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Rumäniens Haushaltsminister Liviu Voinea berichtet über die rumänische Wirtschaft

Rumänien wird nach 2015 kein weiteres Abkommen mit dem IWF unterzeichnen. Das hat Liviu Voinea, Rumäniens delegierter Minister für den Haushalt, erklärt. In einem Interview für Radio Rumänien hat er über die rumänische Wirtschaft gesprochen.

, 20.05.2014, 15:20

Die Ratingagentur Standard & Poors hat letzte Woche das Rating Rumäniens von BB plus auf BBB minus, um zwei Stufen, verbessert. Andere zwei grosse Ratingagenturen hatten schon das Rating Rumänien verbessert. Infolge dieser Entscheidung wäre Rumänien jetzt attraktiver für Investoren, meinte Liviu Voinea, Rumäniens delegierter Minister für den Haushalt. Zudem wird Rumänien billigere externe Kredite bekommen können. Die Entscheidung der Ratingagentur ist wichtig, insbesondere in diesem Moment. 2014 ist ein Wahljahr in Rumänien und in der banachbarten Ukraine ist die politische Lage angespannt. Das zeigt, dass die rumänische Wirtschaft stabil ist, so Minister Voinea. Wirtschaftsanalysten haben auf diese Entscheidung gewartet, weil sich die Wirtschaftsindikatoren erheblich verbessert haben. Minister Liviu Voinea sprach auch über die Parameter, die zur Verbesserung des Ratings führten:




Die Reduzierung des Haushaltsdefizits, von 9 % in 2009 bis auf die jetzigen 2 % und seine Konsolidierung. In 2013 hat Rumänien das kleinste Defizit in seiner Geschichte verzeichnet, von 2,3 %, berechnet nach den europäischen Buchführung-Standards. Dazu die Reduzierung der Leistungsbilanz bis auf 1 % vom Bruttoinlandsprodukt, die kleinste in der Geschichte. Letzes Jahr wurde das, dank der massiven Steigerung der Exporte, erreicht. Die Inflation erreichte auch ein Rekordtief von 1-1,5 %, jetzt ist die Jahresinflation sogar unter 1,5 % gesunken. Zudem lag letztes Jahr das Wirtschaftswachstum bei 3,5 %.”




Die positive Tendenz hält an, die Statistik zeigt, dass Rumänien im 1.Quartal dieses Jahres das grösste Wirtschaftswachstum in Europa verzeichnet hat, von 3,8 %. Nach 2015 werde Rumänien kein neues Abkommen mit dem IWF, der EU-Kommission und der Weltbank unterzeichnen, so die rumänische Regierung. Bukarest werde dadurch ein Signal senden — dass, das Land über eine konsolidierte Wirtschaft verfüge, erklärte Rumäniens delegierter Haushaltsminister Liviu Voinea. Der Minister über die Beziehung Rumäniens zu seinen internationalen Kreditgebern:




In 2009 wurde ein Abkommen über 20 Milliarden unterzeichnet, wir haben dieses Geld auch bekommen. Ein weiteres Abkommen vorbeugender Art in Höhe von 5 Milliarden wurde in 2011 unterzeichnet, das Geld wurde aber nicht benutzt. Weiter wurde 2013 ein Abkommen vorbeugender Art über 4 Milliarden mit dem IWF und der EU-Kommission unterzeichnet. Es ging um Stabilität und Sicherheit. Die Krise ist vorbei. Wozu noch ein Abkommen? Das ist mit Sicherheit das letzte Abkommen mit dem IWF und der EU-Kommission.”




Die externen Schulden Rumäniens sollen in 2015 bis auf 15 % des Bruttoinlandproduktes sinken. Das Rekordhoch von 22 % wurde im Jahr 2012 erreicht.

Symbolbild (Foto: Tumisu / pixabay.com)
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