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Rumänien bleibt ein strategischer Partner für die Republik Moldau

Rumänien wird ein strategischer und sehr dynamischer Partner der benachbarten Republik Moldau bleiben.“ Dieses Versprechen machte erneut Präsident Klaus Iohannis.

Rumänien bleibt ein strategischer Partner für die Republik Moldau
Rumänien bleibt ein strategischer Partner für die Republik Moldau

, 23.11.2016, 17:10

Für den sozialistischen und russlandnahen Führer der Republik Moldau, Igor Dodon, scheint die Nüchternheit schrittweise den Platz der Euphorie einzunehmen. Nach dem Sieg in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen vom 13. November lösen sich die Wolken des Triumphs auf und der gewählte Präsident schaltet bereits die enormen Wahlversprechen aus der Wahlkampagne nach und nach aus.



In einem Interview mit der russischen Presseagentur Interfax, zitiert von den Korrespondenten von Radio Rumänien in Chişinău, sagt er, dass die Republik Moldau sich derzeit nicht leisten kann, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union aufzukündigen. Vor den Wahlen hatte er seinen Anhängern die Aussetzung aller Vereinbarungen mit Brüssel versprochen, um eine Integration in die Euroasiatische Wirtschaftsunion, Russland-Wei‎ßrussland-Kasachstan zu erleichtern.



Bewusst darüber, dass die Hälfte der Wählerschaft, die für seine Gegenkandidatin, die proeuropäische Reformerin Maia Sandu gestimmt hat, eine derartig brutale Umkehr der Au‎ßenpolitik nicht dulden würde, sagt Dodon, dass die Republik keinen ukrainischen Maidan“-Platz nötig hat. Er verwies dabei auf die Riesenveranstaltungen, Anfang 2014, die zum Umsturz des moskaunahen Regimes in Kiew und zur Machtübernahme durch eine prowestliche Regierung geführt hat.



Er verlangt jedoch der Europäischen Union den Freihandel, der im Assoziierungsabkommen vorgesehen ist, durch einen asymmetrischen Handel zu ersetzen. Dieser soll der Republik Moldau ermöglichen, Güter in den Binnenmarkt zu exportieren, ohne Zollgebühren zu zahlen.



Eine einzige Person, sei es auch der Präsident selbst, kann die Beziehung zwischen Rumänien und der Republik Moldau nicht grundlegend beeinflussen, war der Meinung am Dienstag der rumänische Staatschef, im Rahmen einer Diskussion im nordostrumänischen Iaşi, nur 20km von der gemeinsamen Grenze entfernt. Der konsequenteste und energischste Befürworter der europäischen Route des Nachbarstaates, Rumänien, bleibt ein strategischer und sehr dynamischer Partner für die Republik Moldau, versprach Iohannis: Ich möchte, dass wir die Republik Moldau unterstützen und ich möchte, dass wird das auf institutionelle Weise tun. Wir haben eine historische Beziehung, wir haben eine Wirtschaftsbeziehung, wir haben Kulturbeziehungen und ich glaube, dass weiterhin die Voraussetzungen für eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen rumänischen und moldawischen Institutionen bestehen. Es gibt sehr gute Chancen, dass die Wirtschaft der Republik Moldau wächst. Dann werden auch die Moldauer spüren, was die Annäherung an Europa wirklich bedeutet.“



Auch Experten behaupten, dass der neue Präsident der Republik Moldau es nicht leicht haben wird, seine au‎ßenpolitischen Verpflichtungen aus der Wahlkampagne einzuhalten. Professor Iulian Chifu, Leiter des Zentrums zur Konfliktvorbeugung Early Warning und ehemaliger Präsidentschaftsberater in Bukarest meint, dass die Verfassung einerseits Dodon nicht sehr viele Befugnisse verleiht. Andererseits sind sowohl die von Pavel Filip geführte Regierung, als auch die Mehrheit der Abgeordneten des vor zwei Jahren gewählten Parlaments, zumindest laut den eigenen Aussagen, Befürworter der europäischen Route und keine Nostalgiker der Sowjetära.

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