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Rumänen feiern Tag der Vereinigung

Die Rumänen aus aller Welt haben am Mittwoch den 159. Jahrestag der Vereinigung der rumänischen Fürstentümer gefeiert.

Rumänen feiern Tag der Vereinigung
Rumänen feiern Tag der Vereinigung

, 25.01.2018, 17:30

Am Dienstag, dem 24. Januar, feierten die Rumänen im In- und Ausland den 159. Jahrestag der Vereinigung der rumänischen Fürstentümer Moldau und der Walachei. Am 24. Januar 1859 war der bereits zum Fürsten der Moldau gewählte Alexandru Ioan Cuza von der Bukarester Wahlversammlung einstimmig auch zum Herrscher über die Walachei gewählt worden. So wurde Cuza zum Fürsten der vereinten Rumänischen Fürstentümer ausgerufen. Drei Jahre später, am 24. Januar 1862, wurde die Vereinigung der rumänischen Fürstentümer auch international anerkannt und der somit entstandene Staat bekam den Namen Rumänien. 59 Jahre später, im Jahr 1918 wurde der moderne Staat Rumänien durch die Vereinigung des Rumänischen Königreichs mit Bessarabien (Basarabia), der Bukowina (Bucovina) und Siebenbürgen (Transilvania) gegründet. Die Herrscherzeit Cuzas (1859-1866) gilt aufgrund der eingeleiteten radikalen Reformen als Beginn der Moderne in Rumänien. 1918 endete der Gründungsprozess des Nationalstaates mit der Vereinigung der historischen Fürstentümer mit dem Rumänischen Königreich.




Rumäniens Präsident Klaus Iohannis nahm am Mittwoch sowohl an der orthodoxen Messe in der Patriarchenkirche in Bukarest, als auch am wissenschaftlichen Symposium, das von der rumänischen Akademie organisiert wurde, teil. Dieser beteuerte wieder seine Überzeugung, dass der Fortschritt Rumäniens von einer klaren und stabilen Gesetzgebung, die den Missbrauch und Unehrlichkeit bestraft, abhängt. Klaus Iohannis:




Die Regierung hat die Pflicht die Forderungen der Bürger ernster zu nehmen, sie müssen die langfristigen Konsequenzen ihrer Handlungen ernster nehmen und zum Dialog bereiter sein. Wir brauchen einen Staat, der der Gesellschaft entspricht, weil die Rumänen sich eine dezente und effiziente Regierung wünschen.”




In einer Nachricht auf der Webseite der Regierung erklärte der interimistische Premier Mihai Fifor, dass die Vereinigung der Fürstentümer vor 159 Jahren die Anstrengung des ganzen rumänischen Volkes darstellte. Man habe es damals geschafft der rumänischen Geschichte einen anderen Kurs zu geben, der den externen Interessen nicht entsprach. Die Botschaft der Einheit der Rumänen wurde von Bukarest nach Iasi, der historischen Hauptstadt des Fürstentums Moldau, von dem sogenannten Zug der Vereinigung gebracht. Die Lock wurde in den Farben der rumänischen Fahne, rot, gelb, blau gestrichen. An der Feier in Iasi nahmen Parlamentarier, lokale Behörden, zahlreiche Gäste aus der Moldaurepublik, sowie auch die Hüterin der rumänischen Krone, Prinzession Margareta teil.




Wie die Radio Rumänien-Korresponenten berichteten, wurde die Vereinigung auch in der moldauischen Hauptstadt Kischinew gefeiert. Zahlreiche moldauische Kulturleute, Historiker und Politiker sprachen über die Bedeutung des historischen Events. Auch in Rom feiern seit 10 Jahren Rumänen unterscheidlicher Konfessionen in einer gemeinsamen Messe den Tag der Vereinigung. Beim römisch-katholischen Te Deum vom Mittwoch nahmen mit derselben Botschaft der Einigkeit auch die Botschafter Rumäniens in Italien und beim Vatikan teil.

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