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Präsident Dan: „Ich bin zutiefst besorgt über Eskalation zwischen transatlantischen Bündnispartnern“

Für erhebliche Spannungen zwischen den USA und der Europäischen Union sorgt derzeit die Absicht von US-Präsident Donald Trump, Grönland zu übernehmen – trotz der klaren Ablehnung durch Dänemark, dem die weitgehend autonome arktische Insel angehört, sowie durch weitere europäische Staaten.

Präsident Dan: „Ich bin zutiefst besorgt über Eskalation zwischen transatlantischen Bündnispartnern“
Präsident Dan: „Ich bin zutiefst besorgt über Eskalation zwischen transatlantischen Bündnispartnern“

und , 19.01.2026, 13:13

Die Differenzen verschärften sich, nachdem Trump am Samstag mehreren Ländern – darunter Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und Finnland – mit zusätzlichen Zöllen gedroht hatte, solange kein „vollständiges und endgültiges Abkommen über den Verkauf Grönlands“ zustande komme. Nach Angaben Trumps soll ein Aufschlag von zunächst zehn Prozent ab dem 1. Februar in Kraft treten und bis zum 1. Juni auf bis zu 25 Prozent steigen.

Die europäischen Staaten prüfen inzwischen mögliche Gegenmaßnahmen. Die EU-Spitzen kündigten für Donnerstag einen außerordentlichen Gipfel an, bei dem über eigene Zölle beraten werden soll, falls Washington seine Drohungen umsetzt. Brüssel erwägt, Strafzölle im Umfang von bis zu 93 Milliarden Euro gegen die Vereinigten Staaten zu verhängen oder den Zugang amerikanischer Unternehmen zum europäischen Binnenmarkt einzuschränken. Diese Optionen sollen der EU Verhandlungsspielraum bei den Gesprächen mit dem US-Präsidenten in dieser Woche in Davos verschaffen, wo die Union auf einen Kompromiss hofft.

Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan zeigte sich besorgt über die Eskalation der öffentlichen Wortmeldungen zwischen transatlantischen Partnern und Verbündeten. „Ich bin zutiefst besorgt über die Eskalation der öffentlichen Erklärungen zwischen transatlantischen Partnern und Verbündeten im Zusammenhang mit den jüngsten Entwicklungen. Wir müssen den Dialog auf den entsprechenden diplomatischen Ebenen wieder aufnehmen“, heißt es in der offiziellen Verlautbarung des Präsidialamtes.

Am selben Tag erhielt der rumänische Präsident ein Schreiben von Donald Trump, in dem dieser Rumänien offiziell einlädt, Mitglied des von ihm initiierten sogenannten „Friedensrats“ zu werden. Laut einer von Reuters eingesehenen Kopie des Briefes und eines Entwurfs der Satzung soll das Gremium auf Lebenszeit von Donald Trump geleitet werden. Seine Arbeit soll mit dem Konflikt im Gazastreifen beginnen und anschließend auf weitere internationale Konflikte ausgeweitet werden. Die Mitgliedstaaten sollen auf Mandate von jeweils drei Jahren begrenzt sein – es sei denn, sie zahlen jeweils eine Milliarde US-Dollar zur Finanzierung der Aktivitäten des Rates und erhalten dafür einen dauerhaften Sitz.

Insgesamt sollen 60 Staaten entsprechende Schreiben erhalten haben. Die Reaktionen der Regierungen fallen überwiegend zurückhaltend aus. Viele äußern die Sorge, das Vorhaben könne die Arbeit der Vereinten Nationen untergraben. Auch israelische Vertreter äußerten Bedenken hinsichtlich der Zusammensetzung des Friedensrates und kritisierten, dass Israel in die Ausarbeitung der Struktur nicht einbezogen worden sei. Palästinensische Vertreter wiederum beklagten das Fehlen eigener Repräsentanten.

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