Das Ziel: Weg von den verschmutzenden Varianten, hin zum emissionsfreien grünen Wasserstoff.

Rumänien ist dabei kein Neuling; das Land hat eine lange Tradition in der Wasserstoffproduktion. Bisher wurde dieser jedoch fast ausschließlich in der Chemie oder Petrochemie genutzt. Der neue Ansatz, der eng mit der EU-Politik abgestimmt ist, sieht Wasserstoff nun als Stabilitätsanker für das Stromnetz – besonders dort, wo klassische Batterien an ihre Grenzen stoßen. Ein entscheidender Vorteil: Wasserstoff kann Energie für Zeiten mit hohem Verbrauch speichern.

Monica David erläutert, wie das System dadurch im Gleichgewicht bleibt:

„Wasserstoff kann in erster Linie eine sehr wichtige Rolle im Bereich der Speicherung spielen. Wenn wir einen Energieüberschuss haben, können wir diesen nutzen, um Wasserstoff zu produzieren. Später kann der Wasserstoff dann wieder in elektrische Energie zurückverwandelt werden. Er kann also, um es ganz kurz zu erklären, wie eine Batterie funktionieren. Damit nimmt er eine bedeutende Rolle im Energiesektor ein, weil er beim Ausgleich des Netzes hilft. Anstatt auf die chemische Speicherung in Batterien zu setzen, können wir dieses Verfahren zur Energiespeicherung nutzen.“

Neben der Speicherung bietet Wasserstoff Lösungen für Branchen, die nur schwer zu dekarbonisieren sind – etwa die Schwerindustrie oder der Schwerlastverkehr. Hier sind herkömmliche Elektro-Batterien aufgrund ihres Gewichts und der geringen Energiedichte oft nicht effizient genug.

Doch der Weg zur Wasserstoffwirtschaft ist kein Selbstläufer. Er erfordert massive Investitionen in die Infrastruktur und in Elektrolyseure. Laut der nationalen Strategie prüft Rumänien sogar, ob das bestehende Erdgasnetz genutzt werden kann, um in Zukunft Wasserstoffgemische zu transportieren.

Wie schnell sich der Markt tatsächlich anpasst, bleibt abzuwarten. Doch die Richtung steht fest: Wasserstoff ist kein bloßes Laborexperiment mehr, sondern ein strategischer Baustein für ein klimaneutrales Europa bis 2050.

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