Nachrichten 18.01.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Florin Lungu, 18.01.2026, 16:48
Nach Inkrafttreten des EU-Mercosur-Handelsabkommens werden die derzeitigen Zölle von bis zu 55 % auf EU-Agrar- und Lebensmittelprodukte abgeschafft. Dies soll rumänischen Landwirten helfen, ihre Exporte in den südamerikanischen Handelsblock zu steigern. Dies geht aus einem Dokument hervor, das auf der Website der Generaldirektion Handel (GD Handel) der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde. Derzeit machen Agrar- und Lebensmittelprodukte aufgrund hoher Zölle und anderer Beschränkungen in den südamerikanischen Ländern nur 5 % der gesamten EU-Exporte nach Mercosur aus. Im Jahr 2024 belief sich der Wert der rumänischen Agrar- und Lebensmittelexporte nach Mercosur auf eine Million Euro. 15 rumänische Produkte mit geografischen Angaben werden auf den Mercosur-Märkten geschützt sein. Laut der Generaldirektion Handel (DG TRADE) werden rumänische Unternehmen künftig leichter in den Mercosur-Staaten Geschäfte tätigen können. Sie werden Dienstleistungen günstiger und einfacher anbieten können, rumänische Produzenten, insbesondere im Lebensmittel- und Industriesektor, sowie Landwirte können mehr exportieren, und rumänische Spezialitäten lassen sich in größeren Mengen und zu höheren Preisen verkaufen. Am Samstag unterzeichneten die Europäische Union und der Mercosur in Asunción, Paraguay, ein historisches Handelsabkommen. Damit endeten 25 Jahre Verhandlungen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten, und eine der größten Freihandelszonen der Welt mit über 700 Millionen Einwohnern, die 30 % des globalen BIP repräsentieren, wurde offiziell geschaffen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag identifizierte das Radarüberwachungssystem des rumänischen Verteidigungsministeriums eine Gruppe russischer Drohnen im ukrainischen Luftraum, etwa 10 km nördlich der rumänischen Grenze. Zwei F-16-Kampfflugzeuge des 86. Luftwaffenstützpunkts in Fetești erhielten den Befehl, sich für einen Aufklärungseinsatz vorzubereiten. Da die Ziele nicht mehr auf dem Radar zu sehen waren, wurde der Einsatz nach etwa 10 Minuten abgebrochen; die Flugzeuge blieben am Boden. Es wurden keine unbefugten Eindringversuche in den nationalen Luftraum festgestellt. Seit Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine wurden über 70 Drohnenangriffe in der Nähe der rumänischen Grenze registriert.
Die Botschafter der 27 EU-Mitgliedstaaten sind am Sonntag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen gekommen, nachdem US-Präsident Donald Trump mit einer Welle von Zollerhöhungen gegen europäische Verbündete gedroht hat, bis die USA Grönland kaufen dürfen. Laut BBC wurde Trumps Drohung kritisiert. EU-Spitzenvertreter warnten, die Zölle könnten eine gefährliche Spirale in den transatlantischen Beziehungen auslösen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, Europa werde geeint, koordiniert und entschlossen seine Souveränität verteidigen. Präsident Trump behauptet, die Sicherheit der USA und der Welt hänge davon ab, dass Grönland Teil der Vereinigten Staaten werde. Dänemark beharrt darauf, die arktische Insel, die seit 1814 autonom zu seinem Territorium gehört, weder zu verkaufen noch abzutreten. Naaja Nathanielsen, eine der wichtigsten Ministerinnen der grönländischen Regierung, begrüßte die Reaktion der von Trumps neuen Zolldrohungen betroffenen europäischen Länder. (Faneos)