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„Race for the Cure“ geht in die 12. Runde

Rumänien hat europaweit die höchste Krebssterblichkeit. Obwohl die Sterberate auch hierzulande sinkt und immer mehr Initiativen die Prävention fördern – etwa durch mobile Screening-Einheiten –, bleibt der Bedarf an Aufklärung und medizinischer Hilfe enorm.

Race for the Cure 2026 (Foto: fb.com / Fundatia Renasterea)
Race for the Cure 2026 (Foto: fb.com / Fundatia Renasterea)

und , 04.06.2026, 17:54

Rumänien hat europaweit die höchste Krebssterblichkeit. Obwohl die Sterberate auch hierzulande sinkt und immer mehr Initiativen die Prävention fördern – etwa durch mobile Screening-Einheiten –, bleibt der Bedarf an Aufklärung und medizinischer Hilfe enorm.

Mit großer Begeisterung wurde am vorletzten Maiwochenende der Benefizlauf „Race for the Cure România“ vorbereitet, der bereits zum zwölften Mal stattfand. Die gesammelten Spenden fließen direkt in Programme, die kostenlose medizinische Untersuchungen für benachteiligte Frauen finanzieren – insbesondere für Krebspatientinnen und Frauen auf dem Land. Zudem werden damit Echthaarperücken für krebskranke Frauen und Kinder bereitgestellt.

Organisiert wird der Lauf von der Stiftung „Renașterea“, die in diesem Jahr auf ein Vierteljahrhundert wohltätige Arbeit zurückblickt. Das Event zieht regelmäßig viele Personen des öffentlichen Lebens an, die den guten Zweck unterstützen. Mihaela Geoană, die Präsidentin der Stiftung, rief zur Teilnahme auf, legte den Fokus aber vor allem auf die Prävention:

„Es ist ein Jubiläumsjahr für die Stiftung Renașterea, wir feiern 25 Jahre Aktivität. Wir hoffen, bei diesem europaweit größten Lauf auch in Rumänien Teilnehmerzahlen zu erreichen, die sich mit anderen Ländern messen können. Es wäre schön, wenn am Samstag, morgens um 9 Uhr am Kiseleff-Kreisverkehr so viele wie möglich dabei sind. Es wird nicht nur ein schöner Vormittag mit Familie und Freunden, wir wollen auch zeigen: Diese Krankheit ist besiegbar! Über 200 Frauen, die den Krebs überstanden haben, werden vor Ort sein. Wir zeigen: Werden Tumore rechtzeitig entdeckt, sind sie behandelbar, und wir können noch viele Jahre mit unseren Familien leben. Gleichzeitig möchten wir der Jugend vermitteln – und es nehmen viele Schul- und Gymnasialteams teil –, wie wichtig Vorsorge ist. Die Gesundheit zu erhalten, ist das Wichtigste. Man darf nicht warten, bis man sich krank fühlt, um zum Arzt zu gehen. Wir müssen Prävention lernen: ein gesundes Leben führen und regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen. Denn selbst ein ernstes Problem kann erfolgreich behandelt werden, wenn es rechtzeitig erkannt wird.“

Angela, eine 58-jährige Bukaresterin, ist eine dieser Überlebenden. Sie nimmt am „Race for the Cure“ teil und hat eine ganze Gruppe von Unterstützern um sich versammelt:

„Mit diesem Event können wir viele Frauen darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Vorsorge ist – also rechtzeitig Blut abnehmen, Mammographien oder Ultraschall machen zu lassen, um ein tragisches Ende zu verhindern. Ich bin jetzt im dritten Jahr beim Lauf dabei. Die Menschen kommen, laufen mit uns, unterstützen die gute Sache und helfen so möglichst vielen Betroffenen. Wir appellieren an alle Frauen: Prävention rettet Leben! Deshalb laufen wir jedes Jahr und bringen immer mehr Leute mit. Als ich ankündigte, bei diesem Marathon mitzumachen, haben sich sofort viele angeschlossen – nicht nur meine Familie, sondern auch Nachbarn und Freunde. Das zeigt mir, dass die Mitmenschlichkeit noch existiert.“

Seit 25 Jahren macht die Stiftung Renașterea nun schon auf die Früherkennung von Brust- und Gebärmutterhalskrebs aufmerksam. Stiftungspräsidentin Mihaela Geoană erklärte noch einmal die aktuell laufenden Programme:

„Um den Bogen zum Lauf zurückzuspannen: Wir bieten kostenlose medizinische Tests für Frauen im ländlichen Raum an. Das geschieht über zwei mobile Einheiten. Die eine führt Pap-Abstriche durch, die andere ist mit einem digitalen Mammographie-Gerät ausgestattet – dem modernsten, das es derzeit in Rumänien gibt. Eines steht fest in unserem medizinischen Zentrum in Bukarest, das andere fährt durchs Land. Die Startgebühr jedes Teilnehmers, egal ob er läuft oder spaziert, fließt direkt in diese Tests. Die mobilen Einheiten fahren dann aufs Land, wir machen vor Ort eine kleine Infokampagne und sagen den Frauen, dass sie sich anmelden können. Auf den Fahrzeugen ist medizinisches Personal, das die Untersuchungen durchführt. Später schicken wir die Ergebnisse inklusive Handlungsempfehlungen zurück – vor allem für die Frauen, bei denen Auffälligkeiten festgestellt wurden, damit sie genau wissen, wo sie sich für weitere Untersuchungen oder Behandlungen hinwenden können.“

Warum liegt der Fokus dieser Aktionen gerade auf den ländlichen Gebieten? Dazu noch einmal Mihaela Geoană:

„Weil, wie wir wissen, viele Krankenhäuser geschlossen wurden. Frauen auf dem Land haben den schwersten Zugang zu moderner medizinischer Ausrüstung. Da ist die geografische Hürde – sie müssen erst in eine größere Stadt oder gar in die Kreishauptstadt fahren. Und da ist die finanzielle Hürde, denn diese Leistungen sind oft schwer kostenlos zu bekommen. Das Budget für staatliche Tests ist begrenzt. Und genau da setzen wir an und ergänzen dort, wo die Not am größten ist.“

Auch wenn die Sterblichkeitsrate in Rumänien bislang nur um sieben Prozent gesunken ist – dieser Rückgang ist ein Grund zum Optimismus. Genauso wie die stetig wachsende Zahl der Teilnehmer beim „Race for the Cure“.

sursă foto: facebook.com/raluca.poenaru
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