Obwohl es die technischen Voraussetzungen für den Beitritt zum Schengener Raum der Freizügigkeit erfüllt, erhielt Rumänien letzte Woche beim Rat Justiz und Inneres in Brüssel kein grünes Licht von Österreich für den Beitritt.
Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer begründete diese Haltung mit den illegalen Einwanderern, die in sein Land gekommen sind und von denen viele seiner Meinung nach den Weg über Rumänien und Bulgarien wählten. In seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Ablehnung des rumänischen Beitritts erklärte Staatschef Klaus Iohannis, dass dieses negative Votum unverdient und unverständlich sei. Er erinnerte daran, dass die europäischen Innenminister am 16. November alle erklärt hatten, dass Rumänien und Bulgarien im Schengen-Raum willkommen seien, während der österreichische Minister zwei Tage später erklärte, dass Wien eine Erweiterung nicht akzeptieren könne. Klaus Iohannis sagte, dass alle diplomatischen Wege beschritten werden müssten, um das Ziel des Beitritts zum Freizügigkeitsraum zu erreichen, und dass er sich persönlich dafür einsetzen werde: „Dieses Votum, auch wenn es mich sauer stimmt und enttäuscht hat, lässt mich nicht zurückweichen. Und ich persönlich werde am Ball bleiben und bin entschlossen, die Dinge voranzutreiben, bis Rumänien Mitglied des Schengen-Raums wird. Am Mittwoch und Donnerstag, wahrscheinlich auch am Freitag, tagt der Europäische Rat, und ich werde dieses Thema sicherlich dort ansprechen. Eine neue Abstimmung wird jedoch erst stattfinden, wenn der Rat für Justiz und Inneres erneut zusammentritt,” so Iohannis
Innenminister Lucian Bode hat in einem offenen Brief an seinen österreichischen Amtskollegen Gerhard Karner seine tiefe Empörung über das negative Votum der letzten Woche zum Ausdruck gebracht. Laut Bode habe sich der österreichische Verantwortliche in einem unwürdigen politischen Spiel geübt, nachdem er ihm zuvor in Wien versichert hatte, er sei ein Freund Rumäniens. Der rumänische Innenminister ist der Meinung, dass das von Österreich aufgeworfene Migrationsproblem nicht Rumänien angelastet werden kann, was von allen anderen Mitgliedsstaaten verstanden werde.
Auch PSD-Chef Marcel Ciolacu, kritisierte erneut die Entscheidung Österreichs, gegen die Aufnahme Rumäniens in den Schengen-Raum zu stimmen, ist aber der Meinung, dass man zwischen den Bürgern und den politischen Verantwortlichen dieses Landes unterscheiden muss: „Wir werden weiter mit Österreich verhandeln und letzten Endes wird der Ansatz ein diplomatischer sein müssen“, betonte Marcel Ciolacu. Die Nationale Union der Straßenspediteure in Rumänien hat ihrerseits die Regierung in Bukarest aufgefordert, die Grenzkontrollen zu Bulgarien abzuschaffen. Die Frachtbeförderer weisen darauf hin, dass Rumänien und Bulgarien dem EU-Block gemeinsam beigetreten sind und immer gemeinsam am Schengen-Beitritt gearbeitet haben. Deshalb fordern sie die Regierung in Bukarest auf, gemeinsam mit der Regierung in Sofia dringend und pragmatisch die Grenzkontrollen zwischen den beiden Ländern zu vereinfachen und sogar abzuschaffen. Die Lkw-Fahrer warten jeden Tag stundenlang an den rumänisch-bulgarischen Grenzübergängen auf die Zollabfertigung.
Botschaften zum Jahrestag von Radio Rumänien (aktualisiert)
Der amtierende Generaldirektor des rumänischen Rundfunks, Răzvan Dincă, wünscht sich, dass der Sender seine Relevanz für die Hörer bewahrt und weiterh…
Umfrage: 77 Prozent der Rumänen sehen ihr Land auf dem falschen Weg
77 Prozent der Rumänen sind der Meinung, dass sich ihr Land in die falsche Richtung entwickelt. Nur 18 Prozent sehen die Entwicklung positiv, fünf Pro…
Lage am europäischen Energiemarkt weiter angespannt
Die Europäische Kommission warnt, dass die Energieversorgung in der EU zwar derzeit nicht gefährdet sei, die Kosten für Haushalte und Unternehmen jedo…
Rumänien, Bulgarien und die Türkei wollen die Sicherheit im Schwarzen Meer stärken
Rumänien, Bulgarien und die Türkei wollen die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer stärken. Die Verteidigungsminister der drei Länder haben si…
Ein schwieriger Winter steht bevor, und aufgrund der aktuellen globalen Krise werden die Preise auch 2027 hoch bleiben. Daher muss die Europäische Uni…
Neuer rumänischer Premierminister auf Staatsbesuch in Chișinău
Die heutige Republik Moldau, die auf einem Teil der 1940 – infolge eines Ultimatums der stalinistischen Sowjetunion – annektierten Gebiete im Osten Ru…
Die rumänische Anti-Mafia- und Anti-Terror-Staatsanwaltschaft (DIICOT) und der rumänische Geheimdienst gaben bekannt, dass sie die kriminellen Aktivit…
Die ersten Tiere wurden in den südöstlichen Kreisen Constanța und Tulcea geimpft – einen Tag früher als ursprünglich geplant. Grund dafür ist die Lief…