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Corneliu Coposu: 20 Jahre nach seinem Tod

In Rumänien und im Ausland wurde dem ehemaligen Leiter der Nationalen Christdemokratischen Bauernpartei Corneliu Coposu geehrt.

Corneliu Coposu: 20 Jahre nach seinem Tod
Corneliu Coposu: 20 Jahre nach seinem Tod

, 11.11.2015, 17:06

Die Rumänen können leider unter den heutigen Politikern keine moralische Werte finden. Gleichzeitig aber rühmt sich Rumänien mit emblematischen Persönlichkeiten wie Corneliu Coposu. Er wurde 1914 in einer Familie, die für die Rechte der Rumänen in Siebenbürgen kämpfte, geboren. Siebenbürgen war damals unter österreichisch-ungarischer Herrschaft. Corneliu Coposu entwicklete sich als Person in einem königlichen demokratischen Rumänien nach dem Ersten Weltkrieg. Er war Jura-Absolvent, Journalist und Athletiker. Coposu wurde zur rechten Hand des ehemaligen Premierministers und Leiter der Nationalen Bauernpartei Iuliu Maniu, ein authentischer Demokrat, ein Gegener des deutschen Nazismus und des russischen Bolschewismus. Die Treue gegenüber Maniu und den demokratischen Prinzipien haben dazu beigetragen, dass Corneliu Coposu ein Ziel der politischen Polizei der kommunistischen Diktatur, der Securitate, wird. Coposu wurde 1947 verhaftet und blieb 17 Jahre hinter den Gittern. Die Kommunisten haben 1964 die politischen Häftlinge freigelassen, weil sie fest überzeugt waren, dass ihr Regime konsolidiert war. Sie versuchten ihr Image in Rumänien und im Westen zu verbessern. Coposu blieb weiter unter der Lupe der Securitate.



Nach der Wende im Dezember 1989 hat er Manius Partei wiedergegründet, die der Christlich Demokratischen Internationale und der Europäischen Volkspartei affiliiert wurde. In der postkommunistischen Atmosphäre, als der linksgerichtete Führer der Revolution Ion Iliescu bei den ersten Präsidentschaftswahlen zum rumänischen Präsidenten gewählt wurde, wurde die Nationale Christdemokratische Bauernpartei PNŢCD von antirumänischen Kräften getroffen. Die sogenannten Mineriade, das Regim, das auf Korruption, auf Banditismus fußte, sind nur zwei Beipiele, erklärte ein Freund von Coposu.



Der Chef der Christdemokraten hat sein Glaubensbekenntnis nicht aufgegeben. Er blieb ein Royalist, ein Antikommunist, ein Prowestlicher, ein Vorkämpfer für die Wiedervereinigung der Republik Moldau mit Rumänien. Einer der Verehrer von Coposu sagte vor kurzem, der Patriotismus sei eine diskrete Vaterlandsliebe, die Bereitschaft dich für das Vaterland zu opfern. Coposu war ein sensibler christlicher Dichter, hatte Humor, war ebenfalls Fan der nationalen Fußballmannschaft, war der Sohn eines griechisch-katholischen Priesters, der aber von christlich-orthodoxen Freunden umgeben war. Coposu war der Chef der Nationalen Christdemokratischen Bauernpartei, sowie der Leiter der Demokratischen Konvention in der Opposition. Er starb am 11. November 1995 an Lungenkrebs. Die riesige kollektive Emotion, die von seinem Tod verursacht wurde, brachte der Demokratischen Konvention Rumäniens ein Jahr später den Wahlsieg. Corneliu Coposu wurde zum moralischen Präsidenten Rumäniens, so wie die Medien ihn damals nannten.


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