Nachrichten 25.10.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 25.10.2026, 17:00
Der rumänische Staatspräsident Nicușor Dan hat den Tag der Armee am Sonntag gemeinsam mit Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt 86 „Locotenent Gheorghe Mociorniță“ in Borcea im Kreis Călărași im Südosten des Landes begangen. „Die Armee ist eine symbolträchtige Institution Rumäniens und nicht ohne Grund auch jene Institution, der die Rumänen das größte Vertrauen entgegenbringen. Denn in einer von Unsicherheit geprägten Welt steht sie weiterhin für Werte, die unsere Gesellschaft dringend braucht: Ernsthaftigkeit, Disziplin und Pflichtbewusstsein“, erklärte der Präsident. Seine Botschaft an die Bevölkerung sei eine Botschaft des Vertrauens in die Fähigkeit des Landes, einen stabilen und starken Staat aufzubauen, der fest in den Werten der europäischen Familie verankert ist. Rumänien solle ein Land sein, in dem die Menschen in Sicherheit leben können – geschützt durch die strategische Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten und die Mitgliedschaft in der NATO, betonte Nicușor Dan. Ministerpräsident Luca Niculescu erklärte bei einer Gedenkveranstaltung in Bukarest, dass Frieden in der heutigen Welt nicht mehr als selbstverständlich betrachtet werden könne. Cyberbedrohungen, hybride Angriffe und Desinformationskampagnen stellten das Land vor große Herausforderungen. Zudem verpflichte Rumäniens Lage am Schwarzen Meer zu ständiger Wachsamkeit. Verteidigungsminister Ștefan Radu Oprea hob hervor, dass zu den Prioritäten seiner Amtszeit der Ausbau der Fähigkeiten zur Erkennung und Abwehr von Drohnenbedrohungen sowie die Inbetriebnahme des Sicherheitszentrums am Schwarzen Meer gehörten. Der Tag der rumänischen Armee wird mit militärischen und religiösen Zeremonien begangen. Die Veranstaltungen finden in den wichtigsten Garnisonsstädten des Landes, in den Stützpunkten der rumänischen Streitkräfte und in den Einsatzgebieten statt. Gedenkveranstaltungen werden außerdem in den Ländern organisiert, in denen Rumänien Verteidigungsattachés akkreditiert hat, sowie in den Hauptstädten jener Staaten, in denen das Land über ständige Vertretungen verfügt.
Rumänien hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf die Winterzeit umgestellt. Die Uhren wurden um eine Stunde zurückgestellt. Damit ist der Sonntag mit 25 Stunden der längste Tag des Jahres. Die Zeitumstellung wurde im vergangenen Jahrhundert in Europa eingeführt, um Energie zu sparen. Das Europäische Parlament stimmte 2019 für die Abschaffung dieser Regelung. Eine endgültige Entscheidung steht bislang jedoch noch aus. Mediziner warnen, dass die Zeitumstellung Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben kann. Vor allem der Schlafrhythmus könne vorübergehend beeinträchtigt werden. Aber auch die Stimmung, das Stressniveau und die Konzentrationsfähigkeit könnten darunter leiden.
Der neue rumänische Energieminister Dumitru Chisăliță hat sich zum Ziel gesetzt, in der kommenden Zeit die notwendigen Maßnahmen für den Energiesektor während der kalten Jahreszeit zu ergreifen. Dabei will er besonders schutzbedürftige Verbraucher schützen und konkrete Lösungen zur Bekämpfung der Energiearmut finden. In einem Beitrag auf Facebook erklärte der Minister, dass er auf einen möglichst praxisorientierten Ansatz in der Energiepolitik setzen werde. Die Entscheidungen sollen auf fundierten Daten basieren. Zudem kündigte er einen kontinuierlichen Dialog mit Fachleuten aus dem Energiesektor, Gewerkschaften und Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen an. „Wir müssen unsere Energieerzeugungskapazitäten ausbauen, Investitionen beschleunigen und einen ausgewogenen Energiemix entwickeln, der durch vielfältige Speicherlösungen ergänzt wird“, erklärte der Minister.
