Nachrichten 03.02.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom und Sorin Georgescu, 03.02.2026, 17:21
Besuch – Rumäniens Außenministerin Oana Ţoiu beginnt einen dreitägigen Arbeitsbesuch in Washington. Auf Einladung von US-Außenminister Marco Rubio nimmt sie am Mittwoch an der ersten Ministerkonferenz zu kritischen Mineralien teil. Ziel ist es, die Zusammenarbeit für sichere und diversifizierte Lieferketten bilateral sowie zwischen der EU und den USA zu stärken. Später sollen auf Regierungsebene konkrete Handelspartnerschaften vorbereitet werden. Rumänien will sich dabei als wichtiger europäischer Akteur im Bereich seltener Mineralien positionieren.
Parallel dazu hält sich Gesundheitsminister Alexandru Rogobete zu einem dreitägigen offiziellen Besuch in Israel auf. Die Reise ist Teil der Bemühungen, internationale Kooperationen auszubauen und bewährte Praktiken für die Entwicklung und Digitalisierung des Gesundheitssystems zu übernehmen.
Liberale – In Bukarest hat das Nationale Politische Büro der Liberalen Partei (PNL) dem Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten Ilie Bolojan das Vertrauen ausgesprochen. Gemeinsam mit Finanzminister Alexandru Nazare stellte er Eckpunkte eines Konjunkturpakets vor. Vorgesehen sind eine Neuausrichtung der staatlichen Beihilfen sowie steuerliche Maßnahmen für Kleinstunternehmen und die Wirtschaft insgesamt. Geplant sind sieben Förderprogramme, unter anderem für Rohstoffe, Forschung, neue Technologien und die Rüstungsindustrie. Der Koalitionspartner PSD drängt seit Monaten auf rasche wirtschaftliche Unterstützungsmaßnahmen.
Wirtschaft – Ohne den nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplan wäre das Wirtschaftswachstum Rumäniens zwischen 2022 und 2024 um 1,2 Prozentpunkte geringer ausgefallen. Das zeigt eine Studie der Nationalbank. EU-Mittel hätten die Folgen der Pandemie abgefedert und die Erholung unterstützt. Verzögerungen bei Reformen und Investitionen führten jedoch zu Anpassungen des Plans. Bis Ende November hatte Rumänien rund 21 Milliarden Euro aus den neu verhandelten Mitteln abgerufen.
Femizid – Der rumänische Senat hat ein Gesetz zur Verhinderung und Bekämpfung von Femizid und vorangehender Gewalt mit großer Mehrheit verabschiedet. Im vergangenen Jahr wurden fast 60 Frauen getötet, meist im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. Das Gesetz sieht höhere Strafen vor, wenn Taten in Anwesenheit von Minderjährigen oder in der Öffentlichkeit begangen werden. Betroffene Kinder gelten künftig als direkte Opfer und erhalten sofortigen Schutz. Demnächst befasst sich die Abgeordnetenkammer mit dem Gesetz.
Verfassungsgericht – Zwei liberale Abgeordnete haben einen Gesetzentwurf zur Änderung der Regeln für das Verfassungsgericht eingebracht. Ziel sei es, die Arbeitsfähigkeit zu stärken, nicht die Unabhängigkeit der Richter einzuschränken. Vorgesehen sind unter anderem eine klare Teilnahmepflicht an Plenarsitzungen und Sanktionen bei unbegründetem Fernbleiben. Hintergrund sind Vorwürfe von Interessenkonflikten und Verzögerungen in der Vergangenheit.
Ehrung – Die in Rumänien geborene Mikrobiologin Agnes Ullmann wird an der Pariser Eiffel-Tower-Galerie geehrt. Ihr Name wird zusammen mit 71 weiteren Forscherinnen auf einer neuen Friese angebracht. Sie ergänzen die Namen von 72 Männern, die Frankreich zwischen 1789 und 1889 geprägt haben. Ullmann wurde 1927 in einer ungarisch-jüdischen Familie im nordrumänischen Sathmar geboren und verstarb 2019 in Paris. Sie leistete bedeutende Beiträge zur Entwicklung der Molekularbiologie.
Wetter – Nach einem eisigen Morgen steigen die Temperaturen in weiten Teilen Rumäniens wieder leicht an. Außerhalb des Karpatenbogens bleibt es jedoch sehr kalt. Der Himmel ist zeitweise bewölkt, Niederschläge sind meist gering: Schnee fällt in den Bergen, Regen vor allem im Westen. Die Höchstwerte liegen zwischen minus 9 und plus 8 Grad. In Bukarest wurde gegen Mittag minus 1 Grad bei strahlender Sonne gemessen.