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Die rumänischen Lehrer gehen erneut auf die Straßen

Die rumänischen Lehrer beklagen sich über die mangelhafte Funktion des Bildungswesens wegen der Unterfinanzierung. Somit gingen sie erneut auf die Straßen. Die Protestteilnehmer behaupten, sie werden Extremmaßnahmen in Anspruch nehmen.

Die rumänischen Lehrer gehen erneut auf die Straßen
Die rumänischen Lehrer gehen erneut auf die Straßen

, 07.11.2013, 15:15

In einem neuen Versuch eine günstige Antwort auf ihre Forderungen zu erhalten, haben die Gewerkschaftler aus dem rumänischen Bildungswesen in Bukarest eine Gro‎ßkundgebung und einen Protestmarsch organisiert. Sie setzen somit die Aktion fort, die sie Ende Oktober begonnen hatten. Damals versammelten sich rund 400 Mitglieder des Freien Gewerkschaftsverbandes im Bildungswesen drei Tage lang vor dem Sitz der Regierung und der regierenden Sozial-Liberalen Union. Ihre Hauptforderung betrifft die Zuweisung von höheren Beträgen für die Bildung.



Der Vorsitzende des Gewerkschaftsverbandes im Bildungswesen Simion Hăncescu (track): Laut dem Nationalen Bildungsgesetz, genauso wie laut dem alten, au‎ßer Kraft gesetzten Gesetz, hätte das Bildungswesen 6% des BIP erhalten müssen. Das ist eigentlich der Schlüssel dieses Problems. Alles geht von der Finanzierung aus. Ein System wie das Bildungssystem kann bei Unterfinanzierung nicht normal funktionieren. Es gibt auch weitere Dinge, die die Leute wollen. Es handelt sich um die Abänderung des Nationalen Bildungsgesetzes.



Besagtes Gesetz hat für gro‎ße Unzufriedenheit unter den Angestellten des Bildungswesens gesorgt. Wir müssen ein Nationales Bildungsgesetz erarbeiten, dass den Gegebenheiten im heutigen Rumänien entspricht. Wir haben eine weitere Forderung, die derzeitige Entlohnung im heutigen Bildungssystem. Überwiegend die jungen Lehrkräfte haben Nettolöhne unter 800 Lei (umgerechnet 180Euro). Wie kann man dabei noch Leistung in der Klasse bringen? Die Qualität des Lehrprozesses sinkt leider auch darum, dass die Entlohnung vollkommen unmotivierend ist.“



Die Protestteilnehmer behaupten, dass sie sich mit minimalen Einkommenserhöhungen nicht zufrieden geben werden. Sie fordern die Anhebung der Löhne um mindestens 50% für die debütierenden Lehrer und schlie‎ßen einen Generalstreik während der Europaparlamentswahlen 2014 oder vor dem Ende des Schuljahres nicht aus, unter dem Risiko das Bildungsjahr zu blockieren.



Weitere Änderungen sind erforderlich, so die Lehrer, wie die Wiedereinführung der Lehrnorm von 16 Stunden in der Woche für Lehrkräfte, die über 25 Jahre Dienstalter im Bildungswesen haben, die Abrechnung der Transportkosten für die pendelnden Lehrer, die Wiedereinführung des Doktoratszuschlags oder die Möglichkeit einer vorzeitigen Pensionierung, mindestens drei Jahre vor Erreichung des Standardrentenalters, ohne Beeinträchtigung der Rente. Die Entpolitisierung des Bildungswesens und die Überarbeitung des Lehrplans sowie des Bewertungssystems der Schüler gehören auch zu den Forderungen.



Als Solidaritätszeichen für die Proteste der Lehrkräfte, hat der Rumänische Landesverband der Studentenorganisationen seine Unterstützung ausgedrückt.

Foto: pixabay.com
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