Rumänien beim Pariser Buchfestival
Rumänien war beim wichtigsten internationalen Buchfestival in Paris vertreten.
Mihai Pelin und Florin Lungu, 20.04.2026, 14:30
Das Motto des rumänischen Beitrags auf dem renommierten Festival lautete „Rumänien, jenseits der Grenzen / Ein noch zu entdeckendes Gebiet“ und lud die Leser ein, Autoren und Werke der zeitgenössischen Literatur zu entdecken oder wiederzuentdecken. Tausende Buchtitel, 450 Verlage, über 1.200 Autoren aus 14 Ländern – all dies vereinte sich im Zeichen kultureller Vielfalt. Das diesjährige Motto des Buchfestivals lautete „Reise“: literarisch, innerlich, geografisch, und darüber hinaus wurden Themen wie Migration, Exil und Sinneserfahrungen behandelt. Ehrengast der Ausgabe war der Comic, ein in Frankreich und darüber hinaus beliebtes Buchformat, das mittlerweile die unterschiedlichsten literarischen Genres und gesellschaftlichen Themen umfasst.
Am rumänischen Stand konnten Besucher die neuesten französischsprachigen Ausgaben von Werken rumänischer Schriftsteller erwerben, von Romanen und Gedichten bis hin zu Kunst- und Fotobänden. Zur Auswahl standen 60 ins Französische übersetzte Titel rumänischer Autoren, die von Verlagen in Frankreich und der Schweiz veröffentlicht wurden, sowie zahlreiche weitere rumänische Titel rumänischer Verlage. Viele Autoren waren am rumänischen Stand anwesend, um ihre Werke zu ehren. Einige von ihnen wurden auch zu den Podiumsdiskussionen auf den Hauptbühnen des Festivals sowie zu den Veranstaltungen im Rumänischen Kulturinstitut in Paris und in den rumänischen und moldauischen Botschaften in Frankreich eingeladen. Unter ihnen waren Mircea Cărtărescu, Gabriela Adameșteanu, Matei Vişniec, Daniela Raţiu, Bogdan Alexandru Stănescu und Doina Lemny.
Die diesjährige Ausgabe des Festivals hielt eine große Überraschung für Buchliebhaber bereit: den Kulinarischen Freitagabend. Hier trafen Literatur und die Kunst des Tischdeckens und Servierens aufeinander, um ein einzigartiges Erlebnis zu bieten, das Aromen und Geschichten aus aller Welt vereinte. Die große Neuheit dieser Veranstaltung war der kulinarische Abend am Freitag – eine Gelegenheit für die Rumänin Ecaterina Paraschiv, Inhaberin des Pariser Restaurants Ibrik, die Besucher einzuladen, ihren berühmten Apfel-Zimt-Strudel zu probieren. Sie präsentierte außerdem ihre beiden veröffentlichten Bände mit Rezepten vom Balkan sowie 100 Rezepten von Bukarest bis Istanbul. Das 1981 ins Leben gerufene Pariser Buchfestival ist die wichtigste internationale Veranstaltung dieser Art in Frankreich und eine der größten weltweit.