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Das rumänische Gesundheitswesen im Wandel

Der rumänische Gesundheitsminister hat die Einführung eines neuen Basis-Pakets medizinischer Dienstleistungen beginnend mit nächstem Jahr angekündigt.

, 14.10.2013, 14:55

Wenige Bereiche haben nach der Wende von 1989 mehrere Reformen durchgemacht und mehr Unzufriedenheit verursacht als das Gesundheitswesen. Patienten, Ärzte, Verwaltungspersonal und politische Entscheidungsträger beklagen sich über die mangelnde Qualität der medizinischen Dienstleistungen, über skandalöse Behandlungsfehler, schwache Ausstattung mit Geräten und Medikamenten, Korruption und Unfähigkeit und die dramatische Unterfinanzierung der Krankenhäuser. Alle diese Angelegenheiten haben eine doppelte Migration gen Westen verursacht. Einerseits die Patienten, die die Kosten einer Operation und einer Behandlung decken können und andererseits das medizinische Personal, das im Westen nach besser bezahlten Jobs sucht. Das führt zu einem Mangel an Personal im rumänischen Gesundheitswesen.




Wie auch seine Vorgänger hat auch der jetzige Gesundheitsminister Eugen Nicolaescu eine Reihe von Reformen eingeleitet. Man wartet jetzt auf deren Folgen. Ab dem 1. Februar 2014 soll zudem ein neues Basispaket von medizinischen Dienstleistungen in Kraft treten. Die Unterschiede zwischen versicherten und nicht versicherten Personen sind in diesem Zusammenhang erheblich. Eugen Nicolăescu:




Für Nichtversicherte gibt es drei wichtige Komponenten: die Prävention, die Notmedizin und die nationalen Gesundheits-Programme. Für Versicherte haben wir gemeinschaftliche Assistenz, Hausärzte, Ambulatorium-Behandlungen. Alle drei Komponenten können auch Präventions-Dienstleistungen und gewöhnliche medizinische Dienstleistungen sichern.”




Der Minister sagte auch, keine Konsultation der chronisch Kranken werde von diesen bezahlt. Das Gesundheitsministerium werde versuchen die sogenannten Permanenz-Zentren in den ruralen Gebieten und den Kleinstädten wieder zu aktivieren. Die Ärzte die in diesen Zentren arbeiten werden, sollen auch besser verdienen, so der Minister.




Am Anfang hatte der Minister versprochen, dass alle Rumänen, abgesehen vom Versicherungsstand, das ganze Basis-Paket medizinischer Dienstleistungen nutzniessen werden. Das fehlende Geld hat aber die Grosszügigkeit der Regierung eingedämpft. Minister Nicolăescu ist Wirtschaftler und erklärte die Geldverschwendung im System sei auch daran Schuld. Im letzten Jahr wäre im 40 % der 4,4 Millionen angebotenen medizinischen Dienstleistungen die Einlieferung ins Krankenhaus nicht nötig gewesen. Diese Diensleistungen würden 18 Mal so viel, wie eine ambulatorische Behandlung kosten.




Sollte das neue Basis-Paket am 1. Februar nicht in Kraft treten, so hätte der Minister nichts mehr an der Leitung des Ministeriums zu suchen, so der Minister selbst.

Foto: jarmoluk / pixabay.com
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