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Das Gesundheitswesen erhält mehr Geld

Die Übergangsregierung in Bukarest stockt den Haushalt des Gesundheitsministeriums angesichts der vierten Welle der Corona-Pandemie auf.

Das Gesundheitswesen erhält mehr Geld
Das Gesundheitswesen erhält mehr Geld

, 11.11.2021, 22:13


Um das von der Corona-Pandemie stark betroffene Gesundheitssystem zu unterstützen, hat die Übergangsregierung in Bukarest am Mittwoch den Haushalt des Gesundheitsministeriums aus dem Reservefonds um 332,5 Millionen Lei (etwa 66,5 Millionen Euro) aufgestockt. Dieses Geld ist für den Kauf von weiteren Medikamenten gegen COVID-19 und zur Finanzierung nationaler Gesundheitsprogramme bestimmt. Zum Letzten gehört der Kauf von Grippeimpfstoff, HPV-Impfstoff und sechswertigem Impfstoff für die Immunisierung von Kindern im ersten Lebensjahr. Zur Behandlung der Corona-Patienten, sagte der amtierende Minister Cseke Attila, dass Rumänien derzeit über genügend Dosen Remdesivir verfüge, aber dennoch neue Ampullen kaufen werde. Cseke Attila: Wir sprechen hier von 70.000 neuen Ampullen Remdesivir. Wir haben heute genügend Dosen dieses Medikaments für die nächsten Wochen vorrätig. Wir wollen aber die Kontinuität der Behandlung in den rumänischen Krankenhäusern im Voraus sicherstellen. Es werden öffentliche Ausschreibungsverfahren für dieses Medikament eingeleitet“.




Dem Minister zufolge wird ein Teil des Betrags auch dazu verwendet, die Zahl der Lebensmittelgutscheine zu erhöhen, die als Anreiz für die vollständig gegen Corona Geimpften vergeben werden. Dieser Betrag geht auf den bereits Ende September aufgestockten Haushalt. Aus diesem werden Medikamente für Patienten, die mit dem neuen Coronavirus infiziert sind, und das Intensivpflege-Programm finanziert. Im Oktober wurden au‎ßerdem Mittel aus dem staatlichen Reservefonds für den Kauf von Wirkstoffen bereitgestellt, die für das nationale Impfprogramm benötigt werden.




Unwiderlegbar ist das rumänische Gesundheitswesen aufgrund der hohen Zahl schwerer Corona-Fälle und der überfüllten der Krankenhäuser überbelastet. Dies verdeutlichen die Brände, die in Gesundheitseinrichtungen im ganzen Land ausbrachen. Der jüngste Vorfall ereignete sich am Donnerstagmorgen in Ploiesti (eine Gro‎ßstadt im Süden des Landes) in einer medizinischen Einrichtung, in der Corona-Patienten behandelt werden. Das Feuer brach in der Abteilung für Infektionskrankheiten des Kreiskrankenhauses aus, wo sich 20 Patienten und Patientinnen befanden. Zwei davon starben, eine Krankenschwester trug schwere Verbrennungen davon. Der Vorfall ereignete sich weniger als eineinhalb Monate nach dem Brand im Krankenhaus für Infektionskrankheiten in der Schwarzmeer-Hafenstadt Constanța, bei dem sieben Patienten starben. Zuvor starben bei Bränden in der moldauischen Stadt Piatra Neamţ 10 Menschen und im Matei Balș“ Institut in der Hauptstadt vier Menschen. Die heutige ist die bereits vierte Tragödie in weniger als einem Jahr. Es gab noch andere Brände in medizinischen Einrichtungen, die glimpflich ausgingen.

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