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Staatschef Iohannis zu Besuch in Jerusalem und Ramallah

Staatschef Klaus Iohannis ist diese Woche nach Israel und in die palästinensischen Autonomiegebiete gereist. Bei Gesprächen in Jerusalem un Ramallah plädierte Iohannis für eine friedliche Lösung des Konfliktes.

Staatschef Iohannis zu Besuch in Jerusalem und Ramallah
Staatschef Iohannis zu Besuch in Jerusalem und Ramallah

, 11.03.2016, 14:28

Rumänien ist im palästinensisch-israelischen Konflikt immer unparteiisch geblieben. Seit 1967 pflegt Bukarest ausgezeichnete Beziegungen zum palästinensischen Volk. Während Kommunismus verweigerte Rumänien dennoch, die diplomatischen Beziehungen zu Israel abzubrechen. Alle postkommunischen Staatschefs Rumäniens haben sich den internationalen Friedensbemühungen angeschlossen, sind in die Region gereist und haben Gespräche mit politischen Verantwortungsträgern beider Seiten geführt. Diese Woche hat Präsident Klaus Iohannis einen offiziellen Besuch in Israel und in den palästinensischen Autonomiegebieten angetreten. In Jerusalem sicherte Iohannis seinem israelischen Amtskollegen zu, dass Bukarest den Beziehungen zu seinem Land eine besondere Aufmerksamkeit schenke.



Sein Besuch finde im Zeichen der 68-Jahre langen Tradition ununterbrochener diplomatischer Beziehungen statt und ziele darauf ab, die bilaterale Kooperation zu verstärken, so der rumänische Präsident. Rumänien und Israel pflegen einen ausgezeichneten Dialog zu internationalen Themen und bei der Sicherheit Israels seien keinerlei Kompromisse zu schließen, fügte Iohannis hinzu. Am Donnerstag reiste Präsident Iohannis nach Ramallah. Dort kam er mit dem Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas zu Gesprächen zusammen. Laut Radio Rumänien Korrespondenten, bekräftigte dabei Präsident Iohannis, dass in den von politischen Krisen und Konflikten betroffenen Gebieten, politische Lösungen und verstärkte Bemühungen erforderlich seien. Nur auf diesem Weg könne man der Bevölkerung Hoffnung bieten. Klaus Iohannis: Die wichtigste Angelegenheit ist in diesem Augenblick, den richtigen Weg zu finden, um das Vertrauen auf beiden Seiten wiederherzustellen. Das berechtigte Streben des palästinensischen Volkes nach einem Leben in Sicherheit und Wohlstand im eigenen Land kann lediglich durch einen friedlichen Prozess, durch Lösungen erreicht werden, die von beiden Seiten akzeptiert und in die Praxis umgesetzt werden können.



Bukarest möchte zudem, dass die rumänischen Einrichtungen und Firmen sich mehr für den Wiederaufbau der palästinensischen Wirtschaft einsetzen, fügte Iohannis hinzu. Der Präsident der palästinensischen Autonomienehörde Mahmud Abbas sagte seinerseits: Ich lade die rumänischen und palästinenschen Geschäftsleute dazu ein, zusammen Kooperationsmöglichkeiten zu suchen, den gemeinsamen Handelsaustausch und die Investitionen in verschiedenen Bereichen voranzutreiben. Nicht zuletzt, möchte ich dem rumänischen Präsidenten für die Studienstipendien danken, die Rumänien palästinensischen Bürgern jahrzentelang gebeten hat und es noch heute tut. Bekanntlich haben in den rumänischen Universitäten viele palästinesische Jugendliche studiert und das hat die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern verstärkt. Die Hochschulabsolventen, die in Rumänien studierten, haben in der palästinensischen Gesellschaft eine wichtige Rolle gespielt, denn sie bilden eine intelektulelle und professionelle Elite, die einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Leben des Landes leistet. Ferner äußerte sich der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde für eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes, die, seiner Aussage nach, auf Gerechtigkeit und Wahrheit beruhen soll und zeigte sich gegen jede Form von Gewalt und Extremismus, egal was sie motiviere. (Bogdan Matei)


Abgeordnetenkammer des rumänischen Parlaments (Fotoquelle: cdep.ro)
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