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So sah der Winter früher aus

Starke Schneefälle und Schneesturm haben in den vergangenen Tagen mehrere Regionen Rumäniens getroffen, vor allem die Berggebiete sowie den Südwesten des Landes. Der Verkehr lief nur eingeschränkt, es kam zeitweise zu Behinderungen, gesperrten Kreisstraßen und Zugverspätungen.

Foto isu hunedoara fb_16x9
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, 09.01.2026, 12:57

Auf einer Fernstraße bildete sich wegen unzureichend ausgerüsteter Lastwagen eine über 20 Kilometer lange Kolonne. Auf einer Gemeindestraße steckten ein Rettungswagen und ein Postfahrzeug in Schneeverwehungen fest. An vielen Schulen wurde der Unterricht ausgesetzt oder online abgehalten, in mehreren Kreisen kam es zu Stromausfällen. Im Süden wurde die Donauüberquerung nach Bulgarien eingestellt: Sowohl die Fähre bei Bechet als auch die Verbindung Nikopol–Turnu Măgurele fielen wegen starken Winds aus. Die Kreisbehörden beschlossen, besonders gefährdete Personen zu überwachen – vor allem Hochschwangere, Dialysepatienten, Sauerstoffabhängige und Träger von Herzschrittmachern. Zudem wurden medizinische Einrichtungen angewiesen, Dialysepläne anzupassen, damit Patienten aus schwer erreichbaren Gebieten nicht durch die Wetterlage gefährdet werden.

Typisches Winterwetter hält bis zum Wochenende an – mit kräftigem Schneefall, Schneesturm und Frost. Die Erscheinungen seien für die Jahreszeit normal, auch wenn es in den vergangenen Jahren teils Januartemperaturen über 18 Grad gegeben habe, sagt Meteorologe Mihai Huștiu bei Radio Rumänien: „Wir erleben echtes Winterwetter. Es wurden mehrere Warnungen wegen Schneefalls und starker Winde herausgegeben, darunter eine Orange-Warnstufe für die Südkarpaten und die Karpatenkrümmung, wo der Wind mit 90 bis 120 Kilometern pro Stunde weht, Schnee verweht und die Sicht stark eingeschränkt ist. Die Temperaturen sinken, es gilt eine Gelb-Warnung vor Frost, zunächst für den innerkarpatischen Raum. Auch in den kommenden Nächten bleiben die Werte niedrig. In der Nacht von Freitag auf Samstag werden in der Moldau Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt erwartet. So sah der Januar in früheren Jahrzehnten aus – deshalb nennen wir ihn traditionell den Frostmonat. Üblich sind Temperaturen unter minus zehn Grad. Zieht man am Monatsende Bilanz, werden wir wohl nahe am klimatologischen Normalstand für den Januar liegen. In den letzten Jahren gab es allerdings sehr milde Januarmonate – man erinnere sich an 2023, als Wärmerekorde fielen: fast 23 Grad in Zimnicea (Süden) und 20,9 Grad an der Wetterstation Bukarest-Băneasa.“

In den Bergen besteht hohe Lawinengefahr: In den Bucegi- und Făgăraș-Bergen gilt Stufe 4 von 5, in den übrigen Gebirgszügen der Ostkarpaten Stufe 3. Der Bergrettungsdienst rät Touristen, die gesicherten Pisten nicht zu verlassen.

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