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Wie umgehen mit Trumps Privat-UNO?

Präsident Nicușor Dan ist zur ersten Sitzung des Friedensrates eingeladen worden, eines von US-Präsident Donald Trump initiierten und geförderten Forums. Zu dem Treffen, das am 19. Februar in Washington stattfinden soll, hat bereits der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán seine Teilnahme angekündigt, ein enger Verbündeter des amerikanischen Präsidenten. Ungarn gehört zudem zu den Staaten, die dem von den USA geführten Rat bereits beigetreten sind.

Nicuşor Dan (Foto: presidency.ro)
Nicuşor Dan (Foto: presidency.ro)

, 09.02.2026, 23:19

Rumänien hat offiziell eine Einladung erhalten, sich Ländern wie Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten, der Türkei, Indonesien, Pakistan oder Katar anzuschließen. Nach Eingang der Einladung habe man Gespräche mit der US-Regierung aufgenommen, um die Vereinbarkeit der Charta des Friedensrates mit den bereits eingegangenen internationalen Verpflichtungen Rumäniens zu klären, hieß es.

„Die Entscheidung über eine Teilnahme wird nach Gesprächen mit den amerikanischen Partnern über das Format des Treffens für Länder wie Rumänien getroffen, die derzeit keine Mitglieder des Rates sind, aber unter der Voraussetzung einer Überarbeitung der Charta beitreten möchten“, erklärte Nicușor Dan.

Die Entscheidung hängt jedoch nicht nur von technischen, sondern auch von finanziellen Fragen ab, da eine ständige Mitgliedschaft im Friedensrat mit erheblichen Kosten verbunden ist – in Höhe von einer Milliarde Dollar. Darüber hinaus haben Positionen der Vereinigten Staaten zu zentralen Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik traditionelle Verbündete der USA dazu veranlasst, die Einladung abzulehnen – darunter die Relativierung der Rolle der NATO-Staaten im Afghanistan-Krieg, die Zurückhaltung bei der eindeutigen Unterstützung der Ukraine gegen die russische Aggression sowie territoriale Ansprüche Washingtons auf Grönland, das zu Dänemark gehört.

Großbritannien hat angekündigt, vorerst nicht beizutreten, und zwar wegen der Sorge über eine mögliche Beteiligung Russlands. Frankreich teilte mit, man beabsichtige „in dieser Phase“ keinen Beitritt und warnte davor, dass dem Rat Befugnisse übertragen werden könnten, die bestehende Mechanismen der Vereinten Nationen untergraben würden. Ihnen schlossen sich Norwegen, Schweden und zuletzt Neuseeland an, die argumentierten, die Initiative stehe im Widerspruch zum Völkerrecht und zu den etablierten multilateralen Rahmenwerken.

Vor wenigen Tagen schloss auch der italienische Außenminister Antonio Tajani eine Teilnahme seines Landes endgültig aus. Die italienische Verfassung, so Tajani, erlaube keinen Beitritt zu einer Organisation, die von einem einzigen Staatsoberhaupt geführt werde. Den Vorsitz des Friedensrates wird Donald Trump übernehmen, ausgestattet mit exekutiven Befugnissen.

Der Friedensrat war ursprünglich für den Wiederaufbau des Gazastreifens konzipiert worden. Bei seiner Vorstellung am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos erklärte der US-Präsident jedoch, das internationale Gremium solle auch andere globale Konflikte verwalten. Gerade dieser Ansatz führt dazu, dass einflussreiche Staaten eine Teilnahme ablehnen – aus Sorge, die Struktur sei nichts anderes als „ein privater Klub“ und ein Versuch des amerikanischen Präsidenten, die Vereinten Nationen zu ersetzen, die er bereits in seiner ersten Amtszeit scharf kritisiert hatte.

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