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Teilwahlen für das Bukarester Generalbürgermeisteramt

Am Sonntag wurde der Generalbürgermeister von Bukarest gewählt – bei den Wahlen mit der geringsten Wahlbeteiligung in der Geschichte der rumänischen Hauptstadt seit 1989.

Sursa foto: fb.com / Ciprian Ciucu
Sursa foto: fb.com / Ciprian Ciucu

und , 08.12.2025, 18:00

Die Einwohner Bukarests waren am Sonntag aufgerufen, den zwölften gewählten Bürgermeister der Hauptstadt seit der Revolution von 1989 zu wählen. Die bisherigen elf Amtszeiten wurden von acht Bürgermeistern bekleidet, da drei von ihnen zweimal gewählt wurden. Zwei dieser zweimal gewählten Bürgermeister, Traian Băsescu und Nicușor Dan, wurden später Präsidenten Rumäniens. Diesmal gewann der Liberale Ciprian Ciucu die Wahlen zum Bukarester Rathaus am Sonntag mit etwas über 36 % der Stimmen. Als enger Vertrauter des liberalen Premierministers Ilie Bolojan und amtierender Bürgermeister des 6. Bezirks der Hauptstadt gewann er die Wahl in fünf der sechs Bukarester Bezirke. Seine Amtszeit wird kürzer sein als die der nach den Wahlen im vergangenen Juni gewählten Amtsträger, nämlich weniger als drei Jahre, bis zum Ende der Legislaturperiode 2028.

Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses sagte Ciprian Ciucu: „Wir werden im Bukarester Rathaus viel zusammenarbeiten und zahlreiche Projekte angehen. Ich möchte Bukarest zu meinem Lebensprojekt machen. Und das nicht kurzfristig, sondern langfristig.“

Bei den Wahlen am Sonntag erreichte Anca Alexandrescu, unterstützt von der populistischen, ultranationalistischen Oppositionspartei AUR, mit fast 22 Prozent den zweiten Platz, gefolgt vom Sozialdemokraten Daniel Băluță mit rund 21 Prozent. Auf Platz vier landete Cătălin Drulă (USR) mit fast 14 Prozent, gefolgt von Ana Ciceală (SENS) mit rund 6 Prozent. Die Wahlbeteiligung erreichte nicht die 33-Prozent-Marke. Dies ist das zweite Mal in den letzten drei Jahrzehnten, dass diese Zahl nicht erreicht wurde. Im ersten Fall, 2008, als die Wahlbeteiligung im ersten Wahlgang niedriger war, gab es ebenfalls einen zweiten Wahlgang, in dem das erforderliche Ergebnis übertroffen wurde.

Laut Reuters wählte Bukarest am Sonntag einen liberalen Bürgermeister. Dies verschaffte Premierminister Ilie Bolojan in seiner fragilen proeuropäischen Regierungskoalition einen Vorteil und bescherte der rechtsextremen Kandidatin, die als eigentliche Gewinnerin dieser Wahlen betrachtet wird, eine Niederlage. Die Nachrichtenagentur erinnert daran, dass das einflussreiche Amt seit Mai vakant war, als der zentristische Unabhängige Nicușor Dan die wiederholten Präsidentschaftswahlen gewann – ein Jahr nach seiner Wiederwahl zum Bürgermeister.

Umfragen zufolge stand Bukarest kurz davor, die erste Hauptstadt der Europäischen Union zu werden, die von einer rechtsextremen Politikerin regiert werden sollte. Reuters weist zudem darauf hin, dass die Wahl am Sonntag ein Jahr nach der Absage der ersten rumänischen Präsidentschaftswahlen stattfand. Grund dafür waren Vermutungen über russische Einmischung, die einen rechtsextremen Kandidaten begünstigt hatte.

Am Sonntag fanden in zwölf weiteren rumänischen Ortschaften auch Teilwahlen für Bürgermeister statt. Im Kreis Buzău (im Südosten) gewann Marcel Ciolacu, PSD-Abgeordneter und ehemaliger Vorsitzender der Sozialdemokraten, mit mehr als der Hälfte der Stimmen die Präsidentschaft des Kreistags. Seit Juni 2024, also in rund anderthalb Jahren, gab es acht verschiedene Wahlen, zu denen die Einwohner Bukarests aufgerufen waren: Präsidentschaftswahlen, Kommunal- und Europawahlen sowie Kommunal- und Parlamentsreferenden.

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