RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Rumäniens Wirtschaftswachstum bricht ein: Prognose für 2026 deutlich gesenkt

Die rumänische Wirtschaft dürfte im laufenden Jahr deutlich schwächer wachsen als bisher erwartet. Darauf weist die Nationale Kommission für Strategie und Prognose in ihrer aktuellen Einschätzung hin. Die Gründe liegen sowohl in den internationalen Entwicklungen als auch in den innenpolitischen Maßnahmen zur Stabilisierung der Staatsfinanzen.

(sursa foto:
(sursa foto:

und , 09.06.2026, 14:42

Die Nationale Kommission für Strategie und Prognose, kurz CNSP, rechnet für das Jahr 2026 mit einer weiteren Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Rumänien. In ihrer jüngsten Prognose senkte sie die Wachstumserwartung um 0,9 Prozentpunkte – von zuvor einem Prozent auf nur noch 0,1 Prozent.

Dennoch soll das Bruttoinlandsprodukt nominal weiter steigen. Für 2026 wird ein BIP von rund 2.056 Milliarden Lei veranschlagt, das entspricht etwa 395 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Für das Jahr 2025 wurde ein Wert von 1.916 Milliarden Lei beziehungsweise rund 368 Milliarden Euro ausgewiesen.

Wie aus der Projektion der wichtigsten makroökonomischen Indikatoren für den Zeitraum 2026 bis 2029 hervorgeht, wurden die mittelfristigen Aussichten in einem schwierigen geopolitischen Umfeld erarbeitet. Besondere Unsicherheit geht demnach von der Zuspitzung des Konflikts im Nahen Osten aus, die auf den Weltmärkten einen erheblichen Energieschock ausgelöst hat.

Die steigenden Kraftstoffpreise hätten zusätzliche inflationäre Effekte verursacht. Diese träfen auf die bereits laufenden Bemühungen Rumäniens, makroökonomische Ungleichgewichte durch Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung abzubauen. Die Kombination dieser Faktoren habe die wirtschaftlichen Aussichten für das laufende Jahr deutlich verschlechtert, so die Einschätzung der Kommission.

Auch für den Dienstleistungssektor wird eine ungünstige Entwicklung erwartet. Die Auswirkungen der fiskalischen Konsolidierungsmaßnahmen seien insbesondere in jenen Bereichen spürbar, die sich vor allem an private Haushalte richten.

Anders stellt sich die Lage im Bausektor dar. Dieser bleibt nach Einschätzung der Experten der dynamischste Wirtschaftsbereich des Landes. Getragen wird das Wachstum vor allem vom Ingenieur- und Infrastrukturbau, der von der verstärkten Nutzung europäischer Fördermittel profitiert. Hinzu kommt eine Erholung im Wohnungsbau, die bereits in den ersten Monaten dieses Jahres sichtbar geworden ist.

Auch auf der Nachfrageseite rechnen die Experten mit einer Abschwächung. Der private Konsum soll 2026 stärker zurückgehen als bislang angenommen.

Für die Jahre 2027 bis 2029 hält die CNSP jedoch an ihren bisherigen Erwartungen fest. Im Durchschnitt wird für diesen Zeitraum ein jährliches Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent prognostiziert. Hauptmotor soll weiterhin die Investitionstätigkeit bleiben.

Der private Konsum dürfte sich nach dem Rückgang im Jahr 2026 wieder erholen und mittelfristig sogar etwas schneller wachsen als die Gesamtwirtschaft. Dies wird vor allem damit begründet, dass die Auswirkungen der Haushaltskonsolidierung schrittweise nachlassen werden.

Nach Einschätzung der Kommission wird der Außenhandel allerdings weiterhin einen leicht negativen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten. Die Importe von Waren und Dienstleistungen dürften im Zuge einer wieder anziehenden Binnennachfrage stärker wachsen als die Exporte.

Auch internationale Finanzinstitutionen beurteilen die wirtschaftlichen Perspektiven Rumäniens derzeit eher zurückhaltend.

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, die BERD, erwartet für 2026 sogar eine Rezession. In ihrem jüngsten Bericht korrigierte sie ihre Prognose für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts nach unten und rechnet nun mit einem Rückgang um 0,2 Prozent. Noch im Februar war die Bank von einem Wachstum von 1,2 Prozent ausgegangen.

Auch die Europäische Kommission hat ihre Prognose deutlich reduziert – von 1,1 Prozent auf lediglich 0,1 Prozent.

Ähnliche Korrekturen nahmen die Weltbank und der Internationale Währungsfonds vor. Der IWF senkte seine Wachstumserwartung von 1,4 auf 0,7 Prozent. Die Weltbank reduzierte ihre Prognose von 1,3 auf nur noch 0,5 Prozent.

Damit herrscht sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene Einigkeit darüber, dass die rumänische Wirtschaft in diesem Jahr vor erheblichen Herausforderungen steht und deutlich langsamer wachsen wird als noch vor wenigen Monaten erwartet.

PNRR sursa foto guvernul Romaniei facebook
RRI Aktuell Dienstag, 01 September 2026

Schlusspfiff für PNRR

Das Post-Corona-Wiederaufbauprogramm ist auch in Rumänien zu Ende gegangen. Bis zum letzten Tag wurden fertige Projekte abgenommen und in einer Regier…

Schlusspfiff für PNRR
Foto: Diana Vyshniakova / unsplash.com
RRI Aktuell Dienstag, 25 August 2026

Rumänien bekräftigt uneingeschränkte Unterstützung für die Ukraine

Im August 1991 hatten die Sowjetrepubliken nach dem gescheiterten Putsch gegen den letzten kommunistischen Führer im Kreml, den Reformer Michail Gorba…

Rumänien bekräftigt uneingeschränkte Unterstützung für die Ukraine
CCR a respins definitiv candidatura lui Călin Georgescu la alegerile prezidenţiale (sursa foto: Facebook / Curtea Constituțională a României)
RRI Aktuell Dienstag, 18 August 2026

Gericht findet Integritätsgesetz teilweise verfassungswidrig

Die Verfassungsrichter haben die Änderung bestätigt, nach der Bürgermeister, bei denen eine Unvereinbarkeit mit ihrem Amt festgestellt wurde, ihr Mand…

Gericht findet Integritätsgesetz teilweise verfassungswidrig
F-18-Kampfjets (Fotoquelle: Facebook-Auftritt des Rumänischen Verteidigungsministeriums)
RRI Aktuell Montag, 17 August 2026

Erneut Drohne über Rumänien abgeschossen

Bei der anschließenden Suche wurden sowohl Teile der Abfangrakete als auch Trümmer der abgeschossenen Drohne gefunden. Die Reste der Rakete wurden sic…

Erneut Drohne über Rumänien abgeschossen
RRI Aktuell Dienstag, 11 August 2026

Staatschef geht gegen Integritätsgesetz vor

In seiner Eingabe verweist der Präsident darauf, dass die vom Parlament beschlossene Änderung des Gesetzes über die Nationale Integritätsbehörde (ANI)…

Staatschef geht gegen Integritätsgesetz vor
RRI Aktuell Montag, 10 August 2026

Moody’s: Herabstufung Rumäniens zunächst ausgeblieben

Das war die gute Nachricht aus Sicht der rumänischen Regierung. Wie von den meisten Wirtschaftsexperten in Bukarest erwartet, hat Moody’s das Rating d…

Moody’s: Herabstufung Rumäniens zunächst ausgeblieben
RRI Aktuell Freitag, 07 August 2026

Trockener Sommer bringt Stromkrise

Das Kraftwerk deckt rund 20 Prozent des rumänischen Strombedarfs. Gleichzeitig laufen in Wohnungen, Wohnblocks, Behörden, Supermärkten und öffentliche…

Trockener Sommer bringt Stromkrise
RRI Aktuell Montag, 03 August 2026

Länderbericht von Fitch ist eine Warnung an Rumänien

Die Ratingagentur Fitch hat Rumäniens Länderrating mit BBB- und negativem Ausblick bestätigt, warnt jedoch, dass ein mögliches Scheitern der Haushalts…

Länderbericht von Fitch ist eine Warnung an Rumänien

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company