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Regierung schmiedet Pläne zur Wiederankurbelung der Wirtschaft

Die rumänische Wirtschaft muss wieder angekurbelt werden, sagen alle politischen Entscheidungsträger in Bukarest. Die Regierung, die bereits einige Maßnahmen ergriffen hat, arbeitet an weiteren Unterstützungspaketen.

Regierung schmiedet Pläne zur Wiederankurbelung der Wirtschaft
Regierung schmiedet Pläne zur Wiederankurbelung der Wirtschaft

, 30.04.2020, 15:24

Die Coronavirus-Pandemie hat die globale Diskussion in Richtung sanitärer, aber auch wirtschaftlicher Lösungen polarisiert. Rumänien, wo etwa eine Million Arbeitsverträge ausgesetzt sind, bildet da keine Ausnahme, und die Entscheidungsträger, die bereits Ma‎ßnahmen zur Unterstützung des Geschäftsumfelds und implizit auch der Beschäftigten ergriffen haben, konzentrieren sich weiterhin auf Möglichkeiten, den Pandemieschock für die Wirtschaft abzuschwächen.



Schätzungen gehen davon aus, dass die rumänische Wirtschaft im ersten Monat des Mitte März verhängten Notstands um 30-40% geschrumpft sei. Ressortminister Virgil Popescu, der bei Radio Rumänien eingeladen wurde, die Situation zu durchleuchten, erklärte, warum dieser Rückgang seiner Meinung nach nicht die tatsächliche Situation widerspiegelt:



Nachdem wir diesen Notstand überwinden werden und wenn wir die klare Bestätigung haben, dass wir uns auf dem Abwärtspfad dieser Pandemie befinden, werden wir genau sehen können, wie sich die Wirtschaft zu erholen beginnt. Ich habe es bereits gesagt, die Autoindustrie und die der Autozulieferer haben am 13. April begonnen, sich langsam zu erholen. Die Textilunternehmen in der Bekleidungsindustrie bewegten sich sehr schnell und begannen mit der Produktion von wesentlichen Materialien, wie ich sie nenne: Masken, Schutzanzüge, Kittel, Stiefel für den medizinischen Bereich.“



Der Wirtschaftsminister sagt auch, dass er erwartet, dass andere Industrien ihre Tätigkeit wieder aufnehmen und einige von ihnen sich sehr schnell umstellen werden. Virgil Popescu: Ich denke, die Energieindustrie wird sich sehr schnell erholen. Das nationale Energiesystem hat sehr gut funktioniert, es ist sehr stabil gewesen, es hat keine Probleme gegeben. Aber es gab einen sehr deutlichen Rückgang des Verbrauchs, und dies, der Rückgang des Verbrauchs, führt eindeutig zu einem Rückgang der Einkünfte, der Einnahmen, der Rentabilität.



Ich habe den Energieunternehmen ein sehr klares Investitionsprogramm für die kommenden fünf Jahre, mit sehr klaren Fristen, angefordert. Vergessen wir nicht, dass Rumänien an dem europäischen Vorhaben Green Deal beteiligt ist, und wir haben eine Menge Investitionen zu tätigen. Ich erwarte somit, dass wir sehr gro‎ße Investitionen in diesem Energiebereich starten werden. Auch in die Verteidigungsindustrie.



In den Gesprächen, die ich seit zwei Wochen mit dem Verteidigungsministerium führe, haben wir fest beschlossen, die strategischen Vorhaben aufzunehmen, die wir vor dieser Krise eingeleitet hatten und die fortgesetzt werden müssen. Ich verfolge au‎ßerdem mit gro‎ßem Interesse die Verlagerung einiger Industrien aus dem asiatischen Raum, aus China. Ich werde nicht ruhen, bis es mir gelingt, bestimmte Unternehmen zu überzeugen, Investitionen zu tätigen und eine neue Produktion in Rumänien zu starten.“



Ein weiterer Brennpunkt in dieser Zeit ist das HoReCa-Gewerbe, wobei die gesamte Beherbergungsbranche stark betroffen ist. Minister Virgil Popescu ist sehr zurückhaltend mit den Prognosen über einen baldigen Wiederaufschwung des rumänischen Tourismus, sagt aber, dass derzeit an einem Ma‎ßnahmenpaket gearbeitet wird, das Hotelbetreiber dabei helfen soll, zum Beispiel die Nebenkosten zu senken. Ebenso würden Restaurant-, Café- und Barbesitzer vom Staat dabei unterstützt, gewisse Anpassungen vorzunehmen, damit die Kunden zum Zeitpunkt der Wiedereröffnung sicher sein werden.

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