Nachrichten 29.10.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 29.10.2026, 18:19
Die Verteidigungsminister Rumäniens, Bulgariens und der Türkei haben am Mittwoch in Sofia über Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit im Schwarzmeerraum beraten. Hintergrund sind Drohnenangriffe auf Handelsschiffe. Der rumänische Verteidigungsminister Radu Oprea betonte, dass diese Angriffe eine deutliche Verschärfung der Risiken im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine darstellten. Zudem hob er die Notwendigkeit hervor, den Schutz kritischer Infrastruktur und von Energieanlagen in der ausschließlichen Wirtschaftszone Rumäniens zu verstärken. Das teilte das rumänische Verteidigungsministerium in einer Pressemitteilung mit.
Das Kernkraftwerk Cernavodă im Südosten Rumäniens bleibt weitere 30 Tage im Alarmzustand. Wegen des extrem niedrigen Wasserstands der Donau können die beiden Reaktoren auch in diesem Monat nicht wieder in Betrieb genommen werden. Das Kraftwerk war im August vollständig abgeschaltet worden, da die anhaltende Dürre die für den Betrieb notwendige Kühlung beeinträchtigt hatte. Die beiden Reaktoren lieferten rund 20 Prozent der rumänischen Stromproduktion. Das Energieministerium warnt nun vor möglichen Versorgungsengpässen zu Spitzenzeiten. Um das Gleichgewicht im Stromnetz aufrechtzuerhalten, könnten die Stromproduktion erhöht, zusätzliche Strommengen importiert oder der Verbrauch reduziert werden. Die Strompreise und die Gefahr weiterer Preiserhöhungen im kommenden Winter stehen heute im Mittelpunkt der Beratungen der EU-Energieminister in Luxemburg. Die Europäische Kommission warnt: Zwar sei die Energieversorgung derzeit noch nicht gefährdet, doch die steigenden Preise würden für Haushalte und Unternehmen zunehmend zur Belastung. Als einen wesentlichen Grund nennt sie den Konflikt im Nahen Osten. Die Minister beraten unter anderem über Maßnahmen zur Senkung der Stromrechnungen und zur Stabilisierung der Dieselversorgung.
Eine große Mehrheit der Rumänen, nämlich 77 Prozent, ist der Meinung, dass sich das Land in die falsche Richtung entwickelt. Nur 18 Prozent bewerten die Entwicklung positiv, während fünf Prozent keine Meinung dazu geäußert haben. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CURS hervor. Laut der Erhebung steht die Senkung der Preise und der Lebenshaltungskosten ganz oben auf der Prioritätenliste für die neue Regierung unter der Leitung von Luca Niculescu. 41 Prozent der Befragten nannten diesen Punkt als wichtigste Aufgabe. An zweiter Stelle steht die Erhöhung der Löhne und Renten mit 39 Prozent. 27 Prozent sprechen sich für eine Senkung der Steuern und Abgaben aus. Weitere 23 Prozent fordern eine Verringerung des Haushaltsdefizits und der Staatsausgaben. 22 Prozent sehen die Reform der öffentlichen Verwaltung als vordringlich an. Die Verbesserung des Gesundheits- und Bildungswesens wird von 21 Prozent der Befragten genannt. Für 13 Prozent haben höhere Investitionen und die wirtschaftliche Entwicklung Priorität. In der aktuellen Wahlumfrage liegt die Partei AUR mit 34 Prozent der Stimmen an erster Stelle. Es folgen die Sozialdemokraten, die PSD, mit 26 Prozent und die Nationalliberalen, die PNL, mit 16 Prozent. Die USR kommt auf acht Prozent. Die übrigen politischen Parteien erreichen jeweils höchstens fünf Prozent und liegen damit an der Schwelle zum Einzug ins Parlament.