Nachrichten 07.04.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 07.04.2026, 18:10
Der rumänische Wirtschaftsminister Irineu Darău hat nach der Insolvenz der Werft Damen in Mangalia im Südosten des Landes erklärt, der Standort werde nicht aufgegeben. Es handele sich um eine der wichtigsten maritimen Industrieplattformen Europas. Der Minister betonte, es gebe Gespräche mit allen Beteiligten, um das strategische Interesse der Schiffbauindustrie zu schützen. Der Insolvenzverwalter versicherte, alle Lohnansprüche würden gemäß geltendem Recht erfüllt. Die Insolvenz des größten Schiffbaubetriebs des Landes folgt auf die Ablehnung des Sanierungsplans durch die Gläubigerversammlung. Der Betrieb soll schrittweise eingestellt werden, anschließend beginnen die Liquidationsverfahren. Wir kommen nach den Nachrichten darauf zurück.
Die Senkung der Verbrauchsteuer auf Diesel um 0,3 Lei pro Liter ist in Kraft getreten. Die Dieselpreise an den Tankstellen liegen derzeit zwischen 9,93 und 10,4 Lei pro Liter. Der Preis für Standardbenzin hat sich bei etwa 9,15 Lei je Liter stabilisiert. Die Regierung beschloss die Maßnahme nach Gesprächen mit Marktteilnehmern, um den Preisanstieg zu dämpfen. Die Verbrauchsteuer ist neben den internationalen Ölpreisen und der Handelsmarge einer der Hauptbestandteile des Endpreises, zu dem die Mehrwertsteuer addiert wird. Parallel wurde festgelegt, dass Tankstellenpreise nur noch einmal täglich angepasst werden dürfen. Das soll die Volatilität begrenzen. Das Präsidialamt teilte zudem mit, dass es derzeit keine Versorgungsprobleme bei Rohöl und Kraftstoffen gibt. Nach einem Treffen in Bukarest vereinbarten Präsident Nicușor Dan, Regierung und private Partner einen Mechanismus für laufende Abstimmungen.
Die Einkommen der Haushalte in Rumänien sind Ende vergangenen Jahres leicht gestiegen, während die Ausgaben hoch geblieben sind und den Großteil ihres Etats beanspruchen. Das geht aus einer Analyse des Nationalen Statistikamts hervor. Eine Familie verfügte im Schnitt über Einnahmen von umgerechnet etwa 1.850 Euro, bei Ausgaben von rund 1.600 Euro. Mehr als 30 Prozent der Ausgaben entfielen auf Lebensmittel, rund 16 Prozent auf Energie und Versorger. Der Rest war für Kleidung, Transport und Gesundheit. Für Bildung wurde am wenigsten ausgegeben, weniger als ein Prozent der Konsumausgaben.
Nach mehreren Verzögerungen will der UN-Sicherheitsrat am Dienstag über einen deutlich abgeschwächten Resolutionsentwurf zur Schifffahrt in der Straße von Hormus abstimmen. Diplomatische Quellen zufolge hatte Bahrain als nichtständiges Mitglied vor zwei Wochen Verhandlungen über einen Text angestoßen, der Staaten ein klares UN-Mandat für den Einsatz von Gewalt zur Sicherung der wichtigen Handelsroute geben sollte. Wegen Einwänden mehrerer ständiger Mitglieder wurde der Entwurf abgeschwächt, auch aus Sorge vor einem Veto Russlands und Chinas. Die aktuelle Fassung verurteilt weiterhin iranische Angriffe auf Schiffe und ruft betroffene Staaten auf, ihre Maßnahmen zu koordinieren und verhältnismäßig zu handeln, etwa durch Geleitschutz für Frachter. Die Abstimmung ist kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump angesetzt. Er hatte Iran mit massiven Angriffen gedroht, falls die Meerenge nicht wieder geöffnet wird. Die iranische Armee wies die Drohungen als „arrogante Rhetorik“ zurück.
Die rumänische Tennisspielerin Gabriela Ruse hat beim WTA-500-Turnier in Linz das Achtelfinale erreicht. Sie besiegte die Britin Katie Boulter in zwei Sätzen. Sorana Cîrstea startet als fünfte Gesetzte gegen die Österreicherin Sinja Kraus, Jaqueline Cristian, an Position sechs gesetzt, trifft auf die Deutsche Tamara Korpatsch aus der Qualifikation.