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Nach Flugzeug-Unglück: Regierung gründet Sonderabteilung für Noteinsätze

Die rumänische Regierung hat die Gründung einer Abteilung für Noteinsätze in Extremwetter-Fällen beschlossen. Davor hatte der Ministerpräsident den Eingriff der Behörden nach dem Flugzeugunglück in den Westkarpaten kritisiert.

Nach Flugzeug-Unglück: Regierung gründet Sonderabteilung für Noteinsätze
Nach Flugzeug-Unglück: Regierung gründet Sonderabteilung für Noteinsätze

, 30.01.2014, 15:05

Per Regierungsbeschluss wurde eine Abteilung für Noteinsätze in Fällen von Extremwetter gegründet. Sie soll beim Innenministerium angesiedelt sein, allerdings wird die Abteilung auch Einsatzkräfte anderer Ministerien koordinieren können. Infolge der Entscheidung wird der Vizepremier für die Nationale Sicherheit das Einsatzkommando in Notfällen inne haben, während der Staatssekretär Raed Arafat die Hilfsaktionen bei Extremwetter leiten wird. Arafat, von Beruf Arzt, hatte in den 90er Jahren den Mobilen Notfall-, Wiederbelebungs- und Bergungsdienst (SMURD) gegründet. Für seine bemerkenswerte Tätigkeit im Bereich Notmedizin wurde er 2003 und 2005 mit zwei wichtigen Auszeichnungen des rumänischen Staates geehrt.



Die aktuelle Dringlichkeitsverordnung ändert praktisch das aktuelle System des Betriebs und der Koordinierung öffentlicher Institutionen. Laut Ministerpräsident Victor Ponta, würden dadurch keine Zeit und Ressourcen mehr mit bürokratischen Angelegenheiten verschwendet werden. Das aktuelle System hätte nicht mehr erhalten bleiben können, sagte er. Laut diesem hatte der Innenminister Institutionen zu leiten, die anderen Bereichen des Staates untergeordnet waren, wie etwa der Dienst für Sondertelekommunikationen (STS). Die Ministerien, der Mobile Not-, Wiederbelebungs- und Bergungsdienst, das Inspektorat für Notsituationen, die anderen Institutionen und Stellen müssten von einer einzigen Person koordiniert werden. So könnten die Behörden viel schneller reagieren, so der Ministerpräsident.



Die Klärung der Zuständigkeiten in Notfällen erfolgt nachdem der Regierungschef die Intervention der Behörden nach dem Flugzeugunglück vor einer Woche in den Westkarpaten kritisiert hatte. Dabei waren zwei Menschen ums Leben gekommen und fünf weitere verletzt worden. Der Kleinflieger sollte ein auf Organtransplante spezialisiertes Ärzteteam von Bukarest nach Oradea befördern. Nach dem Absturz wurden die Opfer erst nach vielen Stunden geortet, an den Suchoperationen beteiligten sich die Rettungs-Feuerwehr, die Berg-Gendarmerie, Polizei, Bergwacht und Einheimische.



Als schwerwiegend ist die Tatsache zu beurteilen, dass im Zeitalter ultramoderner Technologie ein Förster der erste war, der die Opfer finden konnte. Der Ministerpräsident erklärte die Einsätze zur Bergung der Überlebenden als gescheitert. Das Flugzeugunglück zog im Nachhinein mehrere Rücktritte und Entlassungen nach sich. Innenminister Radu Stroe legte infolge der Kritik gegen ihn sein Amt nieder, und erklärte, die Geste sei eine Ehrensache. Sein Ministerium war für die zu gro‎ße Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt der Meldung des Absturzes und der Bergung der Opfer verantwortlich gemacht worden. Vor Stroes Kündigung waren der Generaldirektor und der Einsatzleiter der Flugaufsichtsbehörde sowie der Leiter des Generalinspektorats für Notsituationen zurückgetreten.

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