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Zentralbank rechnet mit Inflationsanstieg

Die Preissteigerungen der letzten Zeit belasten die Geldbörse der Rumäninnen und Rumänen und die Perspektive ist keineswegs optimistisch.

Zentralbank rechnet mit Inflationsanstieg
Zentralbank rechnet mit Inflationsanstieg

, 22.03.2022, 16:23


Die weltweit um sich greifende Inflation höhlt auch die Einkommen der Rumäninnen und Rumänen zunehmend aus. Mit dem gleichen Geld kann von Tag zu Tag immer Weniger erstanden werden. Fachleute gehen davon aus, dass uns eine noch schwierigere wirtschaftliche Zeit bevorsteht. Ein Blick auf die Zahlen: Die Inflationsrate stieg im Februar dieses Jahres auf 8,5 %. Ein relativ geringer Anstieg im Vergleich zum Vormonat und deutlich niedriger als in anderen Ländern der Region. In den baltischen Staaten, die zur Eurozone gehören, liegt die Inflation zwischen 11 % und 14 %, in Polen und Bulgarien sowie in der Tschechischen Republik bereits bei über 9 %. Rumänien bildet heute zusammen mit Ungarn und Belgien das Mittelfeld der EU-Länder. Doch war es im vergangenen Jahr das Land mit der höchsten Inflation in der EU, sagt Dan Suciu, Sprecher der rumänischen Nationalbank, in einem kürzlich auf dem Blog OpiniiBNR.ro veröffentlichten Beitrag.

Die Zentralbank in Bukarest geht davon aus, dass die Inflationsrate bis zur Jahresmitte die bisherige hohe Schätzung von 11 % übersteigen wird. Die Gründe dafür liegen in der Erhöhung der Kraftstoff-, Energie- und Getreidepreise, die wir als Folge des russischen Angriffskrieges gegen Ukraine zahlen müssen, erklärte Cristian Popa, Mitglied des Rates der rumänischen Nationalbank gegenüber Radio Rumänien: Einerseits sehen wir in der Öffentlichkeit, dass Maßnahmen zur Deckelung der Energiepreise angekündigt werden. Die Energiepreise haben einen großen Einfluss auf die Inflationsrate. Mit der Verlängerung der Kostenzuschüsse und der Einführung von Preisobergrenzen würde die Inflationsprognose zurückgehen, doch nach der Veröffentlichung der Prognose zeichnete sich der Konflikt in der Ukraine ab. Der Konflikt wird höhere Ölpreise, höhere Gaspreise und potenzielle Probleme in den Produktionsketten nach sich ziehen. Essenziell für die Kerninflation sind die höheren Getreidepreise. Wir müssen also neu kalkulieren. Wir sehen eine leichte Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit, aber die Wachstumsrate bleibt positiv, und einen gewissen Druck, wenn wir die Inflationsrate betrachten.“




Die Zentralbank kämpft gegen die Inflation, aber auch gegen die Unruhe, die Panik in dieser ungewissen Zeit, sagt Cristian Popa und fügt hinzu, die Nationalbank sei Herr der Situation, was nicht einfach ist. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Niveau vor der Pandemie, präzisiert der Vertreter der rumänischen Notenbank. Experten gehen davon aus, dass die Zentralbank den Leitzins erneut anheben wird, um die Lage besser unter Kontrolle zu halten. Für Rumänien wird in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2 % bis 2,5 % erwartet. Vor Beginn des Ukraine-Krieges lag die Prognose bei 4 %.




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