In Paris und anderen großen Städten Frankreichs ist es am Samstag zu massiven Demonstrationen gekommen. Nach Angaben des Innenministeriums gingen mehr als 400.000 Menschen auf die Straße. Die Organisatoren sprachen hingegen von einer doppelt so hohen Teilnehmerzahl. Die Proteste in Paris und mehreren anderen Städten verliefen zunächst weitgehend friedlich. Am Abend wurden die Demonstrationen jedoch von gewaltbereiten Gruppen überschattet, die Polizisten angriffen und zum Ende der Kundgebungen versuchten, Unruhen auszulösen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um die aggressiven Gruppen zurückzudrängen. Der Innenminister teilte mit, dass mehr als 1.300 Personen festgenommen worden seien. Zugleich betonte er, dass die Zwischenfälle deutlich weniger schwerwiegend gewesen seien als noch eine Woche zuvor. Für kommenden Samstag, den 31. Oktober, ist bereits eine weitere landesweite Mobilisierung angekündigt. Die Gewerkschaften bereiten außerdem für den 5. November einen Tag mit Streiks und Protestaktionen vor. Auch in Italien verlief das Wochenende angespannt. In Turin, Bologna und Rom kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Bei den Protesten gegen die steigenden Lebenshaltungs- und Wohnkosten wurden auf der gesamten Apenninenhalbinsel mehr als 370 Menschen festgenommen.
In Serbien wird am Sonntag bei vorgezogenen Wahlen abgestimmt, die vom populistischen Staatschef Aleksandar Vučić angesetzt wurden. Er steht seit rund einem Jahrzehnt an der Spitze des Landes. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, versucht eine breite studentische Protestbewegung, ihn von der Macht zu verdrängen. Sie stellt damit die bislang größte Herausforderung für seine Herrschaft dar. Die Wahlen finden nach fast zwei Jahren von Studenten angeführten Protesten gegen Korruption und zunehmenden Autoritarismus statt. Ausgelöst wurde die Protestbewegung durch den Tod von 16 Menschen im Jahr 2024, als das Vordach eines Bahnhofs in der Stadt Novi Sad einstürzte. Vučić ist von seinem Amt als Präsident zurückgetreten, das er in einer zweiten Amtszeit innehatte, um erneut für das Amt des Ministerpräsidenten zu kandidieren. Unterdessen wird auch in Bulgarien ein neuer Präsident gewählt. Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen das Verhältnis zu Russland und die Sicherheit am Schwarzen Meer. Umfragen zufolge gilt die amtierende Präsidentin Iliana Jotova als Favoritin. Sie setzt sich für einen Dialog mit Moskau ein und lehnt militärische Hilfen für die Ukraine ab. Die Debatte findet vor dem Hintergrund russischer Drohnenangriffe auf Handelsschiffe vor der bulgarischen Schwarzmeerküste statt. Ihr wichtigster Gegenkandidat ist der von der prowestlichen Opposition unterstützte ehemalige Interimsministerpräsident Andrej Gjurow. Der Wirtschaftswissenschaftler scheint nach den jüngsten Umfragen gegenüber der amtierenden Präsidentin an Boden gewonnen zu haben.
In der westlichen Landeshälfte Rumäniens wird es im Vergleich zum Vortag kühler. Im Nordwesten und in den zentralen Landesteilen ist mit Regen zu rechnen. Dabei werden Niederschlagsmengen von fünf bis acht Litern pro Quadratmeter erwartet, örtlich auch mehr als zehn Liter, insbesondere in den angrenzenden Berg- und Vorgebirgsregionen. In den übrigen Landesteilen fällt vereinzelt leichter Regen, allerdings nur in kleineren Gebieten. Im Gebirge gehen die Niederschläge in Höhenlagen von überwiegend mehr als 1.500 Metern in Schneeregen und Schnee über. Dort wird sich eine Schneedecke bilden. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 9 und 20 Grad. In der Nacht sinken die Tiefstwerte auf 3 bis 12 Grad.