13.02.2026
Die wichtigsten Meldungen im Überblick
Newsroom, 12.02.2026, 21:13
Die rumänische Wirtschaft ist 2025 um 0,6 Prozent gewachsen. Dennoch hat das Land das Jahr in einer technischen Rezession beendet. Das Bruttoinlandsprodukt lag im vierten Quartal um 1,9 Prozent unter dem Wert des dritten Quartals. Es war der zweite Rückgang in Folge, wie das Nationale Institut für Statistik mitteilt. Bereits im dritten Quartal war die Wirtschaft um 0,2 Prozent geschrumpft. Der Internationale Währungsfonds hatte im Oktober ein Wachstum von bis zu einem Prozent erwartet. Die Weltbank prognostizierte im Januar 0,8 Prozent. Die Europäische Kommission senkte ihre Schätzung im November auf 0,7 Prozent.
Die Sozialdemokraten haben erneut die Reformpolitik ihrer liberalen Koalitionspartner kritisiert. In einer Mitteilung fordern sie ein Ende einer aus ihrer Sicht zu undifferenzierten Sparpolitik. Stattdessen brauch es echte strukturelle Reformen, die soziale und wirtschaftliche Realitäten berücksichtigen. Einsparungen seien nötig, dürften aber nicht zu Blockaden in wichtigen Bereichen des öffentlichen Dienstes führen. Die Regierung konnte auch am Donnerstag weder die Reform der zentralen und lokalen Verwaltung noch ein Paket zur Wirtschaftsförderung verabschieden. Das Vorhaben sorgt weiter für Spannungen in der Koalition. Zehn Ministerien müssen zustimmen, einzelne Amtsinhaber verweigern jedoch ihre Unterschrift.
Verteidigungsminister Radu Miruţă führt vom 13. bis 15. Februar die rumänische Delegation bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Zur Delegation gehören Außenministerin Oana Ţoiu und der Chef der Cyber-Sicherheitsbehörde Dan Cîmpean. Im Mittelpunkt stehen die transatlantische Sicherheit, eine stärkere europäische Verteidigungszusammenarbeit, neue Militärtechnologien und die Anpassung internationaler Instrumente an neue strategische Realitäten. Am Rande der Konferenz sind Gespräche mit Vertretern der NATO, der EU sowie mit Partner- und Bündnisstaaten geplant.
Rumänien will den moldauischen Hafen Giurgiuleşti an der Donau von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung übernehmen, die derzeit Mehrheitseigner ist. Die Nationale Gesellschaft der Seehafenverwaltung plant umfangreiche Investitionen. Ziel ist es, die Kapazitäten auszubauen, die Infrastruktur zu modernisieren und die Stellung des Hafens im Schwarzmeerraum und im Donaubecken zu stärken. Der Hafen wickelt mehr als 70 Prozent der Wasserimporte und -exporte der Republik Moldau ab und ist zentral für deren Versorgungssicherheit.
Der Tourismus in Rumänien ist 2025 in zehn von zwölf Monaten zurückgegangen. Das sagte der Vizepräsident des Nationalen Verbands der Reisebüros, Adrian Voican. Es brauche rasch Maßnahmen, damit rumänische und ausländische Touristen ihre Ferien im Land verbringen. Der Inlandstourismus habe vor allem dank früherer Urlaubsgutscheine für Beschäftigte überlebt. Ohne eine Aufstockung drohe 2026 ein schwerer Einbruch. Die Aussagen fielen zur Frühjahrsausgabe der Tourismusmesse in Bukarest. Noch bis Sonntag präsentieren Reisebüros, Veranstalter und Hotels ihre Angebote für 2026.
Der 13. Februar ist der Welttag des Radios. Er erinnert an die erste Sendung des UN-Radios im Jahr 1946. Die UNESCO rief den Tag 2011 aus, um die internationale Zusammenarbeit der Rundfunkanstalten zu stärken und den Zugang zu Informationen zu fördern. 2013 bestätigte die UN-Generalversammlung die Initiative. In Rumänien wird der nationale Tag des Radios jedes Jahr am 1. November begangen. An diesem Datum nahm 1928 der öffentliche Rundfunk seinen Betrieb auf.