RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Rumänien: Proteste gegen Corona-Maßnahmen

In Rumänien gab es erneut Proteste gegen die von den Behörden ergriffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.

Rumänien: Proteste gegen Corona-Maßnahmen
Rumänien: Proteste gegen Corona-Maßnahmen

, 30.03.2021, 14:20


Am Montagabend und in der Nacht fanden in Bukarest und in mehreren Städten des Landes neue Kundgebungen gegen die Verschärfung der Corona-Ma‎ßnahmen statt. Die Teilnehmer protestierten gegen die Corona-Politik, setzten Schutzmasken in Brand und prangerten an, was sie als Gesundheitsdiktatur“ bezeichneten. Die Menschen forderten den Rücktritt des Premierministers und der Verantwortlichen für das Management der Corona-Krise. Sie forderten Freiheit!“ und die Öffnung von Schulen, Konzert- und Sporthallen sowie des Gastgewerbes, das von den verhängten Ma‎ßnahmen am stärksten betroffen ist. In der Schwarzmeer-Hafenstadt Constanța gingen etwa tausend Menschen auf die Stra‎ße. Einer der Demonstranten erklärte, warum er den Rücktritt des Premierministers und des Leiters der Katastrophenschutzbehörde fordert: Das Gastgewerbe ist geschlossen. Schulen werden mal geschlossen, mal geöffnet. Die Schüler lernen nichts. Wir wollen Arafats Rücktritt, Cîțus Rücktritt, öffentliche Erklärungen für alle verhängten Ma‎ßnahmen. Wir wollen keine Masken mehr im Freien tragen“.




In der Hafenstadt am Schwarzen Meer gewährleisteten Polizisten die öffentliche Ordnung. Es wurden keine Zwischenfälle gemeldet. In der Hauptstadt arteten jedoch die weitgehend friedlichen Proteste gegen Ende in Gewalt aus. Einige Teilnehmer wurden festgenommen, nachdem sie die Polizei mit Steine und Flaschen beworfen hatten. Schaufenster wurden eingeschlagen und der Autoverkehr im Zentrum der Hauptstadt mehrfach gestört. Fast 200 Menschen wurden festgenommen. Die meisten von ihnen erhielten eine Geldstrafe. Nach Angaben der Behörden wurden auch 12 Polizisten leicht verletzt.




Der Präfekt der Hauptstadt, Alin Stoica, forderte, dass diejenigen, die die Gewalt angezettelt haben, zur Verantwortung gezogen werden müssen und beglückwünschte die Polizei für ihr besonnenes Handeln. Er bedankte sich bei all jenen, die die Ma‎ßnahmen der Behörden respektiert und verstanden haben, dass die Unannehmlichkeiten „ein kleiner Preis“ für die Gesundheit und das Leben ihrer Angehörigen sind.




An den Protesten in Bukarest nahmen auch Vertreter der rechtsorientierten Partei AUR teil. Diese hatten im Voraus angekündigt, bei Kundgebungen im ganzen Land präsent zu sein. Zu gewaltsamen Zwischenfällen kam es auch in Galati (im Osten), wo die Menge Feuerwerkskörper und Steine auf die Polizisten warf. In der westrumänischen Stadt Timișoara streiften etwa 300 Bürger, von denen die meisten entweder keine Masken trugen oder sie unangemessen trugen, durch das Stadtzentrum. Es kam zu keinen Zwischenfällen. Dasselbe Bild in der Nordwest-rumänischen Stadt Cluj und in Braşov, in der Landesmitte. Ministerpräsident Florin Cîțu äu‎ßerte sich zu den Protesten: Sie wissen genau, dass in den meisten Staaten Europas solche Ma‎ßnahmen als Ganzes, für das ganze Land ergriffen werden. In Rumänien werden die Ma‎ßnahmen je nach der Häufigkeit des Auftretens verhängt, gerade weil wir wissen, dass die Gesellschaft müde ist, nach einem Jahr des Kampfes gegen diese Pandemie. Wir sind aber noch nicht darüber hinweg und wir müssen uns noch anstrengen und gemeinsam, dass was uns bevorsteht überwinden.“




Die Demonstrationen finden gerade zu einer Zeit statt, in der das Virus wieder auf dem Vormarsch ist und das rumänische Gesundheitssystem, vor allem die Intensivstationen, überlastet ist.

Siegfried Mureșan im Europäischen Parlament (Foto: Alain ROLLAND Copyright: © European Union 2025 - Source : EP)
RRI Aktuell Donnerstag, 08 Oktober 2026

Europäisches Parlament fordert größeren EU-Haushalt

Nur so könne die Europäische Union wichtige Vorhaben etwa in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, Kohäsionspolitik und Lan…

Europäisches Parlament fordert größeren EU-Haushalt
Transfăgărăşan  / Foto: Mariana Chiriță, RRI
RRI Aktuell Donnerstag, 08 Oktober 2026

National Geographic empfiehlt Rumänien als Reiseziel

Das Magazin „National Geographic“ hat Rumänien nach New York, Madagaskar, Argentinien, Schottland und Ägypten unter die schönsten Reiseziele für Oktob…

National Geographic empfiehlt Rumänien als Reiseziel
Foto: pixabay.com
RRI Aktuell Mittwoch, 07 Oktober 2026

Strompreise steigen weiter

Rumänien muss sich auf einen Winter und einen Frühling mit sehr hohen Strompreisen einstellen. Davor hat der Staatssekretär im Energieministerium und …

Strompreise steigen weiter
Nominierter Premierminister Luca Niculescu (l.i.B) mit Präsident Nicușor Dan (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Dienstag, 06 Oktober 2026

Vierter Premierminister-Kandidat seit Beginn der Regierungskrise ernannt

Fünf Monate ist es her, dass die Regierung Rumäniens nach einem erfolgreichen Misstrauensantrag im Parlament gestürzt wurde. Seitdem versucht Staatspr…

Vierter Premierminister-Kandidat seit Beginn der Regierungskrise ernannt
RRI Aktuell Dienstag, 06 Oktober 2026

Eurobarometer: Sorgen um Armut und sinkendem Lebensstandard

Der sinkende Lebensstandard und die Armut sind für die Rumänen die größten Sorgen. Ihre Befürchtungen sind stärker ausgeprägt als in den meisten Mitgl…

Eurobarometer: Sorgen um Armut und sinkendem Lebensstandard
RRI Aktuell Montag, 05 Oktober 2026

EU-Haushalt: Mehr Geld für Landwirtschaft und Kohäsion?

In dieser Woche wird in Straßburg über den künftigen Haushalt der Europäischen Union beraten. Daran beteiligt sind die Europaabgeordneten und Kommissi…

EU-Haushalt: Mehr Geld für Landwirtschaft und Kohäsion?
RRI Aktuell Montag, 05 Oktober 2026

Standard & Poors bestätigt Rumäniens Länderrating

Die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor's gab bekannt, dass sie Rumäniens Länderrating mit BBB- und negativem Ausblick beibehält. Das Rati…

Standard & Poors bestätigt Rumäniens Länderrating
RRI Aktuell Freitag, 02 Oktober 2026

Aufruf des rumänischen Präsidenten an die Diaspora

Bis 2080 könnte Rumänien 3,4 Millionen Einwohner weniger haben als heute, und ein Viertel der Bevölkerung wäre über 65 Jahre alt. Niedrige Geburtenrat…

Aufruf des rumänischen Präsidenten an die Diaspora

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company