RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Streik im Gesundheitswesen: keine Lösung in Sicht

Der unbefristete Streik im rumänischen Gesundheitswesen geht weiter. Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Sanitas und dem Gesundheitsministerium sind auch am zweiten Tag ohne Ergebnis geblieben. Tausende Ärzte, Pflegekräfte und weitere Beschäftigte in rund 500 Krankenhäusern protestieren gegen das geplante einheitliche Besoldungsgesetz für den öffentlichen Dienst. Von dessen Verabschiedung hängt allerdings auch die Freigabe von EU-Mitteln in Höhe von rund 800 Millionen Euro ab.

Fotoquelle: Facebook-Auftritt des Gewerkschaftsbunds Sanitas
Fotoquelle: Facebook-Auftritt des Gewerkschaftsbunds Sanitas

und , 29.07.2026, 17:15

 

RadioRomaniaInternational · Streik im Gesundheitswesen: keine Lösung in Sicht

 

Die Beschäftigten befürchten, dass das neue Gesetz zu Einkommenseinbußen führen könnte. Nach Angaben des Vorsitzenden des Gewerkschaftsbunds Sanitas, Iulian Pope, habe das Gesundheitsministerium keine verbindlichen Zusagen gemacht. Offen seien weiterhin zentrale Forderungen der Gewerkschaft – darunter die Aufhebung des Einstellungsstopps, eine bessere Finanzierung der Krankenhäuser und Änderungen am Gesetzentwurf.

 

Viele Punkte werden weiterhin lediglich geprüft. Aus unserer Sicht gibt es nach wie vor zahlreiche Regelungen, die für unsere Kollegen Einkommensverluste bedeuten würden. Viele Beschäftigte würden zudem nur Übergangsregelungen erhalten. Im Moment gibt es keinerlei Garantie, dass diese Probleme gelöst werden.“

 

Der Gewerkschaftschef räumte ein, dass die geschäftsführende Regierung wegen ihrer eingeschränkten Befugnisse derzeit kaum Entscheidungen treffen könne. Zugleich appellierte er erneut an die politischen Parteien, ihre Differenzen beizulegen und rasch eine handlungsfähige Regierung zu bilden, mit der über die Probleme im Gesundheitswesen verhandelt werden könne.

 

Einer der wichtigsten Kritikpunkte der Beschäftigten – der Personalmangel – war am Dienstagabend Thema einer Sondersitzung des Kabinetts. Die Regierung beschloss ein Memorandum zur Freigabe von mehr als 6 850 Stellen im Gesundheitswesen, vor allem für Pflegekräfte, medizinisches Hilfspersonal und Ärzte.

 

Ministerpräsident Ilie Bolojan erklärte, der Streik sei auch durch Falschinformationen über das neue Besoldungsgesetz ausgelöst worden. Er versicherte, dass kein Beschäftigter Gehaltseinbußen hinnehmen müsse. Zugleich kündigte er jedoch eine grundlegende Reform der Krankenhausfinanzierung an. Künftig sollen die Kliniken stärker nach den tatsächlich erbrachten Leistungen vergütet werden. Krankenhäuser mit hoher Patientennachfrage würden davon profitieren. Einrichtungen, die bislang überwiegend durch staatliche Zuschüsse finanziert werden, müssten ihr Angebot, ihre Fachabteilungen und gegebenenfalls auch ihre Personalstruktur anpassen.

 

In den kommenden Jahren sollen die Krankenhäuser auf der Grundlage der Leistungen finanziert werden, die sie für ihre Patienten erbringen. Jeder behandelte Fall soll die Mittel einbringen, aus denen Gehälter und alle übrigen Ausgaben bezahlt werden. Krankenhäuser, die den Bedarf der Menschen in ihrer Region decken, werden genügend Patienten haben. Einrichtungen, die heute fast ausschließlich von staatlichen Transfers leben, müssen ihr Angebot, ihre Abteilungen, ihre Mitarbeiterzahl und ihre Spezialisierungen neu ausrichten.“

 

Bolojan sagte außerdem, die Regierung habe Anträge auf die Freigabe von insgesamt 26 000 Stellen in öffentlichen Krankenhäusern erhalten. Rund 2 000 der bereits genehmigten Stellen seien an Kliniken in den Kreishauptstädten, Universitätszentren und besonders stark ausgelasteten Krankenhäusern mit akutem Personalmangel vergeben worden. Nach Schätzungen der Gewerkschaften fehlen im rumänischen Gesundheitswesen derzeit rund 30 000 Beschäftigte.

Foto: arhiva MApN, Laurențiu Turoi
RRI Aktuell Montag, 27 Juli 2026

Rumänische F-16 schießen Drohnen ab

Rumänien schoss innerhalb von drei Tagen drei Drohnen ab, nachdem diese illegal in den rumänischen Luftraum eingedrungen waren. Die erste Drohne...

Rumänische F-16 schießen Drohnen ab
Indiens Präsidentin Droupadi Murmu und der rumänishe Staatschef Nicuşor Dan (Foto:presidency.ro)
RRI Aktuell Freitag, 24 Juli 2026

Indische Präsidentin auf Staatsbesuch

Rumänien und Indien haben am Donnerstag in Anwesenheit des rumänischen Staatspräsidenten Nicușor Dan und seiner Amtskollegin aus Neu-Delhi,...

Indische Präsidentin auf Staatsbesuch
Fotoquelle: cdep.ro
RRI Aktuell Donnerstag, 23 Juli 2026

Rumänisches Parlament kommt zu Sondersitzung zusammen

Auf der Tagesordnung stehen sechs Gesetzesvorhaben, die als Voraussetzung für die Freigabe weiterer EU-Gelder gelten. Im Mittelpunkt stehen das neue...

Rumänisches Parlament kommt zu Sondersitzung zusammen
Foto: pixabay.com
RRI Aktuell Dienstag, 21 Juli 2026

Erdgasvorhaben Neptun Deep erzielt Fortschritt

Der staatliche Energiekonzern Romgaz und OMV Petrom, der größte integrierte Energieerzeuger Südosteuropas, haben einen wichtigen Meilenstein beim...

Erdgasvorhaben Neptun Deep erzielt Fortschritt
RRI Aktuell Donnerstag, 16 Juli 2026

Gipfel in Kiew: Südosteuropa bekräftigt Unterstützung für die Ukraine

Die Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung bleibt nach Ansicht der Teilnehmer des Ukraine-Südosteuropa-Gipfels eine der wichtigsten...

Gipfel in Kiew: Südosteuropa bekräftigt Unterstützung für die Ukraine
RRI Aktuell Donnerstag, 09 Juli 2026

Weltsicherheit im Mittelpunkt: Ergebnisse des NATO-Gipfels in Ankara

Der NATO-Gipfel, der Mitte der Woche in der Türkei stattfand, gilt insgesamt als Erfolg. Er hat den Zusammenhalt der Mitgliedstaaten sowie deren...

Weltsicherheit im Mittelpunkt: Ergebnisse des NATO-Gipfels in Ankara
RRI Aktuell Mittwoch, 08 Juli 2026

NATO-Länder wollen fitter für moderne Konflikte werden

NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, die Verbündeten hätten sich außerdem mit der Initiative „Drone Edge“ verpflichtet, beim...

NATO-Länder wollen fitter für moderne Konflikte werden
RRI Aktuell Dienstag, 07 Juli 2026

Rumänien und Kanada vereinbaren engere Kooperation

„Rumänien und Kanada verbindet eine starke Partnerschaft, die sich auf gemeinsame Werte und den festen Willen stützt, diese zu verteidigen. Wir...

Rumänien und Kanada vereinbaren engere Kooperation

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company