Nachrichten 04.03.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 04.03.2026, 19:09
Die Vereinigten Staaten haben seit Beginn des Krieges mit Iran nahezu 2.000 Ziele angegriffen. Das teilte ein ranghoher Vertreter der US-Armee mit. Er betonte, die Angriffe in den ersten 24 Stunden seien „doppelt so umfangreich“ gewesen wie jene zu Beginn der Invasion im Irak im Jahr 2003, berichtet AFP. Auch die israelische Armee meldete Angriffe auf Dutzende Ziele im Iran, darunter Kommandozentralen in Teheran. Das geht aus einer von AFP zitierten Mitteilung hervor. In Israel heulten am Mittwochmorgen vor dem Start mehrerer Raketen die Luftschutzsirenen. Verletzte wurden nach Angaben der Rettungsdienste nicht gemeldet. Eines der Hauptziele der am Samstag von US-amerikanischen und israelischen Streitkräften gestarteten Operation sind Irans Raketenabschussrampen sowie Produktionsstätten für Raketen. Ein Problem für die Verbündeten besteht jedoch darin, dass viele iranische Anlagen in stark gesicherten Bunkern untergebracht sind. Ein Teil dieser Einrichtungen wurde laut „The New York Times“ mit speziellen 1.000-Kilogramm-Bomben angegriffen. CNN berichtet unterdessen, der US-Auslandsgeheimdienst CIA habe begonnen, mit führenden kurdischen Oppositionsgruppen im Iran zusammenzuarbeiten. Diese bereiteten Bodenoperationen gegen das Regime vor, an denen tausende Kämpfer beteiligt sein sollen. Der Iran setzte seinerseits seine Angriffe im Nahen Osten fort. Getroffen wurden unter anderem das US-Konsulat in Dubai, ein amerikanischer Stützpunkt in Katar – der größte der USA in der Region – sowie ein CIA-Standort in Saudi-Arabien. Am Mittwoch teilte zudem das türkische Verteidigungsministerium mit, eine aus dem Iran gestartete Rakete auf dem Weg in den türkischen Luftraum sei von in der östlichen Mittelmeerregion stationierten NATO-Abwehrsystemen zerstört worden. Die Nordatlantische Allianz verurteilte den Angriff.
Der Präsident Rumäniens, Nicuşor Dan, wird am Donnerstag auf Einladung seines polnischen Amtskollegen, Karol Nawrocki, zu einem Besuch nach Warschau reisen. Nach Angaben der Präsidialverwaltung wird das rumänische Staatsoberhaupt bei dieser Gelegenheit auch mit Ministerpräsident Donald Tusk sowie weiteren polnischen Vertretern zusammentreffen. Zudem nimmt Nicuşor Dan an einer Wirtschaftsveranstaltung teil, die von der Polnisch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer organisiert wird. Im Mittelpunkt des Besuchs steht die Weiterentwicklung der strategischen Partnerschaft zwischen Rumänien und der Republik Polen sowie eine engere Zusammenarbeit auf europäischer und bündnispolitischer Ebene. Wie die Präsidialverwaltung mitteilt, sollen die Prioritäten der bilateralen Agenda und zentrale Projekte der strategischen Partnerschaft erörtert werden – mit besonderem Augenmerk auf den Ausbau von Handel und Investitionen. Ein weiteres zentrales Thema der Gespräche ist die europäische Sicherheit. Hintergrund sind die Risiken infolge der Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine sowie die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten. Die Unterredungen werden sich daher auf die Zusammenarbeit Rumäniens und Polens zur Wahrung der europäischen und transatlantischen Solidarität konzentrieren. Oberstes Ziel ist die Stärkung der Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit an der Ostflanke der NATO.
29 Flüge von und nach Ägypten, Israel, Dubai, Katar, Libanon und Zypern sind am Mittwoch infolge der Ereignisse im Nahen Osten gestrichen worden. Das teilte die Nationale Gesellschaft „Flughäfen Bukarest“ mit. Betroffen sind 14 Abflüge und 15 Ankünfte. Unterdessen ist für Mittwoch ein unterstützter Rückführungsflug von Ägypten nach Rumänien geplant. An Bord der Maschine befinden sich 174 Passagiere – rumänische Staatsbürger sowie zwei moldauische Staatsangehörige, die in Israel um Hilfe ersucht hatten. Das gab das Außenministerium in Bukarest bekannt. Das Außenministerium teilte außerdem mit, dass zwei von FlyDubai durchgeführte Flüge für Mittwochabend beziehungsweise Donnerstagmorgen von Dubai nach Bukarest vorgesehen sind. Wie das Ministerium weiter erklärte, werden die Bemühungen zur Unterstützung der sich in der Region aufhaltenden rumänischen Staatsbürger fortgesetzt. Nach Angaben des Außenministeriums haben mehr als 3.000 rumänische Bürger in Ländern der Golfregion konkret um Hilfe bei der Repatriierung gebeten.
Der Präsident Rumäniens, Nicuşor Dan, hat am Dienstag den designierten Botschafter der Vereinigten Staaten, Darryl Nirenberg, zur Überreichung seines Beglaubigungsschreibens empfangen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand das gemeinsame Engagement beider Seiten, die strategische Partnerschaft zwischen Rumänien und den Vereinigten Staaten auszubauen und weiter zu vertiefen. Ebenfalls am Dienstag empfing das rumänische Staatsoberhaupt den designierten Botschafter der Republik Moldau, Mihai Mîţu. Nicuşor Dan versicherte ihm, dass Rumänien seine substanzielle bilaterale Unterstützung auf allen relevanten Ebenen fortsetzen werde.