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Cişmigiu-Park: Wahrzeichen der Gartenlandschaft Bukarests soll saniert werden

Grădina Cişmigiu ist der größte und älteste öffentliche Park der rumänischen Hauptstadt und steht auf der Liste der historischen Denkmäler Bukarests. Mit einer Investition von 10 Millionen Euro will jetzt die Stadtverwaltung den Park sanieren.

Cişmigiu-Park: Wahrzeichen der Gartenlandschaft Bukarests soll saniert werden
Cişmigiu-Park: Wahrzeichen der Gartenlandschaft Bukarests soll saniert werden

, 26.08.2019, 18:00

Der Park mit einer Fläche von 17 Hektar entstand am Ende des 18. Jahrhunderts. Die Arbeiten begannen 1798 mit dem Bau von zwei Springbrunnen, 1837 wurden die angrenzenden Sümpfe um das Parkgebiet trockengelegt. Die Arbeiten dauerten ein Jahrzehnt. Der Wiener Gartenarchitekt Carl Friedrich Wilhelm Meyer lie‎ß zwischen 1849 und 1860 mehr als 30.000 Bäume und Sträucher pflanzen, baute nach Wiener Vorbild Musiklauben, künstliche Inseln, Zierbrücken und eine Promenadenallee. Am 22. März 1860 wurde der Park für Besucher freigegeben. 1910 erhielt Cişmigiu sein endgültiges Aussehen durch den Gartenarchitekten Friedrich Rebhuhn, der über 30 Jahre Bukarester Stadtgartendirektor blieb. Er ersetzte die Alleen mit den geometrischen Formen, den gestutzten Pappeln und Linden durch einen gro‎ßen Blumenteppich nach dem traditionellen Muster der rumänischen Teppiche, schaffte das Rumänische Rondeau“ mit den Marmorbüsten von sechs rumänischen Schriftstellern, einen Spielplatz, einen kleinen Zoo, einen Bootsverleih und ein Restaurant. Der Cișmigiu-Park verfügt heute über einen französischen Garten, ein Schriftsteller-Rondell, ein römisches Rondell, einen Rosengarten und zwei Seen, der grö‎ßere Cişmigiu-See und der kleinere Lebedelor-See (Schwanensee). Im Winter werden die Seen gern zum Schlittschuhlaufen mit Musik benutzt. Hier ist auch eine 100-Jahre alte japanische Eiche zu finden.



Mit einer Investition von 10 Millionen Euro will jetzt die Stadtverwaltung den Park sanieren. Der älteste Park der rumänischen Hauptstadt soll folglich über ein eigenes Wlan-Netzwerk verfügen, die Stadtverwaltung möchte zudem ein System einrichten, dass die Erfassung der Zahl der Besucher und die Videoüberwachung ermöglichen soll. Das bereits verabschiedete Projekt sieht zudem Änderungen der Parkalleen, der Umgebungen, der Gartengestaltung, der Beleuchtung, der Spielplätze und im Allgemeinen der Parkästhetik vor. Was das Projekt nicht vorsehe, sei die Einrichtung verschiedener Handelskioske und die Baumfällung, versichert die Stadtverwaltung.



Das Projekt sorgte allerdings bereits für Kritik seitens der Zivilgesellschaft, und Umweltschutzorganisationen fordern, dass das Projekt zur öffentlichen Debatte gestellt wird sowie dass Bukarest EU-Fonds dafür abruft. Der Vizevorsitzende der Stiftung Eco-Civica“, Dan Trifu, erläutert:



Das ist eine historische Parkanlage und die Landschaftsarchitektur muss beibehalten werden. Wenn Bäume trocken werden, sollten sie mit derselben Art von Bäumen ersetzt werden und die ganze Gartenarchitektur muss genau wie ursprünglich beibehalten bleiben. Man kann Pflanzen mit anderen ersetzen, aber die Alleen mit geometrischen Formen zum Beispiel und andere Teile des Parks sollten so beibehalten werden, wie sie waren. Das ist unser Standpunkt und unsere Position gegenüber diesem Projekt. Das Projekt sollte eigentlich zur öffentlichen Debatte gestellt werden. Dabei sollen sich Fachleute und NGO im Bereich beteiligen, damit wir mit einem erfolgreichen Projekt rechnen und damit am Ende der Park so bleibt, wie ihn alle kennen, ohne Risse in den Alleen, ohne beschädigte Zäune und Bänke. Was die Stadtverwaltung noch machen müsste, ist, die Denkmäler und Statuen zu sanieren.“




Die Sanierungsarbeiten sollen drei Jahre dauern.

Sursa foto: ecopolis.org

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