Nachrichten 13.01.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom und Sorin Georgescu, 13.01.2026, 17:27
Regierung – In Bukarest haben Rumäniens Ministerpräsident Ilie Bolojan und seine fünf Stellvertreter am Montag über den Staatshaushalt 2026 beraten. Das Budget soll im kommenden Monat verabschiedet werden. Vorgesehen ist ein Defizit von 6,4 Prozent sowie die Finanzierung zentraler Projekte aus dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplan. Vor der Ausarbeitung des Haushaltsgesetzes will die Regierung zudem die Reform der zentralen und lokalen Verwaltung beschließen, um die Budgets von Ministerien und Kommunen genau festzulegen.
Republik Moldau – Präsidentin Maia Sandu hat erklärt, sie würde für eine Wiedervereinigung ihres Landes mit Rumänien stimmen, sollte es dazu jemals ein Referendum geben. In einem Interview mit britischen Journalisten sagte sie, diese Idee habe Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre breite Unterstützung gefunden, heute jedoch kaum Rückhalt in der politischen Klasse. Deshalb bleibe die europäische Integration der einzige Weg für die Republik Moldau, als demokratischer und souveräner Staat fortzubestehen. Sandu warnte zugleich vor wachsendem Einfluss Russlands auf Europa und vor einer tieferen Einmischung des Kremls in die inneren Angelegenheiten der EU, als vielen bewusst sei.
Staatsanleihen – Das rumänische Finanzministerium hat die erste Ausgabe des diesjährigen Sparprogramms „Tezaur“ für Privatpersonen gestartet. Zeichnungen sind bis zum 6. Februar möglich. Angeboten werden Anleihen mit Laufzeiten von einem, drei und fünf Jahren und Zinssätzen von 6,4, 7 und 7,4 Prozent. Die Erträge sind steuerfrei. Der Erwerb ist online, bei Staatskassen oder auf dem Land über die Post möglich.
Wasserball – Die rumänische Herren-Nationalmannschaft trifft heute Abend auf die Türkei im Rückspiel der Gruppe D der Europameisterschaft in Belgrad. Am Sonntag hatte Rumänien die Slowakei mit 16 zu 8 besiegt. Das letzte Gruppenspiel bestreiten die Rumänen am Donnerstag gegen Italien.
Wetter – Trotz der starken Kältewelle sei Rumänien energiepolitisch abgesichert, erklärte Energieminister Bogdan Ivan. Die Gasspeicher seien zu 65 Prozent gefüllt – um rund 200 Millionen Kubikmeter mehr als im Vorjahr. Eigenproduktion, Importe und Speicherentnahmen seien ausgewogen.
Dennoch haben tausende Gebäude in Bukarest, darunter auch Krankenhäuser, derzeit Probleme mit Heizung und Warmwasser wegen eines veralteten Netzes. Landesweit fällt der Unterricht für hunderte Kinder aus. Für Obdachlose wurden Hilfsmaßnahmen und Unterkünfte organisiert. In fast ganz Rumänien gelten Kältewarnungen, mit nächtlichen Tiefstwerten bis zu minus 20 Grad.
Auch heute bleibt es sehr kalt: Im Norden und Zentrum werden minus 9 bis plus 2 Grad erwartet, in den Karpaten fällt Schnee. Im Süden und Westen kann er abends in Regen übergehen, Glatteisgefahr besteht. In den Südkarpaten gibt es starke Windböen bis zu 80 km/h. In Bukarest scheinte tagsüber zwar die Sonne, doch zur Mittagszeit wurden minus 4 Grad gemessen.