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Patrouille Null Plastik: WWF führt erneut Kampagne gegen Plastikmüll im Donaudelta durch

Die Donau wird allmählich durch Unmengen an Plastikabfällen erstickt. Dadurch wird nicht nur die Qualität der Gewässer gefährdet, sondern auch die Artenvielfalt und die Natur.

Patrouille Null Plastik: WWF führt erneut Kampagne gegen Plastikmüll im Donaudelta durch
Patrouille Null Plastik: WWF führt erneut Kampagne gegen Plastikmüll im Donaudelta durch

, 10.08.2020, 18:00

Die Umweltschutzorganisation World Wide Fund Rumänien startete auch dieses Jahr eine Initiative zur Bekämpfung und Vorbeugung der Verschmutzung durch Kunststoffabfälle im Donaudelta. Ab Ende Juli bis September streifen Freiwillige der gemeinnützigen Organisation WWF Rumänien durch die Donaukanäle und sammeln Plastikabfälle von der Wasseroberfläche. Die Patrouille Null Plastik“ wird die gesammelten Plastikabfälle in speziell eingerichtete Sammelstellen in den Ortschaften Mahmudia, Sulina, Crişan und Sfântu Gheorghe deponieren. Die Freiwilligen streifen in einem personalisierten Boot, getrieben von einem Elektromotor. Im Boot können bis zu 7 Personen mitfahren.



Alexandra Damian, Kommunikationszuständige bei WWF Rumänien, erklärte uns, warum ein derartiges Projekt dringend notwendig war:



Wir stellen selbst im Alltag fest, wie bedrückend Plastikmüll ist. Egal, wo man sich aufhält, ob im Wald, in den Bergen, am Meer oder unterwegs, Plastikabfälle sind allgegenwärtig. Plastikmüll ist ein gro‎ßes Problem vor allem im Donaudelta, wo wir unsere Kampagne durchführen. Denn alle Plastikabfälle werden von der Donau ins Donaudelta mitgetragen. Von dort gelangen sie ins Schwarze Meer. Leider konnten wir nur eine Studie diesbezüglich erarbeiten. Es fehlen genaue Daten, doch eins steht fest: Immer mehr Plastikmüll wird von der Donau flussabwärts mitgetragen. Eine Studie zeigt, dass die Donau jährlich zwischen Wien und Bratislava über 4,2 Tonnen Plastikabfälle mitschleppt.“




Frei schwimmende Plastikabfälle sind ein heikles Problem und gleichzeitig eine Herausforderung für die Verwaltung des Biosphärenreservats Donaudelta. Die Abfallsammelbetriebe im Donaudelta beklagen die unzureichenden verfügbaren Ressourcen. Die Sammlung und der Transport von Plastikabfällen seien nur mühsam und mit gro‎ßem Aufwand durchzuführen. Derzeit werden nur 3% der Plastikabfälle recycelt, obwohl sich die Verwaltung des Kreises Tulcea — um die nachhaltige Entwicklung im Donaudelta anzuregen — zu einer Recycling-Quote von 50% verpflichtet hatte.



Um die Sammlung von Plastikabfällen im Donaudelta entsprechend zu verwalten, wird die Drohne WasteShark“ eingesetzt — eine fortgeschrittene Lösung für das Management von frei schwimmenden Abfällen. Die Drohne fährt über die Wasseroberfläche und sammelt bis zu 500 Kg Abfälle am Tag. An der Kampagne zur Sammlung von Plastikabfällen im Donaudelta beteiligen sich sowohl die lokalen Behörden wie auch die örtliche Gemeinschaft. Alexandra Damian, Kommunikationszuständige bei WWF Rumänien erzählte uns Folgendes dazu:



Es ist viel Arbeit, doch wir leisten sie gerne. Wir sammeln jetzt die Plastikabfälle in der Gegend von Mahmudia. Bis September wollen wir allerdings auch den Plastikmüll bei Sulina, Crişan und Sfântu Gheorghe sammeln. Wir werden über alle Donaukanäle fahren und versuchen, diese zu reinigen. Die örtlichen Behörden waren von Anfang an sehr entgegenkommend. Sie unterstützen und bei der Einrichtung der Sammelstellen. Auch von der örtlichen Gemeinschaft haben wir ein tolles Feedback. Viele machen gerne mit, helfen uns, den Plastikmüll zu sammeln. Das Projekt sieht auch eine Aufklärungskampagne im Hinblick auf die negativen Auswirkungen von Plastikmüll auf die Umwelt vor. Demnach versuchen wir sowohl die örtliche Gemeinschaft wie auch die Touristen über die Folgen der Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfälle aufzuklären.“




Die Aufklärungskampagne wird in allen am Projekt beteiligten Ortschaften durchgeführt. Sie zielt darauf ab, die Menschen über die negativen Auswirkungen der Plastikabfälle für die Umwelt aufzuklären. Au‎ßerdem startet die Umweltorganisation auch eine Kampagne zur Mobilisierung der Reiseveranstalter im Hinblick auf einen umweltbewussten Fremdenverkehr — sie regt sie zu einer sogenannten Partnerschaft für mehr Nachhaltigkeit“ an.

(foto: Pexels / pixabay.com)

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