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Rumänien könnte sich an der EU-Militärmission in Mali beteiligen

Rumänien könnte sich an der EU-Militärmission im afrikanischen Krisenland Mali beteiligen, bekräftigte am Donnerstag Außenminister Titus Corlăţean, nachdem die Europäische Union die Entsendung einer Ausbildungsmission nach Mali beschloss.

Rumänien könnte sich an der EU-Militärmission in Mali beteiligen
Rumänien könnte sich an der EU-Militärmission in Mali beteiligen

, 18.01.2013, 17:37


Rumänien könnte sich an der EU-Militärmission im afrikanischen Krisenland Mali beteiligen, bekräftigte am Donnerstag Au‎ßenminister Titus Corlăţean, nachdem die Europäische Union die Entsendung einer Ausbildungsmission nach Mali beschloss.


Der Brennpunkt Mali gefährdet die Stabilität in der Region. Die islamistische Gruppierung Al-Qaida ist in Folge der Krise in Mali aktiver geworden. Mit der Geiselnahme in Algerien haben au‎ßerdem nordafrikanische Al-Qaida-Kämpfer den französischen Feldzug in Mali von einem regionalen in ein globales Problem verwandelt. Über 40 Ausländer aus 12 Ländern wurden am Mittwoch in Algerien, von einer der Al-Qaida angeschlossenen Gruppierung entführt. Dies soll als Vergeltungsschlag gegen den Luft- und Landeingriff der französischen Militärs gegen die islamistischen Kämpfer in Mali gelten. Das Auswärtige Amt in Bukarest bestätigte am Donnerstag, dass sich unter den in Algerien entführten Bürgern, auch Rumänen befinden.


Der rumänische Nachrichtendienst kündigte folglich, die Gründung einer Krisenzelle auf nationaler Ebene im Kontext der Entführungen an. Auf einem Krisentreffen in Brüssel beschlossen die EU-Au‎ßenminister am Donnerstag eine Ausbildungsmission für Mali. 200 Militärsausbilder und 250 Soldaten will folglich die EU so rasch wie möglich nach Mali schicken. Diese sollen die einhemischen Regierungskräfte im Kampf gegen islamistische Rebellen ausbilden. Frankreich, das während der Kolonialzeit das afrikanische Land kontrollierte, stockte neulich seine Truppen massiv auf.


Die Zahl der französichen Soldaten die in die Region entsandt werden, soll von 1400 auf 2500 steigen, wie das französische Verteidigungsministerium ankündigte. Am Brüsseler Sondergippfel beteiligte sich auch der rumänsiche Aussenminster Titus Corlăţean. Rumänien könnte an der EU-Militärmission in Mali teilnehmen, bekräftigte Corlăţean: „Wir befinden uns derzeit in einer fortgeschrittenen Phase einer genaueren Untersuchung der Möglichkeit, uns an der EU-Militäroperation in Mali zu beteiligen. Der Beitrag Rumäniens zur EU-Mission sieht insbesondere die Ausbildung und Training der Sicherheitskräfte vor, wir schliessen aber die Möglichkeit nicht aus, Mali im Bereich Ausrüstung und Logistik zu unterstützen. Die Brüsseler Gespräche bestätigten ohnehin meine Stellungnahme in Bezug auf den erforderlichen Beitrag Rumäniens zur Bekämpfung des Terrorismus.“


Au‎ßenminister Titus Corlăţean verurteilte zudem die Aktionen der terroristischen Gruppierungen, die zur Gewalt und zum religiösen Fanatismus aufrufen. Die Europäische Union soll sich stärker für die Stabilität und die territoriale Integrität der afrikanischen Republik einsetzen, fügte Corlăţean hinzu.

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