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Mehr Plätze in Krankenhäusern für Covid-19-Kranke

Die steigende Zahl der Coronavirusinfektionen hat dazu geführt, dass die Krankenhäuser in Rumänien, die Covid-19-Patienten behandeln, überfüllt sind und keine Plätze mehr auf den Intensivstationen haben.

Mehr Plätze in Krankenhäusern für Covid-19-Kranke
Mehr Plätze in Krankenhäusern für Covid-19-Kranke

, 16.10.2020, 15:37

Wie in den meisten europäischen Ländern ist auch in Rumänien die COVID-19-Pandemie seit einigen Wochen im Aufwärtstrend, und einige der Coronavirusinfizierten landen in ernstem Zustand auf der Intensivstation. Gegenwärtig sind in Rumänien nur 50% der Betten auf den Intensivstationen, d.h. etwas mehr als tausend, mit der notwendigen Ausrüstung für die Versorgung von Covid-19-Patienten ausgestattet, und die Behörden geben bekannt, dass fast alle Plätze besetzt sind.



Seit Anfang des Monats haben sich mehrere Krankenhäuser des Landes über diesen schwierigen Zustand beschwert. Etwa 10.000 Menschen, die mit dem neuen Coronavirus infiziert sind, werden derzeit in rumänischen Krankenhäusern hospitalisiert. Die Gesundheitsbehörden suchen nach Lösungen, um die Plätze in den Krankenhäusern zu ergänzen, damit die mit COVID-19 diagnostizierten Kranken behandelt werden können. Aufgrund der großen Zahl von Patienten haben die Behörden beschlossen, dass alle Kreis- und Gemeindekrankenhäuser des Landes, die derzeit keine Patienten mit SARS-CoV-2 behandeln, über eine Bettenreserve für Coronavirusinfizierte verfügen müssen, falls die Entwicklung der Pandemie dies zusätzlich erforderlich macht.



Nach Angaben des Gesundheitsministers Nelu Tătaru muss jedes Krankenhaus 10% der Betten auf der Intensivstation und 15% der übrigen Plätze für Coronavirusinfizierte bereit halten. Nelu Tătaru versicherte, dass dies nicht zur Entlassung eines anderen Patienten führen werde, der einen Krankenhausaufenthalt benötige. Parallel dazu bereitet man neue Regelungen im Umgang mit leichten Fällen, oder solchen, die keine Symptome einer Infektion mit dem neuen Coronavirus zeigen. Dazu sagte der Gesundheitsminister Nelu Tătaru Folgendes:



Im Moment haben wir eine Eilverordnung in Vorbereitung, laut der die weniger symptomatischen oder nicht symptomatischen Coronavirusinfizierte unter Aufsicht und Kontrolle des Hausarztes zu Hause bleiben. Die Abteilung für Notfallsituationen wird dann diese Patienten für zusätzliche Untersuchungen einplanen. Wenn die Symptome auftreten, werden die Coronavirusinfizierten ins Krankenhaus gebracht.



Ferner schliessen die Behörden nicht aus, dass in den am stärksten von der Epidemie betroffenen Gebieten strengere Restriktionen eingeführt werden müssen, so der Gesundheitsminister. Premierminister Ludovic Orban wiederum glaubt, dass der Anstieg der Zahl der COVID19–Fälle in 7 bis 10 Tagen gestoppt werden kann, nachdem die jüngsten Maßnahmen ergriffen wurden.



Diese Woche verzeichnete Rumänien einen Rekord nach dem anderen, sowohl was die Zahl der Infizierten als auch die Zahl der auf der Intensivstation befindlichen oder verstorbenen Patienten betrifft. Darüber hinaus gehört Rumänien zu den 17 Ländern von insgesamt 27 EU-Mitgliedsstaaten, die auf der neuen europäischen Epidemie-Risikokarte für COVID-19, die vom Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten veröffentlicht wurde, rot markiert sind.

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