RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Staatschef schickt Justizgesetze zurück an den Verfassungsgerichtshof

Rumäniens Staatschef hat sich entschieden die neulich gebilligten Justizgesetze dem Verfassungsgericht zurück zu schicken.

Staatschef schickt Justizgesetze zurück an den Verfassungsgerichtshof
Staatschef schickt Justizgesetze zurück an den Verfassungsgerichtshof

, 03.05.2018, 17:30

Im Dezember hat das Parlament die Justizgesetze in der von der Regierungskoalition PSD-ALDE vorgeschlagenen Form angenommen. Die Eile mit der diese gebilligt wurden, schien der Opposition verdächtig. Die Justizgesetze durchliefen den Filter des Verfassungsgerichtshofs und erhielten kürzlich die endgültige Form. Um in Kraft zu treten brauchen sie die Unterschrift des Präsidenten. Präsident Klaus Iohannis kündigte jedoch an, er werde die Gesetze an den Gerichtshof zurück schicken und die Venedig-Kommission über den Inhalt der Gesetze informieren. Er habe festgestellt, dass die Gesetze über den Status von Richtern und Staatsanwälten, die Justizorganisation und das Funktionieren des Obersten Rates der Richter und Staatsanwälte Probleme aufweisen. Laut dem Präsidenten seien die Gesetze weder dem innerstaatlichen Verfassungsrahmen noch den europäischen Standards in diesem Bereich völlig angemessen.




Klaus Iohannis sagte, dass die neuen Bestimmungen den Status der Staatsanwälte schwächen und dass die neuen Regeln für die Zulassung als Richter oder Staatsanwalt sich auf das Funktionieren der Gerichte auswirken könnten, mit dem Risiko, den Rechtsakt zu blockieren. Dann, so der Präsident, gibt es Strukturen, die nicht dazu dienen, die Justiz wirksamer zu machen, sondern die Richter und Staatsanwälte einzuschüchtern. Parallel dazu würden Garantien für die organisatorische Unabhängigkeit der Justiz durch die Stärkung der Rolle des Justizministers zum Nachteil des Obersten Rates der Richter und Staatsanwälte beseitigt. Klaus Iohannis dazu:




“Offensichtlich entspricht die jetzige Form des Legislativpakets zur Änderung der Justizgesetze nicht den Erfordernissen einer Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, wie es die rumänische Verfassung in Artikel 1 sinnbildlich verkündet, und auch nicht den Erwartungen von Rumänen, die sich eine unabhängige Justiz wünschen, die auf Gesetze basiert und nicht beeinflussbar ist.”




Die Benachrichtigung der Venedig – Kommission und der Aufruf an den Verfassunsgerichtshof, die neuen Gesetze zu überprüfen, entspringe aus der wichtigen Rolle des europäischen Gremiums, so der rumänische Staatschef. Klaus Iohannis erinnerte daran, dass dieser Ausschuss seit fast 30 Jahren an der Entwicklung eines gemeinsamen konstitutionellen Erbes in Europa mitgewirkt hat. Die Kommission würde die Staaten, die ihre legalen und institutionellen Strukturen im Einklang mit internationalen Standards und guten Praktiken im Bereich Demokratie und Menschenrechte bringen wollen, unter anderem durch die Bereitstellung einer Notfallhilfe, helfen.




Aus diesem Grund hat Iohannis den Verfassungsgerichtshof aufgefordert, sich mit dem Urteil betreffen die Gesetze nicht zu beeilen und mit dem europäischen Gremium zusammenzuarbeiten. Die Koalitionsregierung, die dieses Gesetzespaket, das nicht nur vom Präsidenten, sondern auch von den Verbänden der Richter und Staatsanwälte kritisiert wurde, einleitete, wirft dem Staatsoberhaupt vor, die Umsetzung der Gesetze der Justiz zu verzögern. Sie beschuldigen in dabei Wahlinteressen zu verfolgen. Die rechtsgerichtete Opposition hingegen begrü‎ßt die Entscheidung des Präsidenten, das Legislativpaket an den Verfassungsgerichtshof und die Venedig-Kommission zu schicken, und fordert den Rücktritt von Justizminister Tudorel Toader.

Foto: wqqh87ok4g / pixabay.com
RRI Aktuell Montag, 05 Oktober 2026

EU-Haushalt: Mehr Geld für Landwirtschaft und Kohäsion?

In dieser Woche wird in Straßburg über den künftigen Haushalt der Europäischen Union beraten. Daran beteiligt sind die Europaabgeordneten und Kommissi…

EU-Haushalt: Mehr Geld für Landwirtschaft und Kohäsion?
(Foto: Mediamodifier / pixabay.com)
RRI Aktuell Montag, 05 Oktober 2026

Standard & Poors bestätigt Rumäniens Länderrating

Die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor's gab bekannt, dass sie Rumäniens Länderrating mit BBB- und negativem Ausblick beibehält. Das Rati…

Standard & Poors bestätigt Rumäniens Länderrating
Preşedintele României, Nicusor Dan (foto presidency.ro)
RRI Aktuell Freitag, 02 Oktober 2026

Aufruf des rumänischen Präsidenten an die Diaspora

Bis 2080 könnte Rumänien 3,4 Millionen Einwohner weniger haben als heute, und ein Viertel der Bevölkerung wäre über 65 Jahre alt. Niedrige Geburtenrat…

Aufruf des rumänischen Präsidenten an die Diaspora
Foto: pixabay.com
RRI Aktuell Freitag, 02 Oktober 2026

Bericht des US-Außenministeriums zu Rumänien

Rumänien bietet einen offenen Markt mit qualifizierten Fachkräften und einer geostrategischen Lage. Allerdings weist das Land auch häufig wechselnde G…

Bericht des US-Außenministeriums zu Rumänien
RRI Aktuell Donnerstag, 01 Oktober 2026

Aufbau- und Resilienzplan (PNRR): der letzte Zahlungsantrag

Rumänien hat am Mittwoch offiziell den letzten Zahlungsantrag aus dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) bei der Europäischen Kommission eing…

Aufbau- und Resilienzplan (PNRR): der letzte Zahlungsantrag
RRI Aktuell Donnerstag, 01 Oktober 2026

Die Regierung Siegfried Mureşan wurde vom Parlament abgelehnt

Von den insgesamt 464 Parlamentariern waren 321 bei der Sitzung anwesend. Von den 197 gültig abgegebenen Stimmen entfielen 182 auf „dafür“ und 15 auf …

Die Regierung Siegfried Mureşan wurde vom Parlament abgelehnt
RRI Aktuell Mittwoch, 30 September 2026

Călin Georgescu in Untersuchungshaft genommen

Călin Georgescu, ein ehemaliger Kandidat für das rumänische Präsidentenamt – der als prorussisch gilt –, wurde am Dienstag für 30 Tage in Untersuchung…

Călin Georgescu in Untersuchungshaft genommen
RRI Aktuell Mittwoch, 30 September 2026

OECD-Bericht über Rumänien

Rumänien hat einen der niedrigsten Anteile an Hochschulabsolventen unter den OECD-Ländern, während die öffentlichen Investitionen in Bildung weiterhin…

OECD-Bericht über Rumänien

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company