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Neue Brandkatastrophe auf Intensivstation

Nach Piatra Neamt und Bukarest brannte es diesmal in Constanta

Neue Brandkatastrophe auf Intensivstation
Neue Brandkatastrophe auf Intensivstation

, 04.10.2021, 11:49

In den frühen Morgenstunden des Freitags wurde Rumänien von einer neuen Schreckensnachricht erschüttert: Im Krankenhaus für Infektionskrankheiten in Constanța, der grö‎ßten Stadt an der Schwarzmeerküste, brach mitten in der 4. Pandemiewelle ein Feuer auf der Intensivstation aus. Zunächst gaben die Behörden bekannt, dass neun der zehn dort aufgenommenen Covid-19-Patienten gestorben waren, doch wurde die Zahl der Todesopfer später auf sieben korrigiert – was nichts am Ausma‎ß der Katastrophe ändert.



Premierminister Florin Cîțu sprach von der Notwendigkeit, alle in den letzten 30 Jahren gemachten Fehler zu korrigieren. Und der Präsident des Landes, Klaus Iohannis, gab zu, dass „der rumänische Staat bei seiner grundlegenden Aufgabe versagt hat, seine Bürger zu schützen“



Im November letzten Jahres war ein Brand in einem Krankenhaus im nordöstlichen Piatra Neamt ausgebrochen, bei dem mehr als zehn Patienten starben. Der diensthabende Arzt, der versuchte, Patienten zu retten, erlitt Verbrennungen zweiten und dritten Grades auf 80 % seines Körpers. Eine Untersuchung der zuständigen Behörden deckte damals Probleme bei den Signal- und Elektroanlagen auf. In dem Bericht zur anschlie‎ßenden Untersuchung in einem Gro‎ßteil der Krankenhäuser wurden mehr als 2.000 Verletzungen von Brandschutzvorschriften festgestellt. Mehr als ein Viertel der rumänischen Krankenhäuser solle so nicht über einen Löschwassertank verfügt haben; in zwei Dritteln der überprüften Intensivstationen wurde der Mindestabstand zwischen den Betten nicht eingehalten; weniger als die Hälfte der Intensivstationen verfügte über ausreichend medizinisches Personal in Bereitschaft. Wenige Monate nach dem Brandvorfall in Piatra Neamt brannte es jedoch wieder – diesmal im Matei Balș Institut in Bukarest, einer medizinischen Vorzeigeeinrichtung. Mehr als 20 Menschen fielen dem Brand zum Opfer. In der Tat ist bereits ein Phänomen der Brände in Krankenhäusern feststellbar. Einem in der Zentralpresse veröffentlichten Bericht zufolge haben allein im letzten Jahr 10 medizinische Einrichtungen Brände in ihren Räumlichkeiten gemeldet, die auf die Überlastung der alten Infrastruktur durch eine steigende Zahl der Corona-Patienten in stationärer Behandlung zurückzuführen sind. Nach der neuen Katastrophe vom Freitag in Constanta sollen Spezialisten – darunter auch Kriminalisten – den Brandherd durchkämmen und die Ursache des Brandes herausfinden, der die Intensivstation zerstörte.


Parallel dazu wurde von der Präfektur Constanta eine administrative Untersuchung der Brandschutz- und Sicherheitsma‎ßnahmen angeordnet. Der Betrieb der völlig zerstörten Intensivstation im Krankenhaus für Infektionskrankheiten wurde mitsamt medizinischem Personal vom Notfallkrankenhaus in der Stadt übernommen. Das benachbarte Ungarn hat angeboten, zu helfen und bei Bedarf Patienten aus Rumänien aufzunehmen. Doch das sint Palliativlösungen, die weder speziell für die Lage in Constanta noch generell für das rumänische Gesundheitssystem ausreichen. .




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