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Studentenproteste zum Start des Unijahres in Rumänien

In Rumänien hat das neue Universitätsjahr turbulent begonnen: Parallel zu den feierlichen Eröffnungen der Hochschulen protestierten Studierende landesweit gegen Sparmaßnahmen der Regierung. Es geht um gekürzte Stipendien, gestrichene Vergünstigungen und schlechte Studienbedingungen.

Foto: pixabay com@marcela net
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und , 30.09.2025, 14:43

Das neue Universitätsjahr in Rumänien hat mit Studentenprotesten begonnen – in Bukarest und fast allen Hochschulzentren des Landes, parallel zu den feierlichen Eröffnungszeremonien. Die Studierenden kritisieren die Sparmaßnahmen der Regierung, vor allem die Kürzung des Stipendienfonds, zeigen sich aber auch unzufrieden mit den Studienbedingungen.

Die Nationale Allianz der Studentenorganisationen in Rumänien rief die gesamte Studentengemeinschaft auf, gleich zu Beginn des Studienjahres auf die Straße zu gehen – als Reaktion auf neue steuer- und haushaltspolitische Regelungen, die, so die Allianz, die Qualität der Ausbildung beeinträchtigen und den Zugang zur Bildung einschränken.

In einer Mitteilung betonte die Organisation, sie habe von Anfang an scharf kritisiert, dass die Regierung diese Sparmaßnahmen ohne Rücksprache mit den Betroffenen beschlossen habe – ohne Studierende, Lehrkräfte oder Schüler einzubeziehen – und dass sie alle bisherigen Aktionen der Studierenden ignoriert habe. Die Kürzungen bei der Bahnvergünstigung und im Stipendienfonds seien nur minimal für die Senkung des Haushaltsdefizits, stellten aber einen direkten Angriff auf die Grundbedürfnisse der Studierenden dar. Das Recht auf Bildung sei in der Verfassung garantiert, so die Allianz.

Nach Ansicht der Studentenorganisation haben die Streichungen bei Transportvergünstigungen und Stipendien insbesondere für sozial und wirtschaftlich benachteiligte Studierende gravierende Folgen. „Sparen bei der Bildung ist kein Sparen, weil jeder Euro für die Bildung eine Investition ist. Ich bin heute hier, um meine Solidarität mit meinen Kollegen, meinen Freunden und allen Menschen zu zeigen, die einen gerechten Zugang zur Bildung haben müssen – die sich aber inzwischen kaum noch den vermeintlichen Luxus leisten können, zur Schule, ins Gymnasium oder an die Universität zu gehen und dort zu lernen“, erklärte ein Student bei einer Protestaktion in Bukarest.

Der Bildungs- und Forschungsminister Daniel David sprach seinerseits von 2025 als „wahrscheinlich dem schwierigsten und gefährlichsten Jahr für das Land seit der Revolution von 1989“ – angesichts politischer, wirtschaftlicher und internationaler Krisen. Er betonte, das Bildungssystem sei nur dank der haushaltspolitischen Maßnahmen der Regierung vor einem Stillstand bewahrt worden.

In einem Rechenschaftsbericht, der auch auf die Kritik der Studenten an den Stipendien eingeht, stellte der Minister klar: Die Neudimensionierung der Stipendien gefährde das Bildungssystem nicht dauerhaft. Schon im vergangenen Schuljahr habe das System mit einem wesentlich kleineren Budget ohne Blockaden funktioniert. Für die Zukunft wolle er ein größeres, aber besser geplantes Stipendienbudget. Nach Überwindung der Haushaltskrise müssten wieder höhere Mittel für Studierende bereitgestellt und eine angemessene Zahl von Leistungsstipendien für Olympiadengewinner eingeführt werden, so der Bildungsminister.

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