Nachrichten 08.03.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom und Florin Lungu, 08.03.2026, 15:16
Der Krieg im Iran geht weiter, und die Botschaften beider Seiten deuten darauf hin, dass vorerst keine Seite zum Einlenken bereit ist. Die Lage in Teheran erscheint komplexer, da widersprüchliche Signale auf die Existenz mehrerer Fraktionen mit unterschiedlichen Visionen hindeuten. Sowohl die amerikanisch-israelischen Bombenangriffe auf den Iran, bei denen auch Teheran zu den Zielen gehörte, als auch die iranischen Angriffe auf Ziele im gesamten Nahen Osten dauern an. Die Golfstaaten meldeten am Sonntag eine neue Welle von Drohnen- und Raketenangriffen. Die kuwaitische Armee gab bekannt, dass eine Reihe feindlicher Drohnen Treibstoffdepots am internationalen Flughafen Kuwait angegriffen habe und Trümmerteile der abgefangenen Drohnen zivile Infrastruktur beschädigt hätten. Das saudische Verteidigungsministerium gab ebenfalls das Abfangen von mindestens 21 Drohnen bekannt. In Bahrain führte das Innenministerium einen Brand in einer Anlage im Hafen von Mina Salman auf „iranische Aggression“ zurück und fügte hinzu, dass die Rettungskräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt seien. In den Vereinigten Arabischen Emiraten erklärte die Nationale Notfall-, Krisen- und Katastrophenschutzbehörde, dass die Luftverteidigung auf eine „Raketenbedrohung“ reagiere.
Die Ölpreise sind inmitten des Krieges im Nahen Osten auf den höchsten Stand seit 2023 gestiegen. Sowohl Brent-Rohöl aus der Nordsee als auch US-Rohöl haben nach einem beispiellosen, rasanten Anstieg die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel überschritten. Der Energieminister von Katar schätzte, dass die Ölpreise 150 US-Dollar erreichen könnten, wenn der Krieg nicht schnell beendet wird. In Rumänien hat der Preisanstieg vor allem die Dieselpreise betroffen. In der Hauptstadt kostet ein Liter Standarddiesel mindestens 8,60 Lei. Standardbenzin wird weiterhin zu Preisen zwischen 8,20 Lei und 8,31 Lei pro Liter verkauft. Die Hälfte des Endpreises an der Zapfsäule besteht aus staatlichen Steuern, Verbrauchssteuern und Mehrwertsteuer. Energieminister Bogdan Ivan erklärte, die Regierung erwäge eine Senkung dieser Steuern, um zu verhindern, dass die Preise auf 10 Lei pro Liter steigen. Am stärksten von den steigenden Kraftstoffkosten betroffen seien Transportunternehmen und Landwirte, fügte der Minister hinzu. Der Staat könne jedoch nicht direkt durch eine Deckelung der Tarife eingreifen, da es dafür keine Rechtsgrundlage gebe.
Lehrer in Rumänien werden die Probeabiturprüfungen boykottieren, wie Marius Nistor, Vorsitzender des Lehrergewerkschaftsverbands „Spiru Haret“, bekannt gab. Laut Nistor sind die Lehrer unzufrieden mit den Sparmaßnahmen der Regierung und dem fehlenden Dialog mit den Behörden. Die Lehrer hätten sich in einem Referendum mehrheitlich gegen die Teilnahme an diesen Prüfungen ausgesprochen, betonte Nistor. Sollten die Probeabiturprüfungen nicht im ursprünglich angekündigten Zeitraum stattfinden, würden sie verschoben. Das Bildungsministerium erklärte hingegen, es verstehe die Beschwerden der Lehrkräfte und sei zuversichtlich, dass alle Beteiligten im besten Interesse der Schüler handeln würden. Die nationalen mündlichen Probeabiturprüfungen finden vom 16. bis 18. März statt, die schriftlichen Probeabiturprüfungen vom 23. bis 26. März.
Die Kriminalität ging 2025 landesweit im Vergleich zum Vorjahr um 11 % zurück und lag damit unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, wie Innenminister Cătălin Predoiu bei der Vorstellung des Jahresberichts des Innenministeriums bekannt gab. Laut Ministerium verstärkten die Behörden 2025 ihre Bemühungen zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität, insbesondere des Drogenhandels. Infolgedessen wurden mehrere kriminelle Banden zerschlagen und mehr als doppelt so viele gefährliche Drogen wie 2024 beschlagnahmt.
In zahlreichen Ländern weltweit wird am 8. März der Frauentag gefeiert, um ihren Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung zu würdigen. Auch in Rumänien wird der Internationale Frauentag mit öffentlichen Veranstaltungen und symbolischen Gesten der Anerkennung begangen. Seine Wurzeln liegen in den sozialen Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts, als Forderungen nach politischen Rechten und besseren Arbeitsbedingungen erstmals öffentlich und organisiert formuliert wurden. Die erste dokumentierte Feier fand in den Vereinigten Staaten unter dem Namen „National Woman’s Day“ statt und wurde auf Initiative der amerikanischen Sozialistischen Partei am 28. Februar 1909 organisiert.