Rumänische Feuerwehrleute bei internationalen Einsätzen beteiligt
Rumänische Feuerwehrleute waren zwei Wochen lang in Serbien im Einsatz – am Samstag sind sie nach Rumänien zurückgekehrt. Gemeinsam mit ihren serbischen Kollegen bekämpften sie dort großflächige Vegetationsbrände, die ganze Gemeinden bedrohten.
Sorin Iordan und Sorin Georgescu, 07.09.2026, 15:27
Bukarest hatte für den Einsatz in Serbien ein Bodenteam mit 69 Feuerwehrleuten und 15 Fahrzeugen und technischen Geräten entsandt. Außerdem kam ein Black-Hawk-Hubschrauber vom Typ S-70M zum Einsatz. Er gehört zur sogenannten europäischen RescEU-Reserve, die von Rumänien beherbergt und vom Generalinspektorat für Luftfahrt des Innenministeriums betrieben wird. Der Hubschrauber beteiligte sich aus der Luft an den Löscharbeiten und unterstützte die Einsatzkräfte am Boden. Damit trug er dazu bei, die weitere Ausbreitung der Brände in den betroffenen Gebieten einzudämmen.
Das rumänische Generalinspektorat für Notfallsituationen erklärte: „Es waren zwei intensive Wochen mit komplexen Einsätzen, vielen Arbeitsstunden und schwierigen Bedingungen im Gelände, aber auch mit neuen Erfahrungen.“ Während der Einsätze arbeiteten die rumänischen Feuerwehrleute in gemischten Teams mit Kollegen aus Serbien und Deutschland zusammen. Der Einsatz in Serbien erfolgte über den Katastrophenschutz-Mechanismus der Europäischen Union – auf Bitte der Behörden in Belgrad um internationale Unterstützung.
Die extreme Dürre, die in diesem Jahr erneut weite Teile Europas ausgetrocknet hat, führte auch in Griechenland zu schweren Wald- und Vegetationsbränden. In der vergangenen Woche traf dort ein neues Kontingent mit 40 rumänischen Feuerwehrleuten ein. Sie lösten ihre Kollegen ab, die in den vergangenen beiden Augustwochen in den besonders gefährdeten Gebieten im Einsatz waren. In dieser Zeit beteiligten sich die rumänischen Feuerwehrleute unter der Koordination der griechischen Behörden an verschiedenen Einsätzen sowie an Schulungen und gemeinsamen Übungen mit griechischen Feuerwehrleuten und französischen Partnern. Außerdem erkundeten sie das Einsatzgebiet, um sich mit den örtlichen Gegebenheiten und den spezifischen Gefahren vertraut zu machen, teilte das rumänische Generalinspektorat für Notfallsituationen mit.
Das neue Kontingent setzt den Einsatz mit umfangreicher Technik fort: Dazu gehören zwei Löschfahrzeuge für Waldbrände mit einem Fassungsvermögen von 3.000 und 5.000 Litern, ein weiteres Löschfahrzeug mit einer Kapazität von 10.000 Litern, ein Tankfahrzeug mit 30.000 Litern Fassungsvermögen sowie ein Einsatzleit- und Ersteingriffsfahrzeug mit einer Drohne. Hinzu kommen ein Funkfahrzeug für Kurzwellenkommunikation, ein Kleinbus, ein Lastwagen mit Container sowie ein geländegängiges Nutzfahrzeug mit Ausrüstung zur Brandbekämpfung. Es ist bereits das dritte Kontingent rumänischer Feuerwehrleute, das in diesem Sommer in Griechenland im Einsatz ist. Zum sechsten Mal in Folge kommt Rumänien damit einer Hilfsanfrage aus Athen nach.
In diesem Jahr waren rumänische Einsatzkräfte außerdem bei einem internationalen Einsatz in Südfrankreich zugegen, um die örtlichen Behörden bei der Bekämpfung von Vegetationsbränden zu unterstützen. Für ihre Professionalität unter extremen Bedingungen wurden sie sowohl auf europäischer Ebene als auch von französischer Seite gewürdigt.