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Drastische Präventionsmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus

Angesichts des starken Anstiegs der Coronavirus-Fälle in Europa ergreifen die Behörden in Bukarest drastische Präventionsmaßnahmen. Wer den Isolationsanforderungen nicht nachkommt, wird mit einer Geldstrafe in Höhe von 4.000 Euro belegt.

Drastische Präventionsmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus
Drastische Präventionsmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus

, 09.03.2020, 16:00

Die durch das neue Coronavirus entstandene Situation ist in Rumänien derzeit unter Kontrolle. Der Präsident der rumänischen Gesellschaft für Mikrobiologie Alexandru Rafila warnt jedoch davor, dass jedes Land ohne besondere Vorsicht mit der aktuellen Situation Italiens konfrontiert werden könnte. Seiner Meinung nach kann die Verbreitung des neuen Virus auf drei Arten erfolgen: durch Einreise, wie es derzeit in Rumänien der Fall ist, durch lokale Übertragung und durch Übertragung in der breiteren Gemeinschaft, wenn die Person, die das Virus verbreitet, keine Symptome zeigt und wenn die Behörden die Übertragung nicht mehr kontrollieren können. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Bürger selbst, abgesehen von den Zwangsma‎ßnahmen der Behörden, dessen bewusst werden, dass sie eine gro‎ße Verantwortung tragen und sich daher streng an die Empfehlungen der Behörden halten müssen.



In Bukarest werden bis Ende des Monats alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen in offenen oder geschlossenen Räumen, an denen mehr als 1.000 Menschen teilnehmen, verboten. Die Ma‎ßnahme ist im ganzen Land durchsetzbar und unterliegt weder Verhandlungen noch einer Ausnahmeregelung. Infolgedessen werden Fu‎ßballspiele ohne Zuschauer stattfinden und viele kulturelle Veranstaltungen wurden verschoben. Veranstaltungen, an denen weniger als 1.000 Personen teilnehmen, dürfen nur nach Genehmigung der örtlichen Gesundheitsbehörden stattfinden. Die Bukarester U-Bahn, die täglich von mehr als 600.000 Menschen benutzt wird, hat die Zahl der Züge erhöht, wodurch die Wartezeit verringert wird und die Wagen werden alle 12 Stunden desinfiziert. Au‎ßerdem sind in der U-Bahn und auf den Bahnsteigen Plakate mit Informationen über das neue Coronavirus und empfohlene Präventionsma‎ßnahmen zu finden.



Die Behörden haben den Rumänen, die im Ausland in den am stärksten vom Virus betroffenen Regionen leben, ebenfalls empfohlen, nicht nach Rumänien zurückzukehren. Der Staatssekretär im Innenministerium Raed Arafat erläutert: Wer sich in den betroffenen Regionen Europas befindet und nach Rumänien kommt, um seine Familie zu besuchen, geht das Risiko ein , das Virus auf diese Menschen zu übertragen und ihr Leben zu gefährden. Wir empfehlen daher, Reisen aus den am stärksten betroffenen Ländern nach Rumänien zu vermeiden.”



Darüber hinaus hat Rumänien beschlossen, alle Flüge von und nach Italien für zwei Wochen zu streichen, da in Italien die grö‎ßte rumänische Gemeinschaft im Ausland lebt. Der Innenminister Marcel Vela: Wir haben die Aussetzung der Flüge von Passagierfluggesellschaften von und nach Italien auf allen Flughäfen in Rumänien vom 9. März um 12 Uhr rumänischer Zeit bis zum 23. März um 12 Uhr rumänischer Zeit genehmigt.” Die Fluggesellschaften sind au‎ßerdem verpflichtet, Passagiere, die mit Zwischenlandungen aus Italien, China, Iran und Südkorea nach Rumänien reisen, darüber zu informieren, dass sie bei ihrer Ankunft in Rumänien unter Quarantäne gestellt werden, und ihnen eine Erklärung vorzulegen, die sie beim Einsteigen ausfüllen müssen. Wer aus diesen vier Ländern anders als mit dem Flugzeug Rumänien erreicht wird ebenfalls unter Quarantäne gestellt oder aufgefordert, sich zu Hause selbst zu isolieren. Wer den Isolationsanforderungen zur Verhinderung der Ausbreitung des neuen Coronavirus nicht nachkommt, wird mit einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 4.000 Euro in Lei belegt. Auch Personen, die in Rumänien ankommen und nicht genau angeben, aus welchem Land sie kommen, werden wegen falscher Angaben strafrechtlich verfolgt.



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