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Velo City 2017: Rumänien muss in puncto fahrradfreundliche Infrastruktur aufholen

Schon seit 1980 kommen bei den internationalen Velo-City-Konferenzen Experten zusammen, um über Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs zu debattieren und erfolgreiche Beispiele für Radverkehrskonzepte auszutauschen.

Velo City 2017: Rumänien muss in puncto fahrradfreundliche Infrastruktur aufholen
Velo City 2017: Rumänien muss in puncto fahrradfreundliche Infrastruktur aufholen

, 14.06.2017, 17:49

Velo City“ ist heute ein anerkannter Treffpunkt der Experten und für die Gastgeberstadt eine gute Gelegenheit, au‎ßergewöhnliche Fahrradinitiativen vorzustellen und einzuführen. Experten und Begeisterte des Radfahrens tagen dieses Jahr zwischen dem 13. und dem 16. Juni in den Niederlanden. Unter Teilnehmern gibt es dieses Jahr auch zwei Rumänen: der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende des Verbands Rumänischer Radfahrer, Radu Mititean bzw. Mihai Deneş, der dabei den Verband der Wahren Velo-Freunde“ vertritt. Mihai Deneş erzählt in den folgenden Minuten, wie und wann diese Gemeinschaft zustande kam:



Vor sechs Jahren gründete mein Kollege Iulian Ene eine Gruppe aus der Initiative, für die Bukarester Radfahrer einen angemessenen Rahmen zu bieten, durch die Stadt zu fahren. Diese Gruppe entwickelte sich zwei Jahre später zu einem Verband. Es handelt sich um den Verband »Die wahren Velo-Freunde«. Wir haben diesen Schritt unternommen, damit wir mit den rumänischen Behörden auf Augenhöhe über unsere Rechte verhandeln können. Bislang haben wir mehr als 500 Radtouren organisiert und zusammen mit über 15.000 Mitgliedern in Bukarest sind wir über 30 Millionen Km gefahren. Derzeit zählt unsere Gruppe 9.000 Mitglieder und zusammen machen wir wunderschöne Sachen für Fahrradbegeisterte landesweit.“




An der grö‎ßten Konferenz der Velo-Freunde haben sich dieses Jahr rund 250 Sprecher aus 40 Ländern zu Wort gemeldet. Was die rumänischen Velo-Freunde dazu bewegt hat, sich der Initiative anzuschlie‎ßen, und was sie sich davon erhoffen, erläutert weiterhin Mihai Deneş:



Im Februar 2017 hat der niederländische Radfahrerverband in einer Stellungnahme Fahrradbegeisterte aus Schwellenländern angeregt, sich der Initiative anzuschlie‎ßen. Wir haben uns mit einem Projekt beworben und somit haben wir ein Stipendium im Wert von 1.000 Euro gewonnen, wodurch wir die Reiseausgaben finanzieren konnten. Wir wollen dabei neue Kontakte mit Vertretern anderer Verbände im Bereich knüpfen und Partnerschaften abschlie‎ßen, damit das Radfahren, das in Westeuropa bekanntlich voll im Trend liegt, auch in Rumänien mehr an Bedeutung gewinnt.“




Jedes Jahr kommen Experten aus diesem Bereich zusammen, um über Ma‎ßnahmen zur Förderung des Radverkehrs zu debattieren und erfolgreiche Beispiele für Radverkehrskonzepte auszutauschen. Auf welchem Thema dieses Jahr der Fokus der Konferenz Velo City“ liegt, erläutert ein weiteres Mal Mihai Deneş:



Dieses Jahr liegt der Fokus auf Infrastruktur. In Rumänien ist die Fahrradinfrastruktur bekanntlich praktisch inexistent. In diesem Bereich muss Rumänien gro‎ße Rückstände aufholen. In Westeuropa sind die Behörden stets um die Sicherheit der Fahrradfahrer bemüht, sie tun alles Mögliche, um eine fahrradfreundliche Infrastruktur zu schaffen und somit Verkehrsunfälle zu vermeiden. In rumänischen Städten wagen sich hingegen nur wenige Fahrradfahrer auf die Stra‎ße. Wenn unsere Städte ebenfalls über eine fahrradfreundliche Infrastruktur verfügt hätten, würde es eine gro‎ße Zahl an Fahrradfahrer geben. Das Fahrrad ist ein günstiges und umweltfreundliches Verkehrsmittel und sollte in allen Gro‎ßstädten gefördert werden. Ein weiterer Themenschwerpunkt liegt auf der Stadtplanung, alle Gro‎ßstädte müssen über eine angemessene Stadtplanung und eine fahrradfreundliche Infrastruktur verfügen. Nicht zuletzt werden wir über das Konzept »Cycling Advocacy« debattieren, oder was es bedeutet, das Radfahren zu befürworten. Die in diesem Bereich tätigen Verbände könnten die Behörden dazu auffordern, Radwege landesweit auszubessern und zu markieren und klare Regeln für Radfahrer umzusetzen, damit sie in Sicherheit am Verkehr teilnehmen.“




Der Fahrradtourismus und das Radfahren haben voriges Jahr in Europa über 513 Milliarden Euro Einkommen erzielt. Das war aber nur durch die Entwicklung der Infrastruktur der Eurovelo-Routen möglich. Die diesjährige Konferenz der Velofreunde wurde vom niederländischen König Willem-Alexander eröffnet. Einige Städte, die bislang die Konferenz beherbergt haben, sind Kopenhagen, Brüssel, Barcelona und Taipeh. Schritt für Schritt und Kilometer für Kilometer sind wir dazu gekommen, heute ein bedeutendes Fahrrad-Jubiläum zu feiern, denn vor 200 Jahren stellte der deutsche Erfinder Karl von Drais seine sogenannte Laufmaschine als Alternative zum Pferd vor.

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