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Rumänien ist EU-weiter Spitzenreiter im Haushaltsdefizit

Die nationalen Haushaltsdefizite in der EU sind auf 3,2 % gesunken, aber Rumänien hat das Jahr 2024 mit einem Minus von 9,3 % abgeschlossen, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Sursa foto: Septimiu / pixabay.com
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und , 23.04.2025, 14:06

Das Finanzministerium in Bukarest bekräftigt Rumäniens Verpflichtung, das Defizitziel von 7 % des Bruttoinlandsprodukts zum Jahresende zu erreichen, und verspricht, diesen Kurs in den kommenden Jahren fortzusetzen, wie es in dem mit Beamten der Europäischen Kommission vereinbarten Plan vorgesehen ist. Die Klarstellung erfolgt, nachdem Rumänien nach neuen Eurostat-Daten im vergangenen Jahr mit 9,3 % des BIP das größte Defizit in der Union aufwies und damit über dem von der Exekutive angekündigten Wert lag. Das Finanzministerium nennt als eine der Hauptursachen für diese Situation die von den Haushaltsinstitutionen am Ende des Jahres geschuldeten Beträge, die höhere Ausgaben implizierten, die in den ursprünglichen Berechnungen nicht enthalten waren.

 

Rumänien ist nicht der einzige Mitgliedstaat mit einem Defizit, das über der von der europäischen Gesetzgebung festgelegten Höchstgrenze von 3 % liegt, die Bukarest seit Jahren zu unterschreiten versucht. Eurostat-Daten zeigen, dass die nationalen Haushaltsdefizite in der Europäischen Union im vergangenen Jahr von durchschnittlich 3,5 auf 3,2 Prozent gesunken sind. Nach Rumänien weist Polen mit 6,6 Prozent das größte Defizit auf, ein Land, das jedoch höhere Verteidigungsausgaben hat – über 4 Prozent – und damit der NATO-Staat mit dem höchsten Anteil des BIP für diesen Sektor ist. Weitere Staaten mit hohen Defiziten sind Frankreich mit 5,8 Prozent und die Slowakei mit 5,3 Prozent. Auf der anderen Seite verzeichneten sechs Staaten einen Haushaltsüberschuss: Dänemark, Irland, Zypern, Griechenland, Luxemburg und Portugal. Was die öffentliche Verschuldung im Verhältnis zum BIP betrifft, so befindet sich Rumänien in einer guten Situation und liegt mit nur 54,8 % unter dem EU-Durchschnitt. Die höchste Staatsverschuldung verzeichnet Griechenland mit 153 %, Italien mit 135 %, gefolgt von Frankreich, Belgien und Spanien, die alle über 100 % liegen. Finanzielle Neuigkeiten gab es am Dienstag auch vom IWF.

 

Inmitten der Unsicherheiten, die durch den von Präsident Donald Trump initiierten Zollkrieg verursacht wurden, hat der Internationale Währungsfonds seine Schätzungen für das Wachstum der rumänischen Wirtschaft in diesem Jahr revidiert. Dies ist ein Rückgang von 3,3 Prozent, wie es im Oktober vorhergesagt wurde, auf 1,6 Prozent, so dass die Wachstumsprognose im Jahr 2026 2,8 Prozent betragen wird. Tatsächlich schätzt die internationale Finanzinstitution, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr drastisch schrumpfen wird, genauer gesagt mit einer Jahresrate von 2,8 Prozent, ein halber Prozentpunkt weniger als die Schätzungen des Fonds zu Beginn des Jahres. Nur ein bescheidenes Wachstum von 3 Prozent im Jahr 2026 ist wahrscheinlich, so der IWF, wobei auch die Fortschritte bei der Eindämmung der Inflation beeinträchtigt werden. Die Konjunkturabschwächung wird die Wirtschaft der Vereinigten Staaten besonders hart treffen, die nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds in diesem Jahr nur um 1,8 Prozent wachsen wird.

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