RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Britischer Außenminister: Migranten bedrohen Lebensstandard in der EU

Über 1.000 Migranten an Bord improvisierter Boote sind Ende letzter Woche bei Operationen im Mittelmeer gerettet worden. Die illegale Einwanderung bereitet der EU im Moment das größte Kopfzerbrechen.

Britischer Außenminister: Migranten bedrohen Lebensstandard in der EU
Britischer Außenminister: Migranten bedrohen Lebensstandard in der EU

, 10.08.2015, 17:29

Der britische Au‎ßenminister hat an diesem Wochenende kein Blatt vor den Mund mehr genommen — Migranten aus Afrika und dem Nahen Osten bedrohen die Gesellschaftsstruktur und den Lebensstandard in der EU, sagte Philip Hammond. Die Union habe nicht die Fähigkeit, Millionen von Menschen auf der Suche nach einem neuen Leben aufzunehmen. Viele Migranten flüchten vor der Instabilität in ihren Heimatgebieten und wollen dann über das europäische Kernland durch den Eurotunnel von Frankreich nach Gro‎ßbritannien gelangen. Hammond zufolge müsse Brüssel das Problem dadurch lösen, dass Migranten zurückgeschickt werden, wenn sie kein Recht auf Asyl bekommen. Die heutigen EU-Regeln lassen den Zuwanderern die Hoffnung, nicht in ihre Ursprungsländer zurückgeschickt zu werden, so der britische Chefdiplomat. London und Paris vereinbarten letzte Woche, enger zu kooperieren, um die illegalen Migranten zu stoppen. Das Problem habe absolute Priorität. Die Situation sei glasklar: Die Grenzen seien dicht, die Schleuser verhalten sich kriminell, wenn sie Menschen nach Europa bringen, so die Botschaft.



Das UNO-Flüchtligskommissariat hat am Freitag Frankreich aufgefordert, einen globalen Notplan für die Lösung der Situation tausender Migranten vorzulegen, die bei Calais kampieren, von wo sie nach Gro‎ßbritannien drängen. Das Problem ist jedoch nicht eine rein britisch-französische Angelegenheit — es betrifft auch Italien oder Griechenland, die unter den Flüchtlingswellen aus Nahost und Afrika ächzen. Nach einer letzten Donnerstag vorgelegten UNO-Statistik sind seit Jahresanfang über 224 Tausend Migranten über das Mittelmeer nach Europa gekommen, davon 98 Tausend in Italien und 124 Tausend in Griechenland. Über 2.100 Menschen kamen bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben.



Die Länder an der vordersten Flüchtlingsfront verlangen nun, dass auch andere EU-Mitglieder einen Beitrag zur Lösung des Problems leisten. Aus der Perspektive der EU geht es um ein gesamteuropäisches Anliegen, das auch nur so zu schultern sei. Die Staaten der EU müssen die für die vielen Menschen lebensgefährliche Schleuserkriminalität gemeinsam bekämpfen, aber auch Solidarität in der Verteilung der Migrationslast zeigen. Ende Juli haben sich die Länder der Union geeinigt, vorübergehend mehr als 32 Tausend Migranten aus Drittstaaten zu übernehmen. Die jüngste Eurobarometer-Umfrage der Europäischen Kommission zeigt, dass die Zuwanderung für 38% der europäischen Bürger das wichtigste Problem ist und die wirtschaftliche Sitiuation und die Arbeitslosigkeit an der Spitze der Sorgenliste verdrängt hat. Das sind 14 Prozentpunkte mehr als 2014.

Stichworte:
Moldauischer Premier Alexandru Munteanu (l. i. B.) mit Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan im Präsidentenpalast Cotroceni (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Mittwoch, 01 April 2026

Moldauischer Premierminister in Bukarest: Republik Moldau weiterhin auf EU-Kurs

Bei dem Treffen mit Präsident Nicușor Dan am Dienstag betonte Munteanu, dass die Republik Moldau dauerhaft auf Rumäniens Hilfe bauen könne –...

Moldauischer Premierminister in Bukarest: Republik Moldau weiterhin auf EU-Kurs
Roxana Mînzatu şi Nicuşor Dan (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Dienstag, 31 März 2026

Zwei EU-Kommissare in Bukarest

Das erklärte Rumäniens Staatspräsident Nicușor Dan in einem Facebook-Beitrag nach seinem Treffen am Montag in Bukarest mit der...

Zwei EU-Kommissare in Bukarest
Regierungsgebäude in Bukarest (Fotoquelle: gov.ro)
RRI Aktuell Montag, 30 März 2026

Nach Haushaltsverabschiedung: immer noch Spannungen in der Regierungskoalition

Mit einer noch nie zuvor dagewesenen Verzögerung von nahezu drei Monaten hat die rumänische Regierung gegen Ende März den Haushalt für das...

Nach Haushaltsverabschiedung: immer noch Spannungen in der Regierungskoalition
Foto: kschneider2991 / pixabay.com
RRI Aktuell Montag, 30 März 2026

Haushalt in Kraft getreten

Das Verfassungsgericht hat die Klagen einstimmig abgewiesen und mitgeteilt, es habe keine Unregelmäßigkeiten im Gesetzgebungsverfahren...

Haushalt in Kraft getreten
RRI Aktuell Donnerstag, 26 März 2026

Femizid-Gesetz verabschiedet

In den vergangenen Jahren ist in Rumänien die Zahl der bekannt gewordenen Femizidfälle besorgniserregend gestiegen. Statistiken zufolge wurde im...

Femizid-Gesetz verabschiedet
RRI Aktuell Mittwoch, 25 März 2026

Bergleute protestieren gegen Dekarbonisierungsprogramm der Regierung

Rund 1 000 Beschäftigte des Energiekomplexes Oltenia im Südwesten Rumäniens haben am Dienstag vor dem Regierungssitz in Bukarest demonstriert....

Bergleute protestieren gegen Dekarbonisierungsprogramm der Regierung
RRI Aktuell Dienstag, 24 März 2026

Sicherheitslage: Rumänien untersucht militärische Mobilität

Die Abgeordnetenkammer in Bukarest hat sich mit einem Vorschlag des Europäischen Parlaments zur militärischen Mobilität befasst. Ziel ist es, den...

Sicherheitslage: Rumänien untersucht militärische Mobilität
RRI Aktuell Montag, 23 März 2026

Rumänien schließt sich internationaler Erklärung zur Straße von Hormus an

Präsident Nicușor Dan erklärte, die Schließung der strategisch wichtigen Wasserstraße habe spürbare Folgen – auch in Rumänien, insbesondere...

Rumänien schließt sich internationaler Erklärung zur Straße von Hormus an

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company