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Nahostkonflikt: Keine direkte Bedrohung für Rumänien

Es bestehen keine direkten Bedrohungen für Rumänien seitens Irans, und die rumänischen Bürger können sich weiterhin sicher fühlen – versichert Außenministerin Oana Țoiu.

Ministrul de externe, Oana Ţoiu )sursă foto: mae.ro)
Ministrul de externe, Oana Ţoiu )sursă foto: mae.ro)

, 19.03.2026, 18:26

Der Konflikt im Nahen Osten dominiert derzeit klar die politische Agenda vieler Staats- und Regierungschefs weltweit, die sowohl die militärischen Auseinandersetzungen in der Region als auch deren wirtschaftliche Folgen im Blick haben.

Seitens Rumäniens wird Präsident Nicușor Dan an diesem Wochenende in Brüssel – nach einem Treffen mit dem Generalsekretär der Nordatlantischen Allianz, Mark Rutte – am Europäischen Rat sowie am Euro-Gipfel im erweiterten Format teilnehmen. Diese Zusammenkünfte sind unter anderem den Möglichkeiten gewidmet, wie die Europäische Union zur Verringerung der Spannungen und zur Stabilisierung der Lage im Nahen Osten beitragen kann. Weitere wichtige Themen sind die Auswirkungen des Konflikts auf die Weltwirtschaft, die Inflation, die Energiepreise und die Handelsströme sowie die Notwendigkeit, europäische Bürger, einschließlich rumänischer Staatsbürger, in der Region zu schützen.

Unterdessen erklärte in Bukarest Außenministerin Oana Țoiu, dass die rumänische Botschafterin in Teheran nach der Eskalation des Konflikts ins Land zurückgeholt worden sei. Gleichzeitig befinde sich weiterhin diplomatisches Personal im Iran, um die dortigen rumänischen Bürger zu unterstützen.
Die Außenministerin bekräftigte zudem, dass es keine direkten Bedrohungen für Rumänien seitens Irans gebe und dass sich die rumänischen Bürger weiterhin sicher fühlen könnten. „Das Gespräch zwischen der Presse und dem Sprecher des iranischen Außenministeriums enthielt keine Hinweise auf militärische Vergeltungsmaßnahmen. Es bezog sich ausdrücklich auf politische und rechtliche Konsequenzen, was bedeutet, dass die Diskussion im Rahmen der Vereinten Nationen fortgesetzt wird“, erklärte Oana Țoiu.
Zu Beginn der Woche hatte Teheran gewarnt, Rumänien könnte politisch und rechtlich zur Verantwortung gezogen werden, nachdem es den Vereinigten Staaten erlaubt hatte, militärische Einrichtungen auf seinem Staatsgebiet für Operationen im Nahen Osten zu nutzen.

Rumänien ist jedoch nicht Teil dieses Konflikts und hat sich von Beginn an für dessen Deeskalation eingesetzt, betonte die Diplomatie in Bukarest. Gleichzeitig wurde hervorgehoben, dass das amerikanische Raketenabwehrsystem in Deveselu (im Süden des Landes) ausschließlich defensiven Charakter hat, weshalb die Vereinigten Staaten dieses rechtmäßig nutzen können.

„In den letzten Tagen haben wir gemeinsam mit den Vereinigten Staaten unsere Verteidigungsfähigkeiten gestärkt. Rumänien verfügt seit 2016 zusammen mit den Vereinigten Staaten über ein Raketenabwehrsystem in Deveselu und wir werden weiterhin Zugang für nicht-kinetische Ausrüstung gewähren. Es ist wichtig, dass wir, wenn wir strategische Partnerschaften haben – und Rumänien und die Vereinigten Staaten verfügen seit langem über eine solche Partnerschaft –, bei ausschließlich defensiven Fähigkeiten diese auch nutzen“, fügte Oana Țoiu hinzu.

Auch Verteidigungsminister Radu Miruță erklärte, dass sich der Sprecher des iranischen Außenministeriums auf rechtliche und politische Vergeltungsmaßnahmen bezogen habe und nicht auf militärische. Hinsichtlich eines militärischen Risikos gebe es bislang keinerlei entsprechende Informationen, so der rumänische Minister.

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