RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Straßburg debattiert über ukrainisches Bildungsgesetz

Die Parlamentarische Versammlung des Europarates veranstaltet am Donnerstag, den 12. Oktober, die Dringlichkeitsdebatte über den Sprachartikel des neuen Gesetzes der Ukraine Über Bildung“.

Straßburg debattiert über ukrainisches Bildungsgesetz
Straßburg debattiert über ukrainisches Bildungsgesetz

, 10.10.2017, 18:43

Das neue Bildungsgesetz, das im September in der Ukraine verabschiedet, und von den meisten Experten als mindestens unglücklich konzipiert bezeichnet wurde, ist jetzt auch zum Gesprächsthema in Straßburg geworden. Die Parlamentarische Versammlung des Europarates veranstaltet am Donnerstag, den 12. Oktober, die Dringlichkeitsdebatte über den Sprachartikel des neuen Gesetzes der Ukraine Über Bildung“. Die Debatte wurde von der rumänischen Delegation vorgeschlagen und bezieht sich auf die Einschränkung des Rechts der nationalen Minderheiten in der Ukraine auf Unterricht in ihren jeweiligen Muttersprachen. Laut dem neuen Bildungsgesetz erhalten die Kinder der nationalen Volksminderheiten in der Ukraine Unterricht in der Muttersprache nur im Kindergarten und in der Grundschule. Danach wird in der Schule, im Gymnasium und an der Universität ausschließlich Unterricht in ukrainischer Sprache angeboten. Der Senator Titus Corlatean, ehemaliger Außenminister und gegenwärtiger Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, der die rumänische Delegation in Straßburg leitet, sprach mit der RRI-Korrespondentin in Straßburg über seine Erwartungen bezüglich der Debatte am Donnerstag:



Ich hoffe auf eine korrekte Debatte, welche die ukrainische Regierung überzeugen sollte, das Bildungsgesetz in der Ukraine zu ändern. Die Behörden in Kiew sollten die Expertise der Venedig-Kommission akzeptieren und dieses Bildungsgesetz, das die Rechte und den Schutz der nationalen Minderheiten, einschließlich der rumänischen Minderheit in der Ukraine drastisch eingrenzen, umformulieren.



Fast eine halbe Million Rumänen leben zur Zeit in der benachbarten Ukraine, die meisten von ihnen in den östlichen rumänischen Territorien, die 1940 infolge eines Ultimatums von der ehemaligen Sowjetunion annektiert worden waren. Laut Politkommentatoren würde die willkürliche Maßnahme der Behörden in Kiew eigentlich auf die Millionen Russen abzielen, die als nationale Volksminderheit im Osten und im Süden der Ukraine leben. Die anderen nationalen Minderheiten – Rumänen, Ungarn, Bulgaren, Griechen, Polen – wären also bloß kollaterale Opfer.



Letzten Monat haben der rumänische Außenminister, Teodor Melescanu, und seine Amtskollegen aus Ungarn, Bulgarien und Griechenland ein gemeinsames Schreiben unterzeichnet, in dem sie ihr Besorgnis und ihr tiefes Bedauern über das Verabschieden des neuen Bildungsgesetzes in der Ukraine äußern. Ebenfalls in September forderte das Bukarester Parlament einstimmig die Behörden in Kiew auf, das neue Bildungsgestez noch einmal zu untersuchen. Die rumänischen Abgeordneten und Senatoren erklärten, sie würden die Entwicklungen in der Ukraine infolge des neuen Bildungsgesetzes mit Besorgnis und höchster Aufmerksamkeit verfolgen und machten auch einen Appell an die ukrainische Regierung, die Situation so schnell wie möglich zu lösen, und zwar durch gutgemeinte Aktionen, im Geiste der Kooperation und mit genauer Einhaltung der europäischen Standards betreffend den Schutz der nationalen Volksminderheiten. Der rumänische Staatspräsident, Klaus Iohannis, hat seinen für Oktober geplanten Staatsbesuch in Kiew auf ein noch nicht bestimmtes Datum aufgeschoben.

Mark Rutte Radu Miruta fb.com Radu Miruta
RRI Aktuell Montag, 16 Februar 2026

Rumänien an der Münchner Sicherheitskonferenz

In einem internationalen Kontext, der von dynamischen Entwicklungen im Bereich der globalen Sicherheit geprägt ist, bot die diesjährige Tagung...

Rumänien an der Münchner Sicherheitskonferenz
Comisarul pentru justiție Michael McGrath, primit la Palatul Victoria de către premierul Ilie Bolojan / Foto: gov.ro
RRI Aktuell Freitag, 13 Februar 2026

Brüssel drängt auf Reformen: Rumänien zwischen Rechtsstaatsbericht und Haushaltsdruck

Der EU-Kommissar für Demokratie und Justiz, Michael McGrath, ist in Bukarest mit Ministerpräsident Ilie Bolojan zusammengetroffen. Der Besuch fand...

Brüssel drängt auf Reformen: Rumänien zwischen Rechtsstaatsbericht und Haushaltsdruck
Informelles Treffen der EU-Spitzen (Foto: presidency.ro)
RRI Aktuell Freitag, 13 Februar 2026

EU will Wettbewerbsfähigkeit stärken

  RadioRomaniaInternational · EU will Wettbewerbsfähigkeit stärken   Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, der...

EU will Wettbewerbsfähigkeit stärken
foto: Facebook.com/CurteaConstitutionalaRomania (Curtea Constitutionala a Romaniei)
RRI Aktuell Donnerstag, 12 Februar 2026

Gesetz zu Sonderrenten erneut vertagt

Das Verfassungsgericht Rumäniens hat seine Entscheidung über die geplante Reform der Magistratenpensionen bereits zum fünften Mal verschoben. Ein...

Gesetz zu Sonderrenten erneut vertagt
RRI Aktuell Mittwoch, 11 Februar 2026

Aktionsplan gegen Online-Mobbing

Fast 80 % der rumänischen Kinder surfen ohne Einschränkungen im Internet. Laut einer soziologischen Studie von „Salvaţi Copiii România“...

Aktionsplan gegen Online-Mobbing
RRI Aktuell Dienstag, 10 Februar 2026

Rumänische Außenministerin Oana Țoiu zu Arbeitsgesprächen in London

Rumänien glaubt an ein wettbewerbsfähigeres Europa und setzt dabei auf starke Partnerschaften mit dem Vereinigten Königreich. Das hat die...

Rumänische Außenministerin Oana Țoiu zu Arbeitsgesprächen in London
RRI Aktuell Dienstag, 10 Februar 2026

Dynamic Front: Übung stellt NATO-Regionalpläne auf die Probe

Ziel der Übung mit dem Namen Dynamic Front ist, die regionalen NATO-Pläne zu testen. Sie gilt als wichtiger Prüfstein dafür, wie die Kräfte des...

Dynamic Front: Übung stellt NATO-Regionalpläne auf die Probe
RRI Aktuell Montag, 09 Februar 2026

Wie umgehen mit Trumps Privat-UNO?

Rumänien hat offiziell eine Einladung erhalten, sich Ländern wie Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten, der Türkei,...

Wie umgehen mit Trumps Privat-UNO?

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company