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Konsequenzen nach seltsamen Infektionen in Südrumänien

Mehrere Babys aus der Region Arges sind in den letzten Wochen mit schweren Darminfektionen und Komplikationen in einem Bukarester Krankenhaus behandelt wurden. Jetzt reagieren auch die Gesundheitsbehörden.

Konsequenzen nach seltsamen Infektionen in Südrumänien
Konsequenzen nach seltsamen Infektionen in Südrumänien

, 23.02.2016, 17:30

Am 10. März beginnen in allen Krankenhäusern Kontrollen, kündigte am Montag Gesundheitsminster Patriciu Achimaş-Cadariu an. Die Ma‎ßnahme erfolgt, nachdem meherere Babys aus dem Gebiet Argeş im Süden des Landes mit so genanntem hämolytisch-uremischen Syndom ins Bukarester Krankenhaus „Marie Curie“ gebracht worden waren. Drei der Kinder starben an den Folgen dieser Krankheit, bei der es aufgrund von Blutvergiftungen aus Darminfektionen zu Nierenversagen kommt. Die Behörden standen in der Kritik der Medien, weil sie zu spät reagierten und bis dato nicht erkannt haben, was die ursprünglichen Darminfektionen verursacht haben könnte. Nach Angaben des Gesundheitsministers habe der Fall gezeigt, dass eine ganze Informationsverkettung versagt hat. So habe das Krankenhaus in der Bezirksstadt Piteşti, bei dem die Eltern zuerst vorstellig wurden, die Vorfälle nicht weitergemeldet; eine Ermittlung begann spät, weil das Gesundheitsamt Arges erst aus der Presse von der Situation erfahren hat. Wir lernen aus dieser Erfahrung, dass ein Informationsversäumnis Menschenleben kosten kann, sagte der Minister. Er mahnte den Gesundheitsämtern mehr Verantwortungswusstsein an – sie sollten stärker auf die Regeln achten und besser mit den Verwaltungsbehörden kommunizieren.



Auch eine bessere Kooperation zwischen Aufsichtsstellen und Kontrollbehörden und eine Überprüfung der internen Arbeitsabläufe seien notwendig, so Patriciu Achimaş-Cadariu: ”Ich habe auf einer Übertragung von Verantwortung auf die Ortsebene bestanden, aber zugleich müssen die Gesundheitsämter untereinander und mit den verschiedenen anderen Behörden zusammenarbeiten, egal ob sie dem Ministerium oder der Regional- oder Kommunalverwaltung nachgeordnet sind. Das Gesetz ist für alle gleich”.



Der Minister forderte zudem, dass öffentliche und private Krankenhäuser eigene Register für Infektionskrankheiten und besondere Vorfälle anlegen, die dann wöchentlich von den jeweils zuständigen Gesundheitsämtern geprüft werden sollten.



Inzwischen hat sich der Zustand der Kinder im Krankenhaus „Marie Curie“ merklich gebessert. Ein Kind liegt noch auf der Intensivstation, zwei sollen noch diese Woche entlassen werden. Schwer wiegt allerdings, dass drei Wochen nach den Vorfällen die Behörden noch immer im Dunkeln tappen, was die Ursache der Infektionen angeht. Inzwischen sind Epidemiologen aus dem Ausland eingetroffen, um an der Ermittlung teilzunehmen. Parallel dazu untersucht das Kontrollreferat des Premierministers die Qualität der Behandlungsweise und der Ermittlung des Seuchenherds.



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