08.02.2026
Die wichtigsten Meldungen im Überblick
Newsroom, 08.02.2026, 22:48
Das Oberhaus diskutiert und stimmt am Montag über drei Misstrauensanträge der Opposition ab. Im ersten wird die Regierung dafür kritisiert, dass sie rumänische Interessen beim Mercosur-Abkommen im europäischen Entscheidungsprozess ohne Prüfung und gegen die eigenen Interessen vertreten habe. Im zweiten Antrag wird Verteidigungsminister Radu Miruță vorgeworfen, die Glaubwürdigkeit der Verteidigungspolitik durch verantwortungslose Äußerungen und fehlende strategische Analyse gefährdet zu haben. Die Opposition behauptet im dritten Antrag, das Bildungswesen befinde sich in einer gefährlichen Sparzone ohne Schutz oder Unterstützung. Ebenfalls am Montag wird Energieminister Bogdan Ivan auf Antrag der Partei USR zur Fragestunde in die Abgeordnetenkammer eingeladen. Auf der Tagesordnung der Abgeordneten steht außerdem ein Gesetzentwurf zum Femizid, der Haftstrafen bis zu 25 Jahren oder lebenslange Haft für Mord aus geschlechtsspezifischen Gründen vorsieht sowie klare Präventions- und Unterstützungspflichten für zuständige Behörden festlegt.
Rumänien übernimmt als größter Erdgasproduzent der Europäischen Union eine strategische Verantwortung und hat die Aufgabe, die Produktion zu steigern, um die Preise im Inland zu senken und die Region davor zu schützen, dass Energiepreise als Erpressungswaffe eingesetzt werden. Das erklärte die rumänische Außenministerin Oana Țoiu in Washington. Die Cgefdiplomatin hatte an einem Gespräch teilgenommen, das vom amerikanischen Think Tank Hudson Institute ausgerichtet wurde. „Unsere rumänischen Freunde erinnern uns ständig und zu Recht an die Bedeutung der Schwarzmeerregion. Die Arbeiten zur Umwandlung des Luftwaffenstützpunkts Mihail Kogălniceanu im Südosten Rumäniens in die größte derartige Anlage der NATO gehen weiter“, erklärte Joel Scanlon, geschäftsführender Vizepräsident des Hudson Institute. Laut Außenministerium erläuterte Oana Țoiu, wie der wirtschaftliche Erfolg Rumäniens, dessen Wirtschaft innerhalb einer Generation um das Zehnfache gewachsen ist, nun mit dem Bedürfnis nach Widerstandsfähigkeit des gesamten transatlantischen Blocks gekoppelt ist. Die Veranstaltung fand am Rande des ersten Ministertreffens zu kritischen Mineralien statt, das von US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident J.D. Vance ausgerichtet wurde.
Die Regierung in Bukarest wird in der kommenden Woche das dritte Paket finanz- und haushaltspolitischer Maßnahmen verabschieden, das anschließend durch die Vertrauensfrage im Parlament angenommen wird. Laut Premierminister Ilie Bolojan schafft die Umsetzung der dort enthaltenen Verwaltungsreform die notwendigen Voraussetzungen, um zur wirtschaftlichen Wiederbelebung überzugehen. Bei Gesprächen mit den Sozialpartnern sagte der Premierminister, dass eine Senkung des Haushaltsdefizits auf 6,2 Prozent und Investitionen in Höhe von 7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angepeilt werden. Das Inflationsziel laute 4 Prozent zum Jahresende. .
Rumänien hat 10 Prozent mehr Erdgas eingelagert als der Durchschnitt der Europäischen Union, wie aus den neuesten offiziellen Daten hervorgeht. Rumäniens Speicher sind zu 47 Prozent gefüllt, weit mehr als in Ländern wie Kroatien, Frankreich oder Deutschland. Nach Einschätzung von Fachleuten sollten die vorhandenen Reserven bis zum Frühling ausreichen. Unterdessen hat die Regierung beschlossen, dass der Erdgaspreis für die Bevölkerung und für Fernwärmekraftwerke nicht schon ab dem 1. April freigegeben wird, sondenr erst am 31. März 2027.
Nur noch bis Montag wird das berühmte Gemälde „La Blouse Roumaine“ von Henri Matisse im Nationalen Kunstmuseum Rumäniens in Bukarest ausgestellt – das teuerste Werk, das jemals im Land zu sehen war. Die Ausstellung, in der das Bild gezeigt wird, besteht aus über 320 Stücke aus Museumssammlungen im In- und Ausland, aus Privatsammlungen und von zeitgenössischen Künstlern. Laut Nationalem Kunstmuseum steht das Matisse-Bild am Ursprung des kommerziellen Erfolgs der rumänischen Bluse in der französischen und internationalen Modeindustrie. Diese Verwendungen, mitunter missbräuchlich als kulturelle Aneignung, werden in der Ausstellung punktuell präsentiert, um die beiden großen zusammenhängenden Ebenen der Rolle der rumänischen Bluse in der heutigen Vorstellungswelt aufzuzeigen. Das berühmte Gemälde „La Blouse Roumaine“, ikonisches Meisterwerk der universellen Moderne und Teil der ständigen Sammlung des Centre Pompidou in Paris, hat Frankreich zum ersten Mal verlassen und wurde ausnahmsweise für die Ausstellung in Rumänien ausgeliehen.
Sorana Cîrstea hat am am Samstag die 12 Jahre jüngere Britin Emma Răducanu mit 6:0 und 6:2 im Finale des Tennisturniers Transylvania Open WTA 250 in Cluj besiegt. Cîrstea gewann gegen die 23jährige Britin mit rumänischem Migrationshintergrund ihren vierten Titel nach Siegen in Taschkent, Istanbul und Cleveland. Sie ist die bestplatzierte rumänische Spielerin – 2026 ist ihrer letzte Saison als Profi. Das Transylvania Open gilt als wichtigstes Damentennis-Turnier Rumäniens und vereint Top-Spielerinnen aus der ganzen Welt